So überzuckert sind Limos, Eistees und Saftschorlen – jetzt protestieren!

27.08.2016

Hallo und guten Tag,

na klar, Cola, Limo und Co. enthalten ganz schön viel Zucker. Aber DIESES Ergebnis hat uns doch überrascht: In einer umfassenden Marktstudie haben wir fast 500 „Erfrischungsgetränke“ unter die Lupe genommen – und mehr als jedes zweite ist total überzuckert! Gerade einmal sechs (!) Produkte enthalten weder Zucker noch Süßstoffe. Die größte Zuckerbombe im Test: Der Energy Drink „Rockstar Punched Energy + Guava“ – er enthält sage und schreibe 26 Zuckerwürfel in einer 500ml-Dose!

Deutschland ist eines der Länder mit dem weltweit höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an zuckergesüßten Getränken. Mit fatalen Folgen: Schon eine Dose Cola am Tag erhöht das Risiko für Übergewicht, Typ-2-Diabetes und andere Krankheiten. Allein durch Fettleibigkeit entstehen in Deutschland jährliche Folgekosten von mehr als 60 Milliarden Euro!

Andere Länder sind längst aktiv geworden. In Großbritannien etwa zahlen Hersteller überzuckerter Getränke ab 2018 eine Abgabe, mit der Ernährungsbildung und Schulobstprogramme finanziert werden. Mexiko oder Frankreich haben ähnliche Regeln erlassen. Und Chile zum Beispiel hat strenge Regeln für an Kinder gerichtete Werbung eingeführt.

Auch in Deutschland muss sich endlich etwas bewegen! Wir haben daher eine E-Mail-Aktion an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe gestartet. Machen Sie mit: Fordern Sie die Regierung auf, auch bei uns eine Herstellerabgabe auf Zuckergetränke einzuführen, die für Präventionsprogramme genutzt wird. Zusätzlich brauchen wir eine verbraucherfreundliche Nährwertkennzeichnung in Ampelfarben und eine gesetzliche Beschränkung der an Kinder gerichteten Werbung. 

Unterschreiben Sie jetzt hier: www.zucker-aktion.foodwatch.de

Eigentlich wäre es so einfach: Mit einer Herstellerabgabe würde ein Anreiz geschaffen, damit die Getränkeindustrie weniger Zucker und weniger Süßstoffe in ihre Produkte mischt. Zusätzlich könnten mit den Einnahmen – schätzungsweise sage und schreibe eine Milliarde Euro – Präventionsprogramme wie Kita-Essen finanziert werden. Großbritannien macht es vor, aber der deutsche Bundesernährungsminister Christian Schmidt hält das für den falschen Weg. Der Ernährungsminister schlägt sich auf die Seite der Zucker-Lobby! Das Gesundheitsministerium muss sich stattdessen des Themas annehmen! Denn: Die Weltgesundheitsorganisation, Kinderarzt-Verbände, Diabetes-Organisationen und Herz-Kreislauf-Spezialisten fordern schon lange wirksame Maßnahmen gegen Typ-2-Diabetes und Fettleibigkeit. Helfen Sie uns! Bitte unterschreiben Sie unsere Petition an Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe!

Wir fordern:

  • Eine zweckgebundene Hersteller-Abgabe für besonders zuckrige Getränke
  • Eine verbraucherfreundliche Nährwertkennzeichnung in Ampelfarben
  • Gesetzliche Beschränkungen der an Kinder gerichteten Werbung

Hier jetzt Protestaktion unterzeichnen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Ihr foodwatch-Team

P.S.: Eine so umfassende Marktstudie mit fast 500 untersuchten Getränken ist nicht ganz billig. Unsere Arbeit ist unabhängig von Staat und Lebensmittelwirtschaft und finanziert sich aus Förderbeiträgen und Spenden. foodwatch ist ein gemeinnütziger Verein, dem jede und jeder beitreten kann – bitte unterstützen Sie uns und werden Sie jetzt hier Fördermitglied:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Weiterführende Informationen und Quellen: foodwatch-Studie zu Zuckergetränken

 
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