Presse-Statement: foodwatch zur Empfehlung der EU-Kommission, eine Zuckersteuer einzuführen

Zur Empfehlung von EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis an die EU-Mitgliedsstaaten, eine Zuckersteuer einzuführen, erklärt Oliver Huizinga von foodwatch:

„Der Gesundheitskommissar hat das Problem erkannt: Wir brauchen endlich auch steuerliche Maßnahmen im Kampf gegen Übergewicht, vor allem bei Kindern. Eine Sondersteuer für die Hersteller von Zuckergetränken ist längst überfällig und wird explizit auch von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Coke und Co. brauchen finanzielle Anreize, um den Zuckergehalt ihrer Produkte zu senken, denn die Getränke sind echte Krankmacher.

Zahlreiche Länder greifen schon durch und führen Abgaben oder Steuern auf zuckrige Getränke ein: Großbritannien, Irland, Spanien, Portugal, Estland, Belgien, Frankreich – die Liste wird immer länger. Doch der in Deutschland zuständige Bundesernährungsminister Christian Schmidt verteufelt das als ‚Zwangsmaßnahmen‘. Damit geht er der Zuckerlobby auf den Leim und macht sich mitverantwortlich für die steigenden Diabetes-Zahlen in Deutschland.“  

Hintergrund:

EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis hatte sich vergangene Woche bei einem Treffen der EU-Gesundheitsminister in Malta für die Einführung einer Zuckersteuer ausgesprochen. In einem Interview mit dem TV-Informationsdienst der Europäischen Kommission „Europe by Satellite“ sagte er auf die Frage „Is the Commission in favour of taxing sugary foods?“:

„It is not up to the Commission, it is up to member states. (…) But it is a very important message that taxation instruments are a very powerful instruments for addressing issues related to all risk factors – sugar, salt, trans-fats, alcohol and tobacco. And of course I am very proud that some countries have started to do this. The European Commission is very positive on those instruments.

 
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