Zucker in Schulen auf Staatskosten - Jetzt protestieren!

17.08.2018

Die EU will aus gesundheitlichen Gründen keine gezuckerte Schulmilch mehr fördern. In Deutschland haben jedoch vier Bundesländer eigens Ausnahmeregelungen geschaffen, um weiterhin gezuckerte Milchgetränke wie Kakao oder zum Teil Erdbeermilch an Schulen zu finanzieren – obwohl Ärzte und Ernährungsexperten davon abraten. Stattdessen könnte an allen Schulen Obst und Gemüse vergünstigt oder kostenlos abgeben werden. Schreiben Sie jetzt an die vier Bundesländer Berlin, Brandenburg, Hessen und NRW und fordern Sie das Ende dieser mit Steuergeldern finanzierten Fehlernährung! 

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Hallo und Guten Tag,

bestimmt gibt es in ihrer Familie oder in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis Kinder, bei denen gerade die Schule begonnen hat oder in den nächsten Wochen beginnt. Oder Sie können sich vielleicht an den Kakao in Tetrapaks oder kleinen Glasflaschen aus ihrer eigenen Schulzeit erinnern. Dass diese Milchgetränke viel Zucker enthalten ist Ihnen vermutlich bekannt. Sie wurden jahrelang von der EU subventioniert. Im letzten Jahr jedoch hat die EU ihr Förderprogramm für das Schul- und Kitaessen überarbeitet. Seitdem dürfen subventionierte Lebensmittel eigentlich keine Zusätze von Zucker, Salz, Fett oder Süßungsmittel enthalten – allerdings können Ausnahmeregelungen geschaffen werden. Und in Deutschland haben vier Bundesländer genau das gemacht: Berlin, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Zufälligerweise handelt es sich genau um jene Bundesländer, in denen FrieslandCampina („Landliebe“) als Schulmilchlieferant auftritt. Das Unternehmen – einer der größten Molkereien Deutschlands – beliefert insgesamt rund 5.000 Schulen. Offensichtlich haben die Landesregierungen vor allem die Absatzförderung für die Milchwirtschaft im Blick und nicht die Gesundheit der Kinder. Damit muss Schluss sein!

Die EU begründete die Überarbeitung ihres Förderprogramms für Schul- und Kitaessen ausdrücklich mit  der Zahl übergewichtiger Kinder. In Deutschland 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen gelten als übergewichtig – ein wesentlicher Grund dafür ist eine unausgewogene Ernährung.

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Die Bundesländer verteidigen sich unter anderem mit dem Argument: Wenn sie gezuckerte Milchgetränke nicht fördern würden, würden die Kinder gar keine Milch trinken. Doch diese Logik – besser Zucker-Milch als keine Milch – ist hanebüchen. Wenn Kinder kein Obst essen möchten, gibt man ihnen doch auch keine Obsttorte als Ersatz. Gesundheitsexperten raten explizit von gezuckerten Milchprodukten für Kinder ab. Berlin und Brandenburg rechtfertigten ihr Zucker-Programm sogar mit einer „Kakao-Studie“ – als wir weiter bohrten und nach der Studie fragten, erhielten wir nur einen PR-Newsletter. Verantwortlich für diesen Newsletter: Ausgerechnet FrieslandCampina!

Und all das passiert auf Kosten der Steuerzahler und auf Kosten der Kindergesundheit.

Wenn Ihnen das genauso gegen den Strich geht wie uns, dann unterstützen Sie unsere E-Mail-Aktion an die zuständigen Ministerinnen und Minister der vier Bundesländer.

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Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Mit freundlichen Grüßen

Ihr foodwatch-Team

P.S.: Und nein, es geht uns nicht um das Verbot einer staatlichen Subventionierung von Milch für Kinder. Sondern um ein Ende der Finanzierung von gezuckerten Milchgetränken wie Kakao. Stattdessen könnte es vergünstigt oder kostenlos Obst und Gemüse geben. Wenn Sie das genau so sehen und noch mehr machen möchten, als an dieser E-Mail-Aktion teilzunehmen, dann werden Sie doch foodwatch-Fördermitglied: www.foodwatch.de/mitglied-werden

 
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