E-Mail-Aktion

McDonalds: Keine Energydrinks für Kinder!

Neu bei McDonalds: Energydrinks. Unser Test zeigt: Der Fast-Food-Konzern verkauft die Koffeinbomben auch an Kinder – ohne jede Kontrolle. Dabei sind Red Bull und Co. eine echte Gefahr für die Kindergesundheit. Stoppen Sie den Verkauf jetzt – unterschreiben Sie die Petition!

E-Mail-Aktion

McDonalds: Keine Energydrinks für Kinder!

Neu bei McDonalds: Energydrinks. Unser Test zeigt: Der Fast-Food-Konzern verkauft die Koffeinbomben auch an Kinder – ohne jede Kontrolle. Dabei sind Red Bull und Co. eine echte Gefahr für die Kindergesundheit. Stoppen Sie den Verkauf jetzt – unterschreiben Sie die Petition!

Sehr geehrter Herr Mario Federico, sehr geehrte Frau Aglaë Eder, sehr geehrter Herr Markus Weiß,

foodwatch hat in 12 Berliner McDonalds-Filialen Testeinkäufe durchgeführt: Kinder zwischen 11 und 15 Jahren konnten in allen Fällen Energydrinks kaufen – ohne Altersprüfung, ohne Hinweis auf die Gesundheitsgefahren.

Energydrinks sind für Kinder und Jugendliche nachweislich schädlich: Sie können Herzrasen, Herzrhythmus-Störungen und Schlafprobleme verursachen. Das wissen Sie – und trotzdem verkaufen Sie die Getränke ohne jede Einschränkung an Minderjährige.

Ich fordere Sie auf: Stellen Sie den Verkauf von Energydrinks an Kinder und Jugendliche sofort ein – und führen Sie an allen Bestellterminals und Schaltern eine verbindliche Altersprüfung durch, sodass Minderjährige Energydrinks gar nicht erst erhalten können!

Mit freundlichen Grüßen

Herr Mario Federico (Vorstandsvorsitzender McDonalds Deutschland)

Frau Aglaë Eder (Vorständin Restaurant Operations, McDonalds Deutschland)

Herr Markus Weiß (Unternehmenssprecher, McDonalds Deutschland)

Hintergrundinformationen

foodwatch hat sechs Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 11 und 15 Jahren als Testkäufer:innen in 12 Berliner McDonalds-Filialen geschickt. Sie versuchten, die neuen „Energizer"-Getränke – eine Mischung aus Red Bull, Sirup und Eiswürfeln – über das Bestellterminal zu kaufen. In allen 12 Filialen waren sie erfolgreich: Kein Warnhinweis bei der Bestellung, keine Altersprüfung, keine Nachfrage. In vier Filialen wurde zusätzlich direkt am Tresen bestellt – auch dort erhielten die Kinder in drei von vier Fällen die Getränke ohne Nachfrage.

McDonalds hat die neuen „Energizer"-Getränke erst vor wenigen Monaten auf den Markt gebracht – und verkauft sie ohne jede Altersprüfung an Kinder. Genau jetzt, in der Testphase, ist der richtige Moment, um den Konzern zur Einführung einer Altersgrenze zu bewegen. Als einer der größten Fast-Food-Konzerne der Welt hätte McDonalds zudem eine Signalwirkung: Wenn der Konzern den Verkauf an Minderjährige stoppt, zeigt das der Politik: Selbst die Industrie setzt Altersgrenzen um – ein Gesetz ist längst überfällig.

McDonalds äußerte sich zu einer Nachfrage von foodwatch per E-Mail folgendermaßen:
“Wir empfehlen den Verzehr der beiden McCafé Drinks mit Red Bull nicht für Kinder und schwangere oder stillende Frauen. Diese Empfehlung finden unsere Gäste schriftlich an allen Verkaufspunkten. Zudem haben wir unsere Restaurantcrews dafür sensibilisiert, Kinder, die sich für die beiden McCafé Energizer interessieren, auf die Verzehrempfehlung hinzuweisen. Des Weiteren spielen wir bezahlte Werbeinhalte zu den neuen McCafé Drinks auf Social Media nicht an Minderjährige aus.” [1]
Doch unser Test zeigt: In allen 12 Filialen haben die 11- bis 15-Jährigen die Koffeinbomben bekommen. Kein Warnhinweis auf dem Bestellterminal, keine Nachfrage an der Ausgabe.

Es gibt in Deutschland keine gesetzliche Regelung zum Verkauf von Energydrinks. Deshalb verkaufen nahezu alle Händler Energydrinks ohne Altersbeschränkung. [1]

Norwegen, Kroatien, Lettland, Litauen, Rumänien, Polen, Ungarn und Bulgarien machen es vor: Sie schränken den Verkauf von Energydrinks an Minderjährige bereits ein. [2, 3, 4]

Wir wollen alle Minderjährigen in Deutschland schützen, deshalb fordern wir eine Altersgrenze ab 18 Jahren. Denn: Energydrinks sind insbesondere in Kombination mit Sport und Alkohol auch für ältere Jugendliche eine Gesundheitsgefahr. [5]

Zu viel Koffein führt zu Nebenwirkungen wie Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Problemen aber auch Herz-Rhythmusstörungen oder erhöhtem Blutdruck. Besonders gefährlich wird es, wenn Energydrinks beim Sport getrunken oder mit Alkohol konsumiert werden. Hier besteht der Verdacht, dass dies zu Krampfanfällen und Nierenversagen führen kann. [5] Energydrinks enthalten oft weitere Inhaltsstoffe wie Taurin und Guarana, über deren langfristige Wirkung in Kombination mit einer hohen Koffeinaufnahme wenig bekannt ist.

  1. E-Mail-Antwort von McDonalds Deutschland
  2. Eigenauskunft per Mail von Lidl, Kaufland, Rewe, Edeka, Aldi, Penny, Norma, Famila, Budni, Globus Shell, Tank & Rast, an foodwatch zwischen 20.2.-28.2.2024 

  3. Verordnung über das Verbot des Verkaufs von Energy-Drinks an Kinder unter 16 Jahren, Ministerium für Gesundheit und Pflege Norwegen, 21.08.2025
  4. Gesetz über Änderungen und Ergänzungen des Handelsgesetzes, Kroatisches Parlament, 09.06.2026
  5. Energy drinks consumption in minors: EU and national approaches, Europäisches Parlament, 02.12.2025
  6. „EDUCATE“-Studie Energydrinks und ihre Auswirkungen auf die Herz-Kreislauf-Funktion bei Kindern und Jugendlichen Ergebnisse der EDUCATE-Studie und ein beispielhafter Behandlungsbericht, Uniklinikum München, 2023

foodwatch hat die Aktion am 16.07.2026 gestartet.

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