Presse-Statement: foodwatch zu Fipronil / EU-Ministertreffen / Lebensmittelskandale

26.09.2017 Zurück zur Übersicht

Berlin, 26. September 2017. Zum heutigen EU-Ministertreffen anlässlich des Fipronil-Skandals erklärt Lena Blanken, Handelsexpertin bei der Verbraucherorganisation foodwatch:
 
„Gammelfleisch, Dioxin und nun Fipronil – viele große Lebensmittelskandale folgen dem gleichen Muster: Erst wird betrogen, dann zu spät informiert und am Ende werden den Verbraucherinnen und Verbrauchern Alibi-Lösungen aufgetischt. Das ist inakzeptabel. Bundesernährungsminister Christian Schmidt muss sich auf EU-Ebene endlich für längst überfällige Reformen stark machen: Lebensmittel müssen entlang der gesamten Lieferkette rückverfolgbar sein.

Außerdem müssen Betriebe verpflichtet werden, ihre eigenen Produkte umfangreich auf Verunreinigungen und auf mögliche Gesundheitsgefahren zu testen. Unternehmen, die gegen Vorschriften des Lebensmittelrechts verstoßen, müssen abschreckend hohe Strafen zahlen. Betrügereien dürfen sich in der EU nicht mehr lohnen. Im deutschen Lebensmittelrecht muss zudem endlich ein einfaches Prinzip verankert werden: Sobald eine Behörde von einem belasteten Lebensmittel weiß, muss sie ohne Wenn und Aber verpflichtet sein, die Verbraucherinnen und Verbraucher öffentlich darüber zu informieren.“

Hintergrund: Als Antwort auf den Skandal um Fipronil-belastete Eier fordert foodwatch von der Bundesregierung wirksame gesetzliche Maßnahmen gegen Gesundheitsgefahren und Betrug im Lebensmittelsektor – der foodwatch-Aktionsplan zum Download.

 
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