Newsletter 12.09.2013

Was heißt da mündiger Verbraucher? Wir werden doch täglich entmündigt!

Hallo und guten Tag,

seit Jahren entlarven mein Team und ich erfolgreich die Werbelügen der
Lebensmittelkonzerne. EINE SPANNENDE AUFGABE, DIE MICH ALLERDINGS OFT FASSUNGSLOS MACHT UND NOCH ÖFTER ÄRGERT. Zahlreiche Werbelügen konnten wir stoppen, etliche Produkte mussten die Essensfälscher aus den Regalen nehmen. Doch Lernfähigkeit gehört nicht zu den herausragenden Eigenschaften der Lebensmittelindustrie:

GEBETSMÜHLENARTIG SCHÄUMT SIE: "REINE SKANDALISIERUNG! BEVORMUNDUNG DES VERBRAUCHERS! DER MÜNDIGE VERBRAUCHER KANN ENTSCHEIDEN, DENN ES STEHT ALLES DRAUF, WAS DRIN IST"!

Schön wäre es, können wir da nur sagen. Wie sollen denn Verbraucher mündig
entscheiden, wenn sie permanent von der Lebensmittelindustrie in die Irre
geführt werden?

BEISPIELE GEFÄLLIG?

1. GENTECHNIK: Verbraucher können nicht feststellen, ob Fleisch, Milch, Eier,
Joghurt oder Käse MIT Gentechnik hergestellt werden, also von Tieren stammen, die mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert wurden. Das bedeutet: Wir werden entmündigt – wir können NICHT wählen, ob wir Gentechnik im Essen unterstützen wollen oder nicht!

2. SMILEY-SYSTEM: Lebensmittelkontrolleure beanstanden seit vielen Jahren jeden vierten (!) Lebensmittelbetrieb vor allem wegen hygienischer Mängel. Doch wir dürfen nicht wissen, in welchen Restaurants die Kontrolleure Mäusekot in der Küche gefunden haben, weil die Lebensmittelwirtschaft gegen jede Veröffentlichung Sturm läuft. Das bedeutet: Wir werden entmündigt! WIR KÖNNEN NICHT (WIE IN DÄNEMARK) DAS SAUBERE RESTAURANT AUFSUCHEN UND DIE SCHMUDDELBUDEN MEIDEN.

3. VERSTECKTE TIERE: Gelatine – meist aus Schweineschwarte hergestellt – ist in Obstsaft und Schweineborsten sind im Brot versteckt. Fisch- und
Geflügelbestandteile befinden sich in Chips ohne irgendeine Kennzeichung! Das
bedeutet: Wir werden in einer ganz fundamentalen Frage entmündigt – WIR KÖNNEN NICHT BEWUSST AUF TIERISCHE PRODUKTE VERZICHTEN!

4. HERKUNFTSANGABEN: Das Fleisch für den Schwarzwälder Schinken kann aus ganz Europa (ja sogar aus Neuseeland!) kommen – wir erfahren es nicht. Und die Früchte von Marmelade können aus Südamerika kommen – wir erfahren es nicht. Wo regional drauf steht, muss noch lange nicht regional drin sein. Das bedeutet: Wir werden entmündigt! WIR KÖNNEN UNS NICHT VERLÄSSLICH MIT REGIONALEN PRODUKTEN ERNÄHREN.

5. KÄFIGEIER: Eier in Fertigprodukten stammen in den allermeisten Fällen von
Hühnern, die in Käfigen oder – was kaum tiergerechter ist – in
Kleingruppenkäfigen gehalten werden. Das bedeutet: Wir Verbraucher werden
entmündigt und zu ZWANGSUNTERSTÜTZERN VON TIERQUÄLEREI!

Liebe foodwatch-Interessierte, diese Liste ist bei weitem nicht vollständig. Aber
sie macht deutlich: Die Appelle der Industrie an die vermeintlich mündigen
Verbraucher sind plumpe Ablenkungsmanöver. Wie sollen denn mündige Verbraucher mündig entscheiden, wenn sie permanent und vorsätzlich in die Irre geführt werden?

Wir von foodwatch wollen, dass Schluss ist mit der Irreführung! Wir wollen, dass mündige Verbraucher endlich mündig entscheiden können. Aber dazu müssen die Politiker die Vorschriften ändern. Und das, liebe foodwatch-Interessierte, machen sie nicht freiwillig. Das funktioniert nur mit Druck. Aus diesem Grund habe ich foodwatch gegründet! Und aus diesem Grund bitte ich Sie: Helfen Sie uns dabei und werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch!

www.foodwatch.de/mitglied-werden

DOCH DER KAMPF FÜR MEHR VERBRAUCHERRECHTE IST EINE GEWALTIGE AUFGABE. WIR SIND LEDIGLICH 14 HOCHMOTIVIERTE AKTIVISTEN, DIE MIT VERSCHWINDEND GERINGEN MITTELN GEGEN ÜBERMÄCHTIGE GEGNER ANTRETEN. Bitte unterstützen Sie mich und das gesamte foodwatch-Team, damit unsere Organisation noch stärker wird.

Helfen Sie uns dabei, den Druck auf Politik und Konzerne zu verstärken, indem Sie sich foodwatch als Förderer/Förderin anschließen. Damit strikte Regeln Pferdefleisch in der Rindfleisch-Lasagne verhindern und unmoralische Werbemethoden in Schulen und Kindergärten unterbinden. Damit Sie nicht mehr getäuscht und in die Irre geführt werden!

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Jedes neue foodwatch Mitglied ist ein Stachel im Fleisch der
Nahrungsmittelkonzerne! Werden Sie deshalb Förderin/Förderer von foodwatch:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Um wirksam die Gesetzgebung beeinflussen zu können, müssen wir unser
hochqualifiziertes Team, Gutachten und Studien aber auch teure Gerichtsverfahren finanzieren. Deshalb brauchen wir Ihre Hilfe. Gehen Sie diese Ziele gemeinsam mit uns an!

WIR VERBRAUCHER MÜSSEN UNS ZUSAMMENTUN, DAMIT UNSERE STIMME ENDLICH GEHÖRT WIRD! DAHER BITTE ICH SIE GANZ PERSÖNLICH: WERDEN SIE FOODWATCH-FÖRDERIN/FÖRDERER:

www.foodwatch.de/mitglied-werden

Vielen Dank und herzliche Grüße,

Ihr
Thilo Bode
Geschäftsführer