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  • 12.07.2016

    Was erwarten Verbraucher von „alkoholfreiem“ Bier?

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    • All diese Biere findet man im Supermarkt mit der Etikettierung „alkoholfrei“.
    • Nur diese Biere sind aber wirklich alkoholfrei, enthalten also tatsächlich keinen Restalkohol.
    • Bei diesen vier Bieren steht nicht einmal im Kleingedruckten, wie viel Restalkohol drin steckt – Verbraucherinnen und Verbraucher werden also gänzlich im Unklaren darüber gelassen, dass diese „alkoholfreien“ Biere noch einen gewissen Anteil Alkohol enthalten.
    • Auf diesen Bieren ist der Alkoholgehalt gekennzeichnet, wie es der Deutsche Brauerbund seinen Mitgliedern empfiehlt. 
    • Doch diese freiwillige Kennzeichnung verstecken die Brauer im Kleingedruckten, auf der Rückseite oder dem Flaschenhals. Die irreführende Angabe „alkoholfrei“ steht dagegen groß vorn auf dem Etikett.
    • Wenn ein Bier sich „alkoholfrei“ nennt, erwarten Verbraucherinnen und Verbraucher mehrheitlich jedoch, dass tatsächlich kein Alkohol drin steckt – bei einer repräsentativen Emind-Umfrage formulierten fast zwei Drittel der Befragten diese Erwartung. 
    • Fast die Hälfte der Befragten fand den Begriff „alkoholarm“ am treffendsten als Bezeichnung für ein Bier mit einem Alkoholgehalt von 0,4 Prozent. Nur 10,6 Prozent hielten „alkoholfrei“ für die richtige Kennzeichnung.
    • 84,5 Prozent der Befragten sprachen sich in der Emind-Umfrage zudem dafür aus, den Alkoholgehalt auch in Prozent auf der Flasche anzugeben. (Quelle: Emnid-Umfrage im Auftrag von foodwatch, 1.000 Befragte, Zeitraum 25.5.-6.6.2016).

    Die meisten „alkoholfreien“ Bieren enthalten einen Restalkohol von bis zu 0,5 Prozent – ein Hinweis dazu versteckt sich, wenn überhaupt, im Kleingedruckten. Die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher erwartet bei der Kennzeichnung „alkoholfrei“ allerdings, dass gar kein Alkohol enthalten ist. Gesetzliche Vorgaben dazu fehlen. 

  • 21.06.2016

    Wie Politik und Wirtschaft uns über TTIP und CETA täuschen

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    TTIP und CETA hebeln das in der Verträgen der Europäischen Union und stellen so das aktuelle Niveau des Gesundheits- und Verbraucherschutzes in Frage. Das belegt eine Studie internationaler Rechtsexperten, die foodwatch am 21. Juni 2016 in Berlin vorgestellt hat. Politiker in Brüssel und Berlin behaupten hingegen immer wieder, das Vorsorgeprinzip sei nicht in Gefahr – siehe Zitatesammlung in der Fotostrecke. Mehr

  • 06.06.2016

    Fußball-Nationalspieler werben für Junkfood

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    • Fußballstars stehen bei Kindern hoch im Kurs, sie werden geradezu vergöttert. Deshalb hat der DFB eine besondere Verantwortung, wenn er Werbeverträge abschließt. Das Problem: Der DFB erlaubt ausgerechnet Coca-Cola mit den Gesichtern der Nationalspieler für zuckrige Cola zu werben.
    • Klar, Cola ist ungesund. Das lernen wir bereits als Kinder. Doch wie viel Zucker in einer einzigen 330ml-Dose steckt, ist für viele trotzdem überraschend: Es sind stolze 35 Gramm. Umgerechnet macht das 11,5 Zuckerwürfel in einer einzigen Dose! Wer täglich Cola trinkt, hat ein nachweislich höheres Risiko für Übergewicht und Diabetes Typ II.
    • „Hol dir deine Helden“ heißt es auf der Aktionspackung zu der EM-Dosen-Sammelaktion. Jede Packung enthält zehn Dosen à 330ml. Insgesamt macht das demnach je Aktionspackung sage und schreibe 115 Zuckerwürfel. Das Problem: Flüssige Kalorien aus Cola sind immer zusätzlich Kalorien, die kein Sättigungsgefühl verursachen. 
    • Wer alle 24 Sammeldosen trinkt, verzehrt insgesamt etwa 840 Gramm flüssigen Zucker beziehungsweise 280 Zuckerwürfel. Das ist alles andere als gesund. Der DFB sollte die Werbepartnerschaft mit Coca-Cola so schnell wie möglich beenden. Kindermarketing mit Fußballstars sollte nur für gesunde Produkte betrieben werden:&nbsp;<link 2445>Jetzt an den DFB schreiben!</link>

    Der DFB erlaubt ausgerechnet Coca-Cola, Ferrero und McDonald's, mit der Fußball-Nationalelf zu werben – und das, obwohl Werbung mit Fußballstars eindeutig Kinder anspricht und Kinder ohnehin zu viel Süßigkeiten und Zuckergetränke verzehren. MEHR

  • 05.04.2016

    Vitaminwerbung auf unausgewogenen Produkten

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    • Gesundheitsschwindel im großen Stil: foodwatch hat die Nährwertzusammensetzung von mehr als 200 Produkten untersucht, die auf der Verpackungsvorderseite mit Vitaminen beworben werden. Das Ergebnis: Knapp 90 Prozent davon sind zu süß, zu fettig oder zu salzig! Gezielt wird unausgewogenen Lebensmitteln mit Vitaminzusätzen ein gesundes Image verpasst.
    • Zugesetzte Vitamine verleihen vielen Süßigkeiten einen gesunden Anstrich. Und das ganz legal, denn bisher gibt es keine Mindestanforderungen an die Nährwertzusammensetzung der Produkte, die mit Gesundheitsbotschaften beworben werden. Die absurde Folge: Sogar nahezu purer Zucker wie Dextro Energy darf als gesunder Vitaminspender daherkommen.
    • Jede Menge Hals-und Hustenbonbons werden mit zugesetztem Vitamin C beworben. Schließlich soll das Vitamin ja gegen Erkältungen helfen. Dafür gibt es jedoch gar <link https://www.dge.de/presse/pm/vitamin-c-und-zink-tabletten-verhindern-oder-heilen-erkaeltung-nicht/>keinen Beweis</link>. Vielmehr soll darüber hinweg getäuscht werden, dass auch Bonbons nichts weiter sind als eine Süßigkeit.
    • Vitamine machen aus einer Limo keinen gesunden Durstlöscher, sondern einen Gesundheitsschwindel. Schon ein bis zwei Dosen Zuckergetränk am Tag erhöhen das Risiko für Übergewicht um 27 Prozent und das Risiko für Diabetes Typ II um 26 Prozent. Werbung mit zugesetzten Vitaminen verleiht gesüßten Getränken also vollkommen unbegründet ein gesundes Image.
    • Sogar Energy-Drinks werden mit „B-Vitaminen“ beworben. Diese sollen angeblich für Energie sorgen. Doch die Getränke können Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle und Nierenversagen verursachen. Besonders für Kinder kann die aufgenommene Menge Koffein schnell gefährlich werden. Hinzu kommt: Sie enthalten bis zu 15 Prozent Zucker. Damit sind sie alles andere als gesund.
    • Auch viele Säfte oder Smoothies werben mit Vitaminen – <a ></a><a >und nur selten verlassen sich die Hersteller dabei auf den natürlichen Vitamingehalt der Früchte</a>. Ein Glas Saft kann zwar laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung <link https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/smoothies-obst-aus-der-flasche/>eine der empfohlenen fünf Portionen Obst oder Gemüse am Tag ersetzen</link>. Als Durstlöscher ist Saft aber nicht geeignet, denn er enthält etwa so viel Zucker wie Coca-Cola.
    • Im Kühlregal werden unter anderem zuckrige Fruchtzwerge-Joghurts und gesüßte Müller-Milchgetränke mit Vitaminen beworben. Nach dem Nährwertprofilmodell der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa, welches eine Einteilung von Lebensmitteln anhand ihrer Nährwertzusammensetzung ermöglicht, sind diese Produkte jedoch unausgewogen.
    • Die Ferdi Fuchs-Würste von Stockmeyer werden mit Onlinespielen und Comics an Kinder vermarktet. Für die Eltern wird auf der Verpackung der Nutzen der zugesetzten Vitamine beworben. So soll die Wurst zu einem normalen Energiestoffwechsel, einer normalen Funktion des Immunsystems und zu einer normalen geistigen Leistung beitragen. Der Haken: Die Würste enthalten allesamt zu viel Fett. Und häufig <link http://www.bfr.bund.de/cm/343/bfr_empfiehlt_massnahmen_zur_verringerung_des_salzgehaltes_in_lebensmitteln.pdf>zu viel Salz</link>.
    • foodwatch fordert: Nur nach dem WHO-Modell ausgewogene Produkte sollten mit Gesundheitsbotschaften beworben werden dürfen. Zum Beispiel: Dieser Salat-Mix mit beworbenen Vitamin A und K. 

Schreiben Sie jetzt an die EU-Parlamentarier und fordern Sie: <link 2391>Irreführende Gesundheitswerbung stoppen!</link>

    Zu süß, zu fettig oder zu salzig – foodwatch hat die Nährwertzusammensetzung von Produkten mit Vitaminwerbung untersucht. Ergebnis: 90 Prozent der Produkte sind ungesund.  MEHR

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