Kinderschutz ist nicht verhandelbar


Picture Alliance/Kay Nietfeld (Montage: foodwatch)

Am Montag beginnt die entscheidende Phase in den Verhandlungen um eine Ampelkoalition – SPD, Grüne und FDP starten „vertiefte Sondierungen“. Im Wahlkampf hat die SPD versprochen „an Kinder gerichtetes Marketing für ungesunde Produkte zu untersagen“. Doch es ist alles andere als sicher, dass es auch wirklich so kommt. Die FDP hat sich in der Vergangenheit GEGEN Werbeverbote ausgesprochen. Deshalb müssen wir uns JETZT gemeinsam an Olaf Scholz wenden: Der Schutz vor übergriffiger Werbung darf den Verhandlungen nicht zum Opfer fallen! Unterschreiben Sie unsere Petition und fordern Sie, dass Werbeverbote für ungesunde Kinderprodukte ohne Wenn und Aber im Koalitionsvertrag landen. Kindergesundheit ist nicht verhandelbar!


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Hallo und guten Tag,

Übergewicht, Diabetes, Herzkrankheiten: Die Folgen einer ungesunden Ernährung sind verheerend. Das Essverhalten wird schon in der Kindheit geprägt. Das weiß auch die Lebensmittelindustrie und bewirbt fast ausschließlich Zuckerbomben und fettige Snacks an Kinder – denn hier winken die größten Profite. Das darf so nicht weitergehen!


Perfides Marketing torpediert Elternbemühungen
Mit bunten Comics, Spielzeug und Onlinewerbung torpediert die Lebensmittelindustrie gezielt die Bemühungen von Eltern, den Nachwuchs für gesundes Essen zu begeistern. Ein besonders perfides Beispiel: Das sogenannte Influencer-Marketing, bei dem die Idole von Kinder und Jugendlichen – an der elterlichen Kontrolle vorbei – in den sozialen Medien für Zuckerbomben und fettige Snacks werben. Das macht es Eltern unnötig schwer, ihre Kinder vor dem schädlichen Einfluss von Werbung zu schützen! 
Auch wissenschaftliche Studien sprechen Klartext: Werbung für Ungesundes fördert Übergewicht und macht Kinder krank – mit langfristigen Folgen. Deshalb fordern Fachorganisationen, Krankenkassen und Ärzteverbände schon seit Jahren politische Maßnahmen zum Schutz der Kindergesundheit! 


Scholz muss jetzt Wahlversprechen halten und Kinder schützen
Der SPD Parteivorstand hat genau das im Vorfeld der Wahl versprochen: „Wir wollen Eltern die Sorge für eine gesunde Ernährung ihrer Kinder erleichtern und an Kinder gerichtetes Marketing für ungesunde Produkte wie Süßigkeiten, Softdrinks, und Fastfood untersagen.“ Doch es ist alles andere als sicher, dass die SPD ihr Versprechen auch bei den Verhandlungen mit der FDP durchsetzt – denn die FDP hat sich immer wieder kritisch zu Werbeverboten geäußert. Höchste Zeit also, Herrn Scholz an die Versprechen seiner Partei zu erinnern: Kindergesundheit ist nicht verhandelbar! Unterzeichnen Sie jetzt unsere aktuelle Petition und fordern sie Olaf Scholz auf, Wort zu halten! 


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Ohne Werbeverbote verletzt der Staat Grundrechte von Kindern
Regierung und Lebensmittelindustrie setzen seit Jahren auf das Prinzip der freiwilligen Selbstverpflichtung. Anstatt verbindlicher Vorgaben für die Industrie soll diese „freiwillig“ nur gesunde Produkte an Kinder bewerben. Doch unsere Recherchen zeigen: Die „Strategie Freiwilligkeit“ ist krachend gescheitert. Denn immer noch enthalten über 85 Prozent der Kinderprodukte zu viel Zucker, Fett und/oder Salz!


Auch der Wissenschaftliche Beirat des Bundesernährungsministeriums bestätigt die unzureichende Wirkung der Selbstverpflichtungen. Wenn die künftige Regierung weiter auf erwiesenermaßen wirkungslose Mittel setzt und krank machender Werbung keinen Einhalt gebietet, verletzt sie das Grundrecht von Kindern auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Das ist vollkommen inakzeptabel! Machen Sie jetzt gemeinsam mit uns Druck! Die Zeit drängt, denn in den nächsten Tagen entscheidet sich, ob die Kindergesundheit endlich vor schädlicher Werbung geschützt wird! Jetzt mitmachen:


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Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Saskia Reinbeck