Nestlé & Danone: Vergiftete Babynahrung, wochenlanges Schweigen
Seit Anfang Dezember wusste Nestlé, dass seine Babyprodukte mit einem giftigen Toxin belastet sind. Aber die Eltern informieren oder Produkte öffentlich zurückrufen? Erst Wochen später. Cereulid kann bei Säuglingen schon in 30 Minuten zu Erbrechen und Durchfall führen. Nun sind auch Produkte von Danone von der Kontamination betroffen.
Wir haben deswegen in Frankreich Anzeige gegen Nestlé erstattet. Bereits acht betroffene Familien haben sich der Klage angeschlossen, weitere bereiten sich darauf vor. Es wird ein entscheidender Kampf gegen den Industrieriesen. Mit Ihrer finanziellen Hilfe können wir laufende Kosten decken, wie zum Beispiel Anwaltsgehälter. Möchten Sie die betroffenen Familien und foodwatch unterstützen?
Was passiert ist und warum es so schlimm ist
Der Skandal trifft besonders hart: Babys gehören zu den verletzlichsten Menschen überhaupt. Cereulid kann bei Säuglingen schnell zu Erbrechen und Durchfall führen. Nestlé wusste seit Anfang Dezember davon. Behörden in mehreren EU-Ländern wussten davon. Und nun sind 60 Länder einschließlich Deutschland betroffen.
Seit wann wusste Nestlé von dem Gift in Produkten auf dem deutschen Markt? Warum wurden Eltern nicht vorsorglich über eine Gefahr informiert, weder durch den Konzern noch die Behörden?
Wie foodwatch hilft
Ohne foodwatch wäre dieser zeitliche Ablauf nie öffentlich geworden. Wir haben Behörden in den Niederlanden, Österreich und Frankreich kontaktiert. Wir haben EU-Meldeportale durchforstet, Zeitstempel verglichen, Rückrufe in verschiedenen Ländern analysiert.
Jetzt klagen wir. Acht Familien, deren Babys erkrankt sind, haben sich unserer Anzeige in Frankreich angeschlossen, weitere bereiten sich darauf vor. Auch in Deutschland melden sich viele besorgte Eltern bei foodwatch.
Falls Ihr Kind auch Beschwerden hatte, nachdem Sie es mit Säuglingsnahrung von Nestlé oder Danone gefüttert haben, melden Sie sich gerne unter service@foodwatch.de.
Was foodwatch fordert
Deshalb kämpft foodwatch für echte Konsequenzen. Wir fordern: ein Unternehmensstrafrecht, das wirklich wehtut. Geldstrafen, die sich am Umsatz orientieren. Und klare Veröffentlichungspflichten: Wenn Produkte gefährlich sind, müssen Unternehmen und Behörden sofort informieren. Ohne Lücken. Und nicht einen Monat später. Diesmal traf es Säuglinge. Wen als nächstes?