Die Hungermacher im globalen Rohstoff-Kasino

Pokerspiel um Nahrungsmittel

Das ist das Problem

Wird Essen teurer, entsteht Hunger. Finanzmarktspekulationen mit Nahrungsmitteln sind daher unverantwortlich: Durch Wetten auf die Preisentwicklung von Agrar-Rohstoffen wie Mais oder Weizen treiben Investmentbanken die Preise für Nahrungsmittel in die Höhe. Sie sind mitschuldig an der Hungerkrise der Welt. Ein Problem, das uns alle angeht: Für die Zockerei im globalen Rohstoff-Kasino setzen Banken Geld ein, das wir in Lebensversicherungen oder Pensionsfonds investieren. 

Das ist der Stand

Die internationale Politik schaut dem Treiben der Investmentbanken hilflos zu. Es gibt bislang keine effektive Regulierung der Spekulation mit Nahrungsmitteln. Die Finanzmarktrichtlinie MiFID 2 sollte das Treiben an den Märkten eindämmen durch sogenannte Positionslimits, also eine Begrenzung der Anzahl spekulativer Kontrakte. Allerdings sollen die Limits nicht von einer zentralen europäischen Aufsichtsbehörde, sondern von jedem EU-Staat selbst bestimmt werden. Dadurch ist ein Standortwettbewerb der Finanzplätze um die laxeren Limits programmiert. Die Richtlinie ist somit nicht geeignet, die exzessive Spekulation einzudämmen.

Das fordert foodwatch

foodwatch hat die europäische Politik aufgefordert, folgende Regulierungsmaßnahmen durchzusetzen:

  • Wirksame Positionslimits: Der rein spekulative Handel mit Rohstoff-Futures muss begrenzt werden. Die Limits sollten zentral von der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) festgelegt werden.
  • Ausschluss institutioneller Anleger wie Versicherungen vom Rohstoffgeschäft
  • Verbot von Publikumsfonds und Zertifikaten für Rohstoffe
Zuletzt geändert am 27.10.2016

Gegen Nahrungsmittel-Spekulation!

Unterschriften. Sind Sie schon dabei?

Die Spekulation mit Agrar-Rohstoffen kann die Nahrungsmittelpreise drastisch in die Höhe und damit Menschen in den Hunger treiben. Investmentbanken müs­sen mit dieser unmoralischen Zockerei aufhören! Mehr erfahren

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