Presse-Statement: foodwatch zum Ernährungsreport von Bundesagrarminister Christian Schmidt

Zum heute vorgestellten Ernährungsreport von Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) erklärt Martin Rücker, Geschäftsführer der Verbraucherorganisation foodwatch: 

„Jetzt wissen wir also, dass 99 Prozent der Menschen in diesem Land gerne Essen haben, das ihnen schmeckt – das ist schon ein dickes Ding! Vor zwei Jahren verdankten wir Herrn Schmidt die Erkenntnis, dass ‚Deutschland‘ am liebsten Nudeln isst. Vergangenes Jahr waren Fleischgerichte plötzlich die Leibspeise der Nation. Und nachdem es das Ministerium vor einem Jahr zum großen ‚Trend‘ erklärte, dass immer weniger Menschen kochen, heißt es nun, dass viele Haushalte ‚oft und gern‘ kochen. Wahrscheinlich haben wir auch diese Trendumkehr Herrn Schmidt zu verdanken. 

Im Ernst: Der jährliche Ernährungsreport von Christian Schmidt vollendet die schleichende Selbstmarginalisierung eines Ministeriums. Statt produktive Politik zu machen, gibt der Bundesernährungsminister ebenso bunte wie belanglose Broschüren heraus. Während mehrere verbraucherpolitische Vorhaben des Koalitionsvertrages nicht umgesetzt werden und längst überfällige Gesetzesinitiativen ausbleiben, ist für eine weitere steuerfinanzierte Broschüre oder Plakatkampagne immer Zeit. Selbst dort, wo die Umfragen Ansatzpunkte für konkretes Handeln liefern, bleiben sie folgenlos: Es ist bekannt, dass sich die Menschen eine bessere Kennzeichnung oder eine gute Tierhaltung in der Landwirtschaft wünschen – doch genau hier wird Minister Schmidt gar nicht aktiv oder bringt lediglich Scheininitiativen auf den Weg.“

       

 
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