Presse-Statement: foodwatch zu Glyphosat / Entscheidung der EU / Vorsorgeprinzip

25.10.2017 Zurück zur Übersicht

Wenige Wochen vor Ablauf der Zulassung für das Pflanzenschutzmittel Glyphosat konnten sich die EU-Staaten erneut nicht auf eine gemeinsame Position einigen. Dazu erklärt Martin Rücker, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch:

„Die konsequente Anwendung des Vorsorgeprinzips bedeutet, dass Glyphosat keinen Tag länger auf den Äckern ausgebracht werden sollte. Die Entscheidung muss lauten: Keine Zulassung, keine Übergangsfristen. Weil die Zulassungsverfahren bisher mangelhaft waren, gehören alle eingesetzten Pestizide auf den Prüfstand, beim konventionellen wie beim ökologischen Landbau. Nur transparente, unabhängige und konsequent am Vorsorgeprinzip orientierte Zulassungsverfahren stellen sicher, dass die Agrarwirtschaft nicht das eine potenziell riskante Mittel durch ein anderes, ebenfalls riskantes Mittel ersetzt.“


Hintergrund:

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten verwendete Unkrautvernichtungsmittel. In Europa läuft die derzeit geltende Zulassung am 15. Dezember 2017 aus. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union müssen über eine weitere Zulassung des Wirkstoffs als Pflanzenschutzmittel entscheiden. In der Wissenschaft tobt ein Streit über die gesundheitlichen Risiken von Glyphosat. Bis heute ist nicht geklärt, ob der Unkrautvernichter für den Menschen krebserregend ist oder nicht. 

Über eine E-Mail-Protestaktion von foodwatch unter www.glyphosat-aktion.foodwatch.de forderten bereits mehr als 50.000 Verbraucherinnen und Verbraucher von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dafür zu sorgen, dass Deutschland gegen eine Neuzulassung stimmt.

 
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