Imitatprodukte, falsche Slogans und legale Täuschung

Das ist das Problem

Früchtetee ohne namensgebende Früchte, Zuckerbomben als Fitness-Produkt, vermeintliche Gesundheitswunder mit Nebenwirkungen: Täuschung ist bei verpackten Lebensmitteln nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Hersteller tricksen, um ihr Produkt besser aussehen zu lassen, sie tricksen, weil es die Wettbewerber auch tun – und sie tricksen, weil es häufig ganz legal ist und keine Behörde einschreiten kann. 

Das ist der Stand

2007 hat foodwatch erstmals von „legaler Täuschung“ gesprochen und seitdem immer wieder für den alltäglichen Etikettenschwindel öffentlich kritisiert. Inzwischen hat die Politik – zumindest in Ansätzen – reagiert. Im Jahr 2011 schaltete die damalige Bundesregierung die Seite lebensmittelklarheit.de online, auf der Verbraucher sich über irreführende Produkte beschweren können. Das Problem ist also erkannt und anerkannt – aber mit einer Internetseite noch lange nicht gelöst.

Das fordert foodwatch

So lange Täuschung legal bleibt, werden die Unternehmen nichts ändern. Deshalb muss morgen verboten sein, was heute erlaubt ist. Selbst erfundene Siegel und freiwillige Selbstverpflichtungen der Industrie helfen da nichts, sondern nur klare gesetzliche Vorgaben für verständliche Produktinformation. foodwatch fordert, Gesetzeslücken zu schließen und die Unternehmen zu verpflichten, die wichtigsten Informationen verständlich auf die Packung zu schreiben und hat dazu einen 15-Punkte-Plan vorgelegt.

Zuletzt geändert am 27.01.2016

 
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