Pressestatement zu Ferkelkastration / Tierhaltung / Landwirtschaft

02.10.2018 Zurück zur Übersicht

Die Spitzen von Union und SPD wollen das zum 1. Januar 2019 greifende Verbot der betäubungslosen Kastration von Ferkeln verschieben. Dazu erklärt Matthias Wolfschmidt, internationaler Kampagnendirektor bei der Verbraucherorganisation foodwatch:

„Frau Nahles, Herr Dobrindt und Herr Brinkhaus wollen die Bundestagsabgeordneten allen Ernstes dazu nötigen, das grausame Mittelalter der betäubungslosen Ferkelkastration zu verlängern. Dabei kann diese blutige und schmerzliche Tortur  Millionen von männlichen Ferkeln sofort durch die Immunokastration erspart werden - ohne Risiken und Nebenwirkungen für aufgeklärte Verbraucherinnen und Verbraucher. Es ist einer modernen, aufgeklärten Demokratie unwürdig, faule Machtkompromisse auf Kosten wehrloser junger Tiere  zu schließen.“

Hintergrund 

Die Spitzen der Großen Koalition wollen das Verbot der betäubungslosen Kastration von Ferkeln um zwei Jahre verschieben. Die Fraktionen sollen dafür im Bundestag eine entsprechende Initiative auf den Weg bringen. Der Bauernverband hatte angesichts der generell schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Schweinehalter dringend für eine Verschiebung geworben und darauf verwiesen, dass es keine praktikablen Alternativverfahren gebe. Das Verbot ab 2019 war bereits mit der Reform des Tierschutzgesetzes 2013 beschlossen worden.

In Deutschland werden Millionen Ferkel wenige Tage nach der Geburt ohne Betäubung kastriert. Diese traditionelle Methode soll vermeiden, dass Fleisch von Ebern einen strengen Geruch und Beigeschmack bekommt. dpa

 
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