foodwatch-Büro in Paris eröffnet

06.05.2014
Foto: fotolia.com/mozZz

foodwatch hat ein Büro in Frankreich eröffnet. Mit einer Pressekonferenz in Paris wurde heute der Startschuss abgegeben für eine Kampagne gegen Etikettenschwindel und legale Verbrauchertäuschung im Lebensmittelmarkt. Nach Berlin und Amsterdam ist Paris der dritte foodwatch-Standort, das französische Büro leitet die Journalistin Ingrid Kragl.

Mit dem Start in einem weiteren EU-Land macht foodwatch einen großen Schritt auf dem Weg hin zum Aufbau eines internationalen Netzwerks für Verbraucherrechte. Diese Internationalisierung ist wichtig. Denn um dem Lobby-Einfluss der Lebensmittelindustrie etwas entgegenzusetzen, braucht es eine europaweite Verbraucherbewegung. Fast alle wichtigen Gesetze im Lebensmittelsektor werden mittlerweile in Brüssel entschieden – mit unmittelbaren Auswirkungen auf die Verbraucherinnen und Verbraucher in jedem einzelnen Mitgliedsstaat.

Im vereinten Europa lässt sich nicht mehr nur in einem Land für mehr Verbraucherrechte kämpfen. Das Ziel von foodwatch ist daher ein internationales Netzwerk, das sich wirkungsvoll für Verbraucherrechte in Europa einsetzt – das Büro in Paris ist dazu der nächste Schritt. 

Seit 2002 kämpft foodwatch für Verbraucherrechte

Geschäftsführer Thilo Bode hatte foodwatch vor dem Hintergrund der BSE-Krise 2002 in Berlin gegründet. Seit 2010 gibt es ein Büro in den Niederlanden. foodwatch setzt sich für Verbraucherrechte und Lebensmittelsicherheit ein und klärt über Missstände auf – von Fällen legaler Verbrauchertäuschung bis hin zu Recherchen über illegalen Tiermehl-Schmuggel. Als Ergebnis der Kampagnenarbeit wurde etwa in Deutschland ein Grenzwert für die Uran-Belastung von Trinkwasser eingeführt oder der Fastfood-Konzern McDonald's zur Einstellung irreführender Werbung gezwungen. Aktuelle foodwatch-Kampagnen befassen sich unter anderem mit Nahrungsmittelspekulation, Marketingmethoden bei Kinderlebensmitteln und ineffektiven Lebensmittelkontrollen. Einmal im Jahr verleiht foodwatch den „Goldenen Windbeutel", einen Negativpreis für Lebensmittelfirmen, über den Verbraucher im Internet abstimmen können.

Jeder kann Mitglied werden

foodwatch arbeitet als unabhängige Mitgliederorganisation und finanziert sich zum überwiegenden Teil aus Förderbeiträgen. Hinzu kommen Einzelspenden und Stiftungsgelder. Jeder Verbraucher kann Fördermitglied werden. In Deutschland haben sich foodwatch bereits mehr als 28.000 Verbraucherinnen und Verbraucher angeschlossen.

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