Wie foodwatch sich finanziert

foodwatch ist ein gemeinnütziger Verein. Um unabhängig agieren zu können, verzichtet foodwatch auf staatliche Gelder und finanziert sich aus den Beiträgen der Fördermitglieder und aus Spenden.

foodwatch will sicherstellen, dass keine anderen Interessen als die der Verbraucherinnen und Verbraucher die Arbeit beeinflussen. Deshalb lehnt foodwatch staatliche Gelder grundsätzlich ab. Auch Spenden aus der Lebensmittelindustrie und von größeren Unternehmen des Lebensmittelhandels lehnt foodwatch ab. Alle Spenden ab einem Betrag von 500 Euro im Jahr, ob von Unternehmen oder Einzelpersonen, werden überprüft, ob ein Zusammenhang zu den genannten Bereichen besteht. Grundsätzlich werden alle Großspender (ab 5.000 Euro) auf der foodwatch-Internetseite namentlich genannt. Wenn ein Spender oder eine Spenderin aus nachvollziehbaren Gründen nicht auf unserer Internetseite genannt werden möchte, veröffentlichen wir den Namen ausnahmsweise nicht unmittelbar auf der Internetseite, sondern erwähnen den Eingang der Spendensumme und nennen den Namen dann auf Nachfrage. Im Jahr 2017 gab es erstmals einen solchen Fall.

Einnahmen im Jahr 2017

Details zu den Einnahmen im Jahr 2017

Vor allem dank der Unterstützung von 37.399 Förderern (Stand zum Jahresende) erzielte foodwatch 2017 – im 16. Jahr des Bestehens – Einnahmen in Höhe von 3.157.036 Euro. Den überwiegenden Teil (90 Prozent, d.h. 2.843.156 Euro) davon erhielt foodwatch in Form von Mitgliedsbeiträgen und Kleinspenden. Zuwendungen, die 5.000 Euro oder mehr betrugen, bekam foodwatch 2017 von:

  • Buch7.de
  • Gerth, Maik 
  • Gregor Louisoder Umweltstiftung  
  • Schöpflin Stiftung

Darüber hinaus ist die Spende einer Privatperson eingegangen, die ihren Namen aus persönlichen Gründen nicht im Internet veröffentlicht sehen will. Selbstverständlich nennen wir den Spender auf Anfrage. 

Die Einnahmen aus Großspenden, Stiftungen und Erbschaften betrugen 2017 insgesamt 259.100 Euro (8 Prozent der Gesamteinnahmen). Die unter sonstigen Einnahmen zusammengefassten restlichen zwei Prozent (54.780 Euro) beinhalten vor allem Kostenerstattungen von foodwatch Niederlande und foodwatch Frankreich an foodwatch Deutschland sowie kleinere Posten wie Reisekosten für Vorträge und Medienauftritte. Auch Honorare aus Vorträgen, Zinserträge und Zahlungen aus Bußgeldverfahren fließen hier ein.

Ausgaben im Jahr 2017

Details zu den Ausgaben im Jahr 2017

Im Jahr 2017 konnte foodwatch ein Budget von insgesamt 3.026.070 Euro für die Arbeit einsetzen.

Kampagnen

Kern der foodwatch-Arbeit sind die Kampagnen für das Recht der Verbraucherinnen und Verbraucher auf qualitativ gute, sichere und ehrliche Lebensmittel. Die Kampagnen-Verantwortlichen identifizieren Probleme, analysieren die Ausgangssituation, geben wissenschaftliche Studien sowie Labor-Tests in Auftrag und bestimmen Ziele und Strategien der foodwatch-Aktivitäten. Zu den Elementen einer Kampagne gehören auch die Information und die Mobilisierung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Ausgaben im Bereich Kampagnen betrugen 2.030.878 Euro, das entspricht 67 Prozent der Jahresausgaben.

Im Jahr 2017 standen die Themen Etikettenschwindel, Zucker in Lebensmitteln, der Fipronil-Skandal, Tierhaltung und das europäisch-kanadische Freihandelsabkommen CETA im Fokus. Zudem haben wir die Kampagnenarbeit unserer noch im Aufbau befindlichen foodwatch-Organisationen in den Niederlanden und in Frankreich unterstützt. Damit verfolgen wir das Ziel, eine größere Wirkung als Verbraucherorganisation in einem EU-weit stark harmonisierten Markt zu entfalten.

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Für den „Spiegel“ ist foodwatch „ein kleiner effizienter Stab knallharter PR-Profis“ – und für die „Zeit“ überzeugt die Organisation „mit ihren seriösen Informationen“. foodwatch hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen der Verbraucher in der Öffentlichkeit zu vertreten. Das geht nicht ohne professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Druck der Öffentlichkeit und der Medien ist unverzichtbar, damit Unternehmen verbraucherfreundlicher werden und Politiker im Sinne der Verbraucher aktiv werden. Eine aktive Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, eine Internetseite, die regelmäßig aktualisiert wird, sowie Online-Aktionen sind deshalb ein wichtiger Teil der Arbeit. Im Jahr 2017 gab foodwatch 211.146 Euro, und damit 7 Prozent der Gesamtausgaben, für diesen Posten aus.

Förderer- und Spendenwerbung

Mitgliederorganisationen müssen „Marketing“, das heißt vor allem Mitgliederwerbung, betreiben. Insbesondere wenn sie – wie foodwatch – unabhängig bleiben wollen und keine staatlichen Fördergelder annehmen. Denn Tatsache ist: Fördermitglieder kommen nicht von allein. Maximal 20 Prozent der Förderer von Mitgliederorganisationen werden spontan Mitglied – die anderen müssen gefragt beziehungsweise geworben werden. foodwatch setzt beim Marketing vor allem das Telefon sowie Schreiben per E-Mail ein. Auf diesen Wegen informiert foodwatch potenziell interessierte Bürger und bemüht sich, sie als Fördermitglieder zu gewinnen. Im Jahr 2017 investierte foodwatch 304.512 Euro (10 Prozent) in die Förderer- und Spendenwerbung.

Diese Ausgaben sind eine Investition in die Zukunft: Fördermitglieder sichern mit ihren Beiträgen die finanzielle Basis der weiteren Arbeit. Und sie verleihen der Stimme von foodwatch in der Öffentlichkeit Gewicht. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die Ausgaben für Spendenwerbung wirtschaftlich sind. Die Wirtschaftlichkeit ist bei foodwatch sehr hoch: In einem Betrachtungszeitraum von zwei Jahren erhalten wir in etwa das Doppelte des eingesetzten Betrages zurück. Das bedeutet: Für jeden Euro, den wir für Marketing ausgeben, fließen in zwei Jahren gut zwei Euro auf das foodwatch-Konto – und stärken damit direkt unsere Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit.

Fördererbetreuung und Service

Aus vielen Informationen resultieren auch viele Fragen. Für Nachfragen und Anregungen von Interessenten und Mitgliedern bietet foodwatch ein Informations- und ein Mitglieder-Telefon sowie eine Ernährungsberatung an. Jederzeit können Mitglieder auch telefonisch oder per Mail ihre bei foodwatch hinterlegten Daten aktualisieren lassen, die Zahl der Anfragen von Verbraucherinnen und Verbrauchern per E-Mail oder Telefon steigt kontinuierlich. Im Jahr 2017 war foodwatch dieser Service 242.053 Euro wert und damit 8 Prozent der Gesamtausgaben.

Verwaltung

Auch bei foodwatch läuft nichts ohne ein gut ausgestattetes Büro und eine fundierte Organisation. Verwaltung, Buchhaltung und Assistenz sowie die externe Datenschutzbeauftragte bilden die Basis für unsere Arbeit und kosteten im Jahr 2017 insgesamt 237.481 Euro, das sind 8 Prozent der Ausgaben.

Wirtschaftsprüfungsbericht

foodwatch lässt den Jahresabschluss jedes Jahr (freiwillig) von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer testieren. Der steuerliche Jahresabschluss 2017 ist geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Wirtschaftsprüfungsbericht

foodwatch lässt den Jahresabschluss jedes Jahr (freiwillig) von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer testieren. Der steuerliche Jahresabschluss 2017 ist geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

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Entwicklung der Einnahmen


201720162015
Förderbeiträge und Spenden

 

2.843.156 € 

(90%)

 

2.743.117 €

(88%)

2.481.542 €

(86%)

Großspenden, Erbschaften, Stiftungen

259.100 €

(8%) 

261.317 € 

(8%)

243.170 €

(8%)

Sonstige Einnahmen

54.780 €

(2%)

101.251

(3%)

160.251 €

(6%)

Gesamt

3.157.036 €

(100%) 

3.105.685 €

(100%)

2.884.963 €

(100%)

Namen der Großspender und Sponsoren (ab 5.000 €)

Buch7.de

 

Gerth, Maik

 

Gregor Louisoder Umweltstiftung

 

*Privatspende

 

Schöpflin Stiftung

Gregor Louisoder Umweltstiftung; 


Moll bauökologische Projekte GmbH;

 

Overbeck, Detlef;

 

Schöpflin Stiftung;

 

Steckel, Nathalie

Gregor Louisoder Umweltstiftung,

 
Schöpflin Stiftung

*Wenn ein Spender oder eine Spenderin aus nachvollziehbaren Gründen nicht auf unserer Internetseite genannt werden möchte, veröffentlichen wir den Namen ausnahmsweise nicht unmittelbar auf der Internetseite, sondern erwähnen den Eingang der Spendensumme und nennen den Namen dann auf Nachfrage. Im Jahr 2017 gab es erstmals einen solchen Fall.

Entwicklung der Ausgaben


201720162015
Kampagnen

2.030.878 €

(67%)

1.943.885 €

(65%)

1.506.504 €

(61%)

davon Unterstützung an
foodwatch Frankreich25.000115.000105.000
foodwatch Niederlande600.000500.000277.500
Medien- und
Öffentlichkeitsarbeit

211.146 €

(7%)

321.135 €

(11%)

360.035 €

(14%)

Förderer- und
Spendenwerbung

304.512 €

(10%)

224.894 €

(7%)

194.407 €

(8%)

Fördererbetreuung
und Service

242.053 €

(8%)

258.453 €

(9%)

230.637 €

(9%)

Verwaltung

237.481 €

(8%)

256.072 €

(8%)

194.764 €

(8%)

Gesamt

  3.026.070 €

(100%)

3.004.439 €

(100%) 

2.486.347 €

(100%)


Zuletzt geändert am 03.09.2018
 
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