Nachricht 16.09.2009

Sommer erklärt Wut-Pressemitteilung zum Geburtstagsgeschenk

So sachlich führt die federführende EU-Abgeordnete und Ampel-Gegnerin Renate Sommer die Debatte über die Nährwertkennzeichnung: Um sich selbst ein Geschenk zum Geburtstag zu machen, beschimpfte sie mal eben foodwatch.

In einer Pressemitteilung ohne erkennbaren zeitlichen Anlass hatte die Berichterstatterin des Europäischen Parlaments, die deutsche Abgeordnete Renate Sommer, foodwatch wüst beschimpft und die Ampelkennzeichnung in ein falsches Licht gerückt. Im Offenburger Tageblatt lieferte die CDU-Politikerin nun eine Erklärung für ihren zu Papier gebrachten Wutanfall. Die Zeitung schreibt: „Belegen kann sie diese Anschuldigungen zwar nicht. Aber: 'Die foodwatch-Kampagne ärgert mich seit über einem Jahr, da wollte ich mir zu meinem Geburtstag eine Freude machen und mal genau so schreiben, wie diese Organisation das macht', begründete die CDU-Politikerin gegenüber der Mittelbadischen Presse, warum ihre Äußerung bewusst provokativ sei.“ Sommer war am 10. September – einen Tag vor Veröffentlichung ihrer Pressemitteilung – 51 Jahre alt geworden. So sachlich wird die Debatte über die Ampelkennzeichnung von der federführenden Abgeordneten also geführt: Den eigenen Geburtstag zum Anlass für wilde Anschuldigungen nehmen – ohne diese aber belegen zu können.