3 haben wir überzeugt, 3 fehlen noch!

15.09.2017

Unser Protest wirkt! Die Saft-Hersteller Beckers Bester, Voelkel und Lausitzer haben eine verständlichere Kennzeichnung ihrer Produkte angekündigt. Sie reagierten damit auf unsere E-Mail-Protestaktion, die bereits mehr als 18.000 Menschen unterschrieben haben. Doch wir sind noch nicht am Ziel: Andere Hersteller schwindeln weiter und verstecken wichtige Informationen im Kleingedruckten. Damit muss Schluss sein!

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Hallo und guten Tag,

das ist unser gemeinsamer Erfolg und ein wichtiger Etappensieg: Mit Beckers Bester, Lausitzer und Voelkel hat sich bereits die Hälfte der von foodwatch kritisierten Safthersteller für eine verbraucherfreundliche Kennzeichnung entschieden.

Bisher schmücken die Unternehmen die Vorderseite ihrer Produkte mit Bildern von großen Früchten und einem Hinweis auf die Geschmacksrichtung. Aber sie verraten nicht, ob es sich um einen 100-prozentigen Saft oder etwa um ein Saftmischgetränk mit deutlich geringerem Saftanteil, der Hauptzutat Wasser und zugesetztem Zucker handelt. Diese wichtigen Informationen verstecken sich auf der Rückseite im Kleingedruckten.

Künftig wollen Beckers Bester, Lausitzer und Voelkel vorne auf den Etiketten über Fruchtgehalt und Getränkeart informieren. Wir finden es toll, dass die drei Unternehmen den Wunsch vieler Verbraucherinnen und Verbraucher nach einer verständlicheren Kennzeichnung ernst nehmen. So können wir am Saftregal auf einen Blick erkennen, was drin ist!

Albi, Rauch und Solevita täuschen aber weiter... noch! Fordern Sie die Unternehmen auf, nachzuziehen und den Saftschwindel zu beenden! Auf jede einzelne Unterschrift kommt es an!

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Hersteller Albi beispielsweise nennt sein Produkt schlicht „Guave Maracuja“ und bildet auf der Kartonverpackung große Früchte ab. Nur Zutaten-Detektive erfahren auf der Rückseite, dass „Guave Maracuja„ ein Nektar mit der Hauptzutat Wasser, zugesetztem Zucker und nur einem Prozent Maracujasaft ist!

Ähnlich trickst die Firma Rauch: Unter dem Markennamen „happy day“ prangen auf dem Ein-Liter-Karton riesige Früchte sowie der Hinweis auf die Geschmacksrichtung „Himbeer-Rosa Pfeffer“. Nur wer die Verpackung aus dem Regal nimmt und sich durch einen Dschungel aus Kleingedrucktem in 16 Sprachen kämpft, erfährt: „Himbeer-Rosa Pfeffer“ ist ein verdünnter Apfelsaft mit zugesetztem Aroma und nur 7,5 Prozent Himbeermark. Völlig legal, aber ein saftiger Fall von Verbrauchertäuschung!
Rauch, Albi, und Solevita (Lidl) haben bislang keine Änderungen an der Verpackung angekündigt. Lidl erklärte gegenüber foodwatch, die Kennzeichnung seiner Eigenmarke zu prüfen und „gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten“.

Es nervt, wenn wir Verbraucherinnen und Verbraucher im Supermarkt bei jedem der vielen Produkte erst einmal Zutatendetektiv spielen müssen, bevor wir überhaupt wissen, was drin ist. Warum so kompliziert, wenn es auch einfach geht? Beckers Bester, Lausitzer und Voelkel  zeigen, dass eine Änderung der Verpackung ohne Probleme möglich ist - und schreiben die wichtigen Infos künftig schlicht vorne auf die Verpackung! Fordern Sie Rauch, Albi und Lidl auf, dem Beispiel zu folgen und ihre Etiketten ebenfalls verbraucherfreundlich zu gestalten!

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Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ihr foodwatch-Team

P.S.: Nicht nur Saft-Hersteller informieren unzureichend. Verbrauchertäuschung ist im Supermarkt trauriger Alltag und leider oft völlig legal. Dagegen kämpfen wir von foodwatch - denn wir alle haben ein Recht auf eine verständliche Kennzeichnung unserer Lebensmittel. foodwatch finanziert sich ausschließlich aus Beiträgen und Spenden von Förderinnen und Förderern und nimmt grundsätzlich kein Geld vom Staat und auch nicht von der Lebensmittelwirtschaft. Nur deshalb sind wir unabhängig, und nur deshalb kann uns niemand einen Maulkorb anlegen. Helfen Sie uns, damit wir in Zukunft noch mehr bewegen können - werden Sie Mitglied von foodwatch:

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