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Zuckersteuer – spart Zucker und Kosten!

iStock, OcusFocus / Montage: foodwatch

Es könnte so einfach sein: Weniger Zucker in der Limo und damit Kinder schützen, sowie Milliarden an Kosten sparen. Mit einer Limo-Abgabe wie in Großbritannien und vielen anderen europäischen Ländern. Fordern Sie die CDU-Spitze auf, ihren Widerstand gegen diese smarte Lösung fallen zu lassen!

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Zuckersteuer – spart Zucker und Kosten!

iStock, OcusFocus / Montage: foodwatch

Es könnte so einfach sein: Weniger Zucker in der Limo und damit Kinder schützen, sowie Milliarden an Kosten sparen. Mit einer Limo-Abgabe wie in Großbritannien und vielen anderen europäischen Ländern. Fordern Sie die CDU-Spitze auf, ihren Widerstand gegen diese smarte Lösung fallen zu lassen!

Sehr geehrte Mitglieder des CDU-Präsidiums, 

in Ihrer Partei gibt es die Forderung nach einer Abgabe auf zuckerhaltige Getränke. Das Argument dagegen: „Keine Steuererhöhungen mit der CDU". Doch dieses Argument greift hier nicht. 

Denn das Beispiel Großbritannien zeigt: Am Ende zahlen die Hersteller gar nicht und reichen die Kosten auch nicht an die Verbraucher:innen weiter – sondern sie senkten einfach den Zuckergehalt ihrer Getränke.  Und zwar um bis zu 35 Prozent.  

Das Ergebnis: Tausende Fälle von Adipositas bei Kindern wurden jährlich verhindert und der Zuckerkonsum über Getränke ist deutlich gesunken. 

In Deutschland ist jede:r vierte Erwachsene von Adipositas betroffen. Ein Grund ist der hohe Zuckerkonsum: Die Folgekosten: 113 Milliarden Euro jährlich. 

Über 100 Länder haben bereits eine Zuckergetränke-Abgabe eingeführt. Deutschland muss nachziehen. Bitte unterstützen Sie die Forderung! 

Mit freundlichen Grüßen 

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CDU-Präsidium:

  • Friedrich Merz, Bundeskanzler und Vorsitzender der CDU
  • Carsten Linnemann, Generalsekretär der CDU
  • Christina Stumpp, stellvertretende Generalsekretärin der CDU

Hintergrundinformationen

Wir fordern eine nach Zuckergehalt gestaffelte Abgabe auf zuckerhaltige Getränke – ähnlich wie in Großbritannien. Je mehr Zucker ein Hersteller ins Getränk kippt, desto mehr zahlt er. 

Nicht zwangsläufig – die Erfahrung aus Großbritannien zeigt: Die Konzerne packen vielfach weniger Zucker in die Getränke, statt die Preise zu erhöhen. Seit Einführung der Abgabe 2018 haben britische Hersteller den Zuckergehalt um bis zu 35 Prozent gesenkt.[1] Denn: Senken sie den Zuckergehalt auf unter fünf Prozent, können sie die Abgabe komplett umgehen.

Nein. Denn wenn die Abgabe funktioniert wie gewollt, werden die Konzerne in den meisten Produkten den Zuckergehalt senken, um die Steuer zu vermeiden. Und trotzdem gewinnt der Staat – und damit wir alle: Weniger Zucker heißt weniger Kranke. Laut TU München könnte Deutschland so bis zu 16 Milliarden Euro an Kosten einsparen.[2]

Weil sich gerade ein seltenes Zeitfenster öffnet: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther – selbst CDU – will die Limo-Abgabe im Bundesrat einbringen. Das ist ein Novum: Ein Spitzenpolitiker der größten Regierungspartei stellt sich gegen die Getränkelobby.

Dieses Argument kommt gern von der Getränkelobby. Richtig ist: Menschen mit niedrigem Einkommen trinken drei- bis viermal so viel Limonade und erkranken deutlich häufiger an Diabetes oder Adipositas. Wenn die Abgabe dazu führt, dass in den Getränken weniger Zucker steckt, profitieren gerade sie am stärksten. In Mexiko sank nach Einführung der Abgabe der Limo-Konsum am stärksten bei den Ärmsten – der Wasserkonsum stieg.[3]

Die Zahlen aus Großbritannien sind eindeutig: Der Zuckerkonsum über Getränke sank bei Kindern um drei Gramm täglich, bei Erwachsenen um fünf Gramm.[4] Die Abgabe verhindert über 5.000 Fälle von Adipositas jährlich allein bei Sechstklässlerinnen.[4] Eine weitere Studie prognostiziert: Zehn Jahre nach Einführung werden 64.100 weniger Kinder und Jugendliche als übergewichtig oder adipös eingestuft.[2]

Über 100 Länder haben inzwischen eine Form der Limo-Abgabe eingeführt – von Großbritannien über Frankreich bis Mexiko, von Portugal bis Südafrika. Deutschland hinkt hier deutlich hinterher.

  1. Public Health England: Sugar reduction: Report on progress between 2015 and 2019
  2. PLOS Medicine: Health and economic impacts of a sweetened beverage tax in Germany (TU München & University of Oxford), 2023
  3. Instituto Nacional de Salud Pública México: Reducción en el consumo de bebidas con impuesto
  4. Journal of Epidemiology & Community Health: Effect of the UK soft drinks industry levy on obesity, 2011-2019

foodwatch hat die Aktion am 10.02.2026 gestartet.

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