Video: So gefährlich sind Energy Drinks wirklich
Hallo und guten Tag,
letzte Woche haben wir hier von Bundesernährungsminister Christian Schmidts Aussage in der BILD-Zeitung berichtet. Es gebe „vorerst keine Gründe für ein Abgabeverbot“ von Energy Drinks an Kinder und Jugendliche. Diese Woche bestätigt nun eine breit angelegte Studie der EU-Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA): Vor allem Jugendliche nehmen durch Energy Drinks gefährlich viel Koffein auf.
Die süßen Wachmacher stehen also zurecht seit langem in der Kritik. Denn die möglichen Nebenwirkungen sind immens: Herz-Rhythmus-Störungen, Krampfanfälle, Nierenversagen, ja sogar von Todesfällen ist die Rede. Deshalb fordern wir – wie auch Forscher der Weltgesundheitsorganisation (WHO): Schluss mit Energy Drinks für Kinder und Jugendliche!
Unser Bundesernährungsminister aber will davon nichts wissen. Der Tageszeitung Passauer Neue Presse sagte er diese Woche sogar: „Wir können leider nicht beeinflussen, dass es immer mehr Menschen geben wird, (…) die Warnhinweise ignorieren.“ Wir meinen: Politisch verantwortliches Handeln zum Schutz von Kindern sieht anders aus. Wohl auch deshalb gab es in dieser Woche einen Bericht zu diesem Thema in der ZDF-Sendung Frontal21, wo Bundesernährungsminister Christian Schmidt ein Interview abrupt beendet.
Jetzt Video ansehen und E-Mail-Aktion an Christian Schmidt unterschreiben:
www.foodwatch.de/aktion-energydrinks
Sie haben schon unterschrieben? Dann sehen Sie sich bitte hier das Video an und leiten Sie die Aktion über diesen Link an alle Freunde und Bekannte weiter. Vielen Dank!
Wir verstehen nicht, warum der Bundesernährungsminister alle Expertenwarnungen ignoriert und Kinder solchen gesundheitlichen Risiken aussetzt. Die von der EFSA europaweit angelegte Studie zeigt eindeutig: Kinder und Jugendliche nehmen gefährlich viel Koffein zu sich – vor allem durch Energy Drinks. Experten der WHO hatten erst im Oktober 2014 eine Studie zu den Gesundheitsrisiken veröffentlicht und ein Verkaufsverbot an Kinder und Jugendliche ausdrücklich empfohlen. Auch der EU-Kommissar für Gesundheit, Vytenis Andriukaitis, findet die steigende Beliebtheit von Energy Drinks bei Kindern und Jugendlichen in Europa und den damit verbundenen Koffeinkonsum „besorgniserregend“. Er selbst hatte zuvor als litauischer Gesundheitsminister einen Verkaufsstopp in Litauen an Minderjährige erfolgreich durchgesetzt. Die Bundesregierung stellt sich taub.
Auch die Unionsfraktionsvize Gitta Connemann (CDU) äußerte sich gegenüber der Tageszeitung Passauer Neue Presse in diesem Zusammenhang: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“ und meint damit den kleinen, kaum lesbaren Hinweis auf Energy Drinks, von dem sich Kinder und Jugendliche kaum abschrecken lassen werden. Das Problem hierbei aber, liebe Frau Connemann, ist, dass Schüler Hausaufgaben haben, Politiker aber Verantwortung. Ja, auch Eltern tragen eine Verantwortung – keine Frage.
Aber Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und das deutsche Lebensmittelrecht gebietet es, „den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher durch Vorbeugung gegen eine oder Abwehr einer Gefahr für die menschliche Gesundheit sicherzustellen“ (LFGB §1 (1)).
Durch den süßen Geschmack und das gezielte Marketing sind die Energy Drinks – anders als etwa der ebenfalls koffeinhaltige Kaffee – gerade bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Einer früheren EFSA-Studie zufolge greifen 68 Prozent der Teenager zu den Getränken. Ein 12-jähriger Junge mit 50 kg Körpergewicht überschreitet schon mit einer 0,5 Liter Dose die empfohlene Höchstmenge an Koffein. Millionen Jugendliche in Europa konsumieren allerdings regelmäßig deutlich mehr der Getränke – nicht selten in Kombination mit Alkohol oder sportlicher Betätigung, was die Gefahr von Nebenwirkungen abermals erhöht. Darauf geht übrigens auch der von Herrn Schmidt und Frau Connemann so gelobte Warnhinweis mit keiner Silbe ein.
Für die Hersteller ist das Spiel mit der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen äußerst lukrativ. Es ist die Aufgabe der Politik, diesem makabren Spiel von Red Bull, Monster & Co. einen Riegel vorzuschieben – jetzt!
Deshalb: Sehen Sie sich jetzt das Video an und bitte unterzeichnen Sie die Unterschriften-Aktion: www.foodwatch.de/aktion-energydrinks
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