Pressemitteilung 25.03.2014

Presse-Statement: foodwatch zu Berliner Verwaltungsgericht / Smiley-Veröffentlichungen in Pankow und Lichtenberg / Lebensmittelkontrollen

Zum Beschluss des Berliner Verwaltungsgerichtes zu den Smiley-Veröffentlichungen der Berliner Bezirke Pankow und Lichtenberg, erklärt Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch:

„Edeka und Rewe haben gegen die Smiley-Veröffentlichungen in Pankow und Lichtenberg geklagt, obwohl sie nach Medieninformationen mit ‚gut‘ bewertet worden sind.  Offensichtlich geht es den Handelsunternehmen darum, das Smiley-System in Berlin grundsätzlich zu kippen, obwohl laut einer foodwatch-Umfrage 93 Prozent aller Deutschen die  transparente Veröffentlichung aller Lebensmittelkontrollergebnisse in Form eines Smiley-Systems fordern. Offenbar haben die beiden Handelsriesen Angst vor informierten Kunden, die erkennen können, wie es hinter der Fleisch-Bedientheke zugeht. Behördlich erhobene  Informationen über Sauberkeit und Hygiene in Supermärkten sorgen dort nachweislich für bessere Hygienezustände, das zeigen die über zehnjährigen Erfahrungen aus Dänemark.

Es ist höchste Zeit, dass Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann (CDU) die informationswilligen und bürgerfreundlichen Behörden in einigen Berliner Bezirken aktiv unterstützt. Herr Heilmann bräuchte nicht besonders viel Mut für ein klares politisches Signal in Gestalt eines Berliner Landesgesetzes, das die Veröffentlichung aller amtlichen Kontrollergebnisse endlich rechtssicher regelt. Denn wie nirgends sonst werden die Medien in Berlin auf seiner Seite sein. Haben Sie Angst vor informierten Bürgerinnen und Bürgern, Herr Heilmann?“