Newsletter 21.07.2015

Schlechte Nachrichten

Hallo und guten Tag,

herzlichen Dank an alle, die vor kurzem unsere E-Mail-Aktion für ein wirksames Präventionsgesetz unterzeichnet haben! Das Gesetz ist nun beschlossene Sache. Wir möchten Ihnen ein kurzes Update geben, was daraus geworden ist.

Gemeinsam mit tausenden anderen Bürgerinnen und Bürgern haben Sie die Gesundheitspolitiker im Bundestag aufgefordert, sich für ein wirksames Präventionsgesetz einzusetzen, das auch die Lebensmittelwirtschaft in die Pflicht nimmt. Die zentrale Forderung war: Die Prävention von Fehlernährung, Übergewicht und Adipositas durch gesunde Lebensverhältnisse muss als eigenes Gesundheitsziel in das Präventionsgesetz aufgenommen werden. Das haben wir leider nicht erreicht. Dennoch war Ihr Engagement keineswegs vergebens!

Denn unsere gemeinsame Botschaft hat die Lebensmittelwirtschaft offensichtlich in Aufruhr versetzt: Der Lobbyverein "Die Lebensmittelwirtschaft e.V." behandelt das Thema Präventionsgesetz extra in einer mehrwöchigen Beitragsreihe, in der verschiedene Experten zu Wort kommen. Unter anderem bekommen sie alle folgende Frage gestellt: "Ist das Präventionsgesetz Einfallstor für immer weitere Einschränkungen im Bereich Lebensmittel, wie zum Beispiel Warnhinweise, Werbebeschränkungen und Vorschriften beim Verpackungsdesign?" Daran zeigt sich: Die Lebensmittellobby ist in Alarmbereitschaft – unsere Botschaft ist definitiv angekommen!

Eines können wir Ihnen versprechen: Wir bleiben dran und setzen uns weiterhin dafür ein, dass:

  1. an Kinder gerichtetes Marketing mit Comics und Spielfiguren für ungesunde Lebensmittel aufhört!
  2. verbindliche Standards für Schul- und Kita-Essen erlassen werden!
  3. Schulen werbefreie Räume werden!
  4. Zucker- und Salzanteile in verarbeiteten Produkten reduziert werden!

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dabei weiterhin unterstützen.

Herzliche Grüße

Ihr Oliver Huizinga, Experte für Kinderlebensmittel bei foodwatch, und das gesamte Team

P.S.: Wir kämpfen nicht nur für gesündere Kinderlebensmittel, sondern engagieren uns auch entschieden gegen Freihandel á la TTIP und wir wollen eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln durchsetzen! Unsere Kampagnenarbeit ist nur möglich mit Ihrer Hilfe - bitte unterstützen Sie uns und werden Sie Fördermitglied:

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