JETZT protestieren: Kein Kindermarketing für Ungesundes mit Neuer, Schweini und Co.!

07.06.2016

Hallo und guten Tag,

in wenigen Tagen beginnt die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich. Viele von uns sind heiß auf die Spiele der Nationalelf. Und auch die Marketing-Maschinerie läuft bereits auf Hochtouren. Im TV, auf Werbeplakaten, im Netz, im Supermarktregal: Jedes erdenkliche Produkt ist plötzlich schwarz-rot-gold und hat mit Fußball zu tun. Mit von der Partie sind Coca-Cola, Ferrero und McDonald's – allesamt Kooperationspartner des Deutschen Fußball-Bunds (DFB): McDonald's verlost eine Fußball-Eskorte, Ferrero verkauft EM-Aktionspackungen von hanuta oder duplo und Coca-Cola wirbt ausgerechnet für die zuckrige „classic“-Coke mit der Nationalelf.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Da bemühen sich Eltern und Lehrer tagtäglich, Kinder für eine gesunde Ernährung zu begeistern. Und der DFB lässt deren Idole Schweini, Müller & Co Werbung für machen Burger, Schoko-Riegel und Zuckergetränke! Der Deutsche Fußball Bund macht sich zum Diabetes Förderer-Bund – und betreibt ganz miserable Nachwuchsförderung!

Damit muss Schluss sein: Fordern Sie jetzt den DFB auf, seine Verantwortung ernst zu nehmen und verlangen Sie ein Ende des Kindermarketings für Ungesundes mit unserer Nationalelf!

www.DFB-aktion.foodwatch.de

Wie verantwortungslos der DFB handelt, zeigt die Kooperation mit Coca-Cola: „Hol dir das Team auf 24 Sammeldosen“ steht in großen Lettern auf den Coca-Cola-Plakaten, die zum Start der EM deutschlandweit aufgehängt werden. Der Weltmarktführer für zuckrige Getränke trommelt damit für die aktuelle Sammelaktion: Anlässlich der EM prangen die Gesichter der Fußball-Nationalspieler auf den Cola-Dosen. Als „Premium-Partner“ des DFB darf man sowas.

Der DFB verstößt mit der Kampagne gegen seine eigenen Satzung, laut derer ist „Zweck und Aufgabe“ des Verbands die „Förderung gesunder Ernährung (...) als gesundheitliche Prävention“. In der Praxis verstößt der DFB gegen sein eigenes Regelwerk. Werbepartnerschaften mit Ferrero, McDonalds und insbesondere Coca-Cola sind das Gegenteil der „Förderung gesunder Ernährung“.

Wir haben den DFB mit unserer Kritik konfrontiert – und der Verband rechtfertigt die Partnerschaft mit Coca-Cola: Für die Zunahme des Übergewichts bei Kindern sei „nicht die Bevorzugung von süßen oder salzigen Lebensmitteln und Getränken“ verantwortlich. Wir finden das einen schlechten Witz. Zahlreiche einschlägige Studien belegen, dass Zuckergetränke Übergewicht, Fettleibigkeit und Diabetes Typ II fördern. Experten sprechen von einer „Adipositas-Epidemie“ – gerade auch wegen des übermäßigen Zucker-Konsums von jungen Menschen.

Kinder und Jugendliche zwischen drei und 17 Jahren trinken durchschnittlich mehr als zwei Gläser zuckerhaltige Getränke pro Tag. Unter den 14- bis 17-Jährigen sind es sogar drei bis vier Gläser. Den alarmierenden Fakten zum Trotz lässt der DFB schon seit Wochen die Gesichter der 24 Nationalspieler auf Cola-Dosen drucken. Man bedenke: In 24 Dosen stecken insgesamt 280 Zuckerwürfel (oder 840 Gramm Zucker)!

Als neuer DFB-Präsident muss Reinhard Grindel auch für einen Neuanfang des DFB in Sachen gesellschaftlicher Verantwortung sorgen: Die Kooperation mit Junkfood-Konzernen muss er beenden. Schließen Sie sich unserem Protest an und unterschreiben Sie unsere E-Mail-Aktion an Herrn Grindel:

Kein Kindermarketing für Ungesundes mit unseren Kinderstars!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung,

Ihr foodwatch-Team

P.S.: Wir wollen über die Gesundheitsgefahren von süßen Getränken aufklären und dafür kämpfen, dass die gesunde Wahl die einfachere Wahl wird – ob in der Schule, am Kiosk oder im Supermarkt. Dabei kämpfen wir gegen einen mächtigen Gegner. Coca-Cola, der globale Marktführer bei Zuckergetränken, beschäftigt zum Beispiel weltweit mehr als 770.000 Mitarbeiter und macht einen Jahresumsatz von mehr als 44 Milliarden US-Dollar – wir bei foodwatch halten mit unserem kleinen Team von 15 hochengagierten Leuten dagegen. Helfen Sie uns dabei! Werden Sie jetzt Förderer/in von foodwatch:

www.foodwatch.de/mitglied-werden 

Weiterführende Informationen und Quellen: 

Korrespondenz zwischen foodwatch und dem DFB
Infos zur Coca-Cola EM-Kampagne 2016

 
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