Preis-Check: Weihnachtsessen deutlich teurer als 2024
Mandarinen, Zimtsterne und Knusperente – viele typische Weihnachtslebensmittel kosten in diesem Jahr deutlich mehr als 2024. Ein foodwatch-Check zeigt, wie stark die Preise gestiegen sind – und warum Millionen Menschen dadurch unter Druck geraten.
foodwatch hat 24 typische Weihnachtsprodukte bei Aldi Nord mit den Preisen des Vorjahres verglichen. Ergebnis: Der gesamte Warenkorb ist um 21 Prozent teurer geworden – von 58 Euro im Dezember 2024 auf über 70 Euro in diesem Jahr. Besonders stark verteuerten sich unter anderem Schokoweihnachtsmänner (+70 Prozent), Gänsebrustfilet (+70 Prozent) und Zimtsterne (+30 Prozent). Auch gesunde Lebensmittel wie Kürbis, Walnüsse und Orangen kosten deutlich mehr.
Preisanstieg trifft vor allem Menschen mit wenig Geld
Steigende Lebensmittelpreise sind für viele Menschen existenziell: Laut einer forsa-Umfrage machen sich 84 Prozent der Befragten aus Haushalten mit geringem Einkommen Sorgen um die Bezahlbarkeit ihrer Ernährung – aber auch über die Hälfte der Menschen mit höherem Einkommen teilt diese Sorge.
foodwatch fordert Entlastung
Um eine gesunde Ernährung für alle erschwinglich zu machen, fordert foodwatch: Die Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte muss weg. Außerdem solle eine staatliche Preisbeobachtungsstelle geschaffen werden, um Preisentwicklungen transparent zu machen und unfaire Praktiken im Lebensmittelhandel aufzudecken.
Jetzt Preisentwicklung checken!
Die Lebensmittelpreise sind seit der COVID-19-Pandemie und dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine stark gestiegen. Und sie bleiben oft hoch, obwohl Rohstoffkosten sinken. Der foodwatch-Preisradar macht transparent, wann die Preise bestimmter Produkte steigen und wie schnell die Supermärkte ihre Preise aneinander angleichen.