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In den Medien

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  • 01.10.2014

    Goldener Windbeutel 2014: foodwatch-Aktion bei Nestlé

    Fotostrecke (11 Bilder)
    • Vor der Nestlé-Firmenzentrale in Frankfurt: foodwatch-Aktivist Oliver Huizinga erklärt, warum Nestlé den Goldenen Windbeutel mehr als verdient hat...
    • ...Denn Ärzte raten von Trinkmahlzeiten wie denen der Nestlé-Marke Alete wegen des Risikos der Überfütterung und der frühkindlichen Kariesbildung grundsätzlich ab.
    • Und auf geht es zum Haupteingang der Firmenzentrale...  
    • Gleich wird das foodwatch-Team einen kurzen Stopp einlegen, um die Leitern zum Einsatz zu bringen. 
    • Die Litfaßsäule vor der Konzernzentrale, die gerade noch eine Reminiszenz an den Firmengründer Heinrich Nestlé gezeigt hatte, überkleistern die foodwatch-Aktivisten kurzerhand, um die Gewinner-Botschaft weithin sichtbar zu machen. 
    • Während die Konzernspitze für ein Gespräch nicht zur Verfügung steht, erklärt Unternehmenssprecher Achim Drewes vor dem Nestlé- Hochhaus lediglich ...
    • ... Nestlé sei der Kritik von Kinderärzten mit Produktänderungen bereits vor Jahren nachgekommen. Die Alete Trinkmahlzeiten seien „bedenkenlos“ und für „Babys ab dem 10. Monat geeignet“.
    • Der Konzern hat sich offenbar gründlich auf die Übergabe vorbereitet: Ein Aufsteller informiert darüber, was aus Nestlé-Sicht „Fakt ist“. Nestlé lässt sich also nicht im Geringsten davon beeindrucken, dass Ärzte schon seit langem vor den Trinkmahlzeiten warnen.
    • Und der Goldene Windbeutel? „Den können Sie gleich wieder mitnehmen“, so der Unternehmenssprecher. 
    • Also kann die Trophäe auch in diesem Jahr nicht übergeben werden und kehrt wieder zurück ins Berliner foodwatch-Büro.
    • Aber die „Sieger-Urkunde“, die&nbsp;ließ&nbsp;foodwatch&nbsp;dennoch da. Und da Nestlé sich bisher kein bisschen einsichtig zeigt, ist jetzt Ihre Unterstützung gefragt:&nbsp;Unterzeichnen Sie unsere&nbsp;<link 1879>E-Mailaktion</link> und fordern Sie den Konzern auf, die Alete Trinkmahlzeiten vom Markt zu nehmen! <link 1879>Jetzt unterzeichnen »</link>

    foodwatch-Aktivisten haben am 1. Oktober 2014 in Frankfurt versucht, Nestlé den Goldenen Windbeutel 2014 zu übergeben, den Negativpreis für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Doch der Konzern lehnte, es ab die Trophäe entgegenzunehmen, mit der Behauptung, von Werbelüge und Gesundheitsgefährdung könne keine Rede sein.

  • 25.09.2014

    Babyprodukte, die ärztlichen Empfehlungen widersprechen

    Fotostrecke (6 Bilder)
    • Viele als Babyprodukte angebotene Lebensmittel stehen im Widerspruch zu den ernährungswissenschaftlichen oder ärztlichen Empfehlungen für Säuglinge. Die Hersteller versprechen Eltern gesunde Produkte, tatsächlich können diese jedoch Überfütterung oder Kariesbildung fördern oder Babys früh an einen hohen Zuckergehalt gewöhnen.
    • Hipp, Bebivita (ebenfalls Hipp), und Alete haben&nbsp;sogenannte „Trinkmahlzeiten“ im Sortiment. Experten raten jedoch dringend davon ab, Babys hochkalorische Breie mit der Flasche zu füttern, da&nbsp;Kariesbildung und Überfütterung drohen.&nbsp;So fordert die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) bereits seit 2007 einen unverzüglichen Stopp der Vermarktung an gesunde Säuglinge. Diese sei „unverantwortlich und gefährdet die Kindergesundheit“.&nbsp;Auch das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) sowie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) raten von den Milch-Getreide-Mischungen&nbsp;ab.
    • Holle, Babydream (Rossmann), Alete und Hipp bieten&nbsp;für Babys ab dem 8. Monat Kekse an.&nbsp;Laut Herstelleraussagen sollen sie „hervorragend als Zwischenmahlzeit“&nbsp;geeignet (Holle) und „ideal für kleine Hände“ sein, „mit wertvollem Bio-Getreide“ und „zum Knabbern für die ersten Zähnchen“ (Hipp). Die Kekse haben einen Zuckergehalt von 14,6 (Holle) bis 25 Prozent (Alete). Das von der Bundesregierung ins Leben gerufene Netzwerk „Gesund ins Leben“ empfiehlt jedoch „möglichst wenig Zucker“ für Babys. Die Bundeszahnärztekammer warnt, süße Zwischenmahlzeiten führten „zur Entwicklung einer frühkindlichen Karies“.
    • „Bei der Herstellung [von Beikost] sollte auf den Zusatz von Salz und Zucker verzichtet werden“, so die Empfehlung der Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ). „Aromen sind überflüssig“, betont das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung.&nbsp;Alle Ratschläge missachtet Danone: Der als gesund beworbene Milupa „Milchbrei Schoko ab dem 6. Monat“ enthält nicht nur synthetisches Vanillin-Aroma, sondern auch mehr als 9 Prozent Zucker im angerührten Brei. Ähnlich hohe Zuckergehalte stecken auch im Grießbrei „Bourbon-Vanille“ von Hipp sowie im „Grießbrei Vanille-Geschmack“ der Hipp-Tochter Bebivita.
    • „Babys und Kleinkinder sollten Wasser oder ungesüßte Kräutertees trinken“, so die unmissverständliche Empfehlung der Bundeszahnärztekammer. Hipp dagegen bietet unter seiner Marke Bebivita Instant-Tees auf Basis von Zuckergranulat an und empfiehlt diese&nbsp;für Kleinkinder ab 1 Jahr. Auch unter der Hauptmarke Hipp hatte der Hersteller lange solche Granulat-Tees im Sortiment – dafür gewann Hipp 2012 den „Goldenen Windbeutel“ und nahm die Produkte vom Markt. Als Ersatzprodukt brachte das Unternehmen klassische Teebeutel in den Handel – ohne Zuckerzusatz.
    • Auch in diesem Jahr steht ein Babyprodukt zur Wahl bei der Abstimmung über den Goldenen Windbeutel für die dreisteste Werbelüge des Jahres: Die Alete Trinkmahlzeiten ab dem 10. Monat von Nestlé. Für foodwatch ist es unverantwortlich,&nbsp;<span style="font-family: arial, helvetica, sans-serif; line-height: 15.996000289917px; ">dass Nestlé ein solches Produkt als „vollwertige“ Mahlzeit für Säuglinge ab dem 10. Monat anbietet. Und dem Produkt mit Aussagen wie „reich an Calcium &amp; Vitamin D für gesundes Knochenwachstum“ auch noch einen gesunden Anstrich verleiht. Hat Nestlé dafür den Goldenen Windbeutel verdient – oder doch einer der anderen vier Kandidaten? Stimmen Sie jetzt ab: <link http://www.goldener-windbeutel.de>www.goldener-windbeutel.de</link></span>

    Viele als Baby-Produkte angebotene Lebensmittel stehen im Widerspruch zu den ernährungswissenschaftlichen oder ärztlichen Empfehlungen für Säuglinge. Die Hersteller versprechen Eltern gesunde Produkte, tatsächlich können diese jedoch Überfütterung und Kariesbildung fördern oder Babys früh an einen hohen Zuckergehalt gewöhnen.

  • 01.09.2014

    Der Goldene Windbeutel 2014

    Fotostrecke (18 Bilder)
    • 2014 verleiht die Verbraucherorganisation foodwatch zum sechsten Mal den „Goldenen Windbeutel“. Verbraucher sind dazu aufgerufen, online über die „dreisteste Werbelüge des Jahres“ im Lebensmittelbereich abzustimmen. Nominiert sind…
    • …die Nestlé Alete Mahlzeit zum Trinken für Babys ab dem 10. Monat, der Bio Apfelsaft aus dem Coop-Sortiment „Unser Norden“, der Belvita Frühstückskeks von Mondelez (ehemals Kraft Foods), das Glacéau Vitaminwater von Coca-Cola sowie die Knorr activ Hühnersuppe von Unilever.
    • Kandidat Nr. 1: Glacéau Vitaminwater. Hersteller Coca-Cola bewirbt das Produkt als eine Art Wundergetränk zum Beispiel für das Immunsystem. Dabei sind die Vitaminzusätze überflüssig, wir sind in Deutschland ausreichend mit den meisten Vitaminen versorgt. foodwatch kritisiert: Coca-Colas Vitaminwater wurde nur erfunden, um Verbrauchern das Geld aus der Tasche ziehen. Eine 500ml-Flasche des mit kostengünstigen Aromen, Farbstoffen und Vitaminzusätzen aufgepeppten Wassers kostet etwa 1,80 Euro im Handel.
    • Kandidat Nr. 2: Knorr activ Hühnersuppe von Unilever. Obwohl der Name anderes vermuten lässt, enthält die Instant-Suppe kein Gramm Hühnerfleisch, sondern nur ein Prozent Hühnerfett. Auch die Werbeaussage „ohne Geschmacksverstärkende Zusatzstoffe“ auf der Vorderseite stuft foodwatch als irreführend ein, da Unilevers Suppe die Zutat Hefeextrakt und damit geschmacksverstärkendes Glutamat enthält.
    • Kandidat Nr. 3: Der naturtrübe Bio-Apfelsaft „Unser Norden“ von Coop. Der Hersteller wirbt mit „unser Norden“ und „aus der Region – für die Region“, die verarbeiteten Äpfel stammen aber nicht alle aus Norddeutschland. Auf eine Nachfrage von foodwatch, welcher Anteil der Äpfel aus welchen Ländern importiert wird, wollte Coop keine Auskunft geben. foodwatch wirft Coop daher Regionalschwindel vor, weil das Unternehmen mit regionaler Herkunft wirbt, aber die tatsächliche Herkunft der Äpfel verschweigt.
    • Kandidat Nr. 4: Der Belvita Frühstückskeks von Mondelez (ehemals Kraft Foods). Mondelez erweckt durch die Bezeichnung „Frühstückskeks“ und Aussagen wie „Energie für den ganzen Vormittag“ oder „mit 5 Cerealien aus dem vollen Korn“ den Eindruck, der Keks wäre ein empfehlenswertes Frühstück. Der Keks enthält je nach Geschmacksrichtung bis zu 28 Prozent Zucker und ist damit nach Auffassung von foodwatch kein empfehlenswertes Frühstück, sondern eine klassische Süßigkeit.
    • Kandidat Nr. 5: Die Alete Trinkmahlzeiten ab dem 10. Monat von Nestlé. Seit Jahren kritisieren Kinderärzte und Wissenschaftler, Trinkmahlzeiten führten zu Überfütterung und Karies –&nbsp;sie fordern daher einen Vermarktungsstopp. Für foodwatch ist es daher unverantwortlich, dass Nestlé ein solches Produkt als „vollwertige“ Mahlzeit für Säuglinge ab dem 10. Monat anbietet. Und dem Produkt mit Aussagen wie „reich an Calcium &amp; Vitamin D für gesundes Knochenwachstum“ auch noch einen gesunden Anstrich verleiht.
    • <link 1726>2013</link> gewann <link 1530>Capri Sonne</link> (Orange) von Wild (SiSi Werke) die „Trophäe“ für die dreisteste Werbemasche bei einem Kinderprodukt. Das Unternehmen hatte gezielt Sportevents gesponsert und Schulmaterial mit ihrem Logo herausgegeben, um für den zuckrigen Softdrink &nbsp;bei Kindern zu werben…
    • … am 16. Mai 2013 machten sich deswegen foodwatch-Aktivisten auf den Weg nach Eppelheim bei Heidelberg – dem Sitz von Hersteller Wild –, um den Goldenen Windbeutel zu überreichen. Das Unternehmen nahm den Preis nicht entgegen, verzichtet aber auf das Herausgeben von Schulmaterial.
    • <link 1727>2012</link> gewann Hipp den Goldenen Windbeutel für seine <link 1514>Zuckergranulat-Früchtetees</link>, die das Unternehmen für Kleinkinder empfahl. Mehr als 130.000 Verbraucher hatten abgestimmt, Hipp erhielt die meisten Stimmen...
    • … am 19. Juni 2012 fuhren deshalb foodwatch-Aktivisten ins bayerische Pfaffenhofen an der Ilm, um Hipp den Goldenen Windbeutel zu verleihen. Der Hersteller nahm den Preis nicht entgegen, das Produkt jedoch wurde mittlerweile durch ein tatsächlich kindgerechtes Beutel-Teegetränk ersetzt. Unter der Marke „<link 1589>Bebivita</link>“ vermarktet Hipp einen ganz ähnlichen Zuckergranulat-Tee allerdings einfach weiter.
    • <link 1728>2011</link> gewann mit großem Vorsprung die <link 1535>Milch-Schnitte</link>. Ferrero hatte sie mithilfe von Profi-Sportlern als „leichte“ „Zwischenmahlzeit“ beworben, obwohl sie mehr Fett und Zucker enthält als Schoko-Sahnetorte...
    • ... am 17. Juni 2011 besuchten foodwatch-Aktivisten daher die Firmenzentrale von Ferrero-Deutschland in Frankfurt/Main, um den Goldenen Windbeutel 2011 zu verleihen. Auch Ferrero wollte den Preis nicht annehmen. Mittlerweile ist die Werbung mit Sportlern jedoch Geschichte, auch von Leichtigkeit ist keine Rede mehr.
    • <link 1729>2010</link> kürten die Verbraucher den überzuckerten <link 1532>Monte Drink der Molkerei Zott</link> zur „dreistesten Werbelüge des Jahres“. Der Hersteller hatte das Milchgetränk wie eine gesunde „Zwischenmahlzeit“ für Kinder beworben. Mehr als 80.000 Verbraucher hatten sich bei der Online-Wahl beteiligt…
    • … und foodwatch-Aktivisten am 23. April 2010 ins bayerische Mertingen geschickt, um Zott den Goldenen Windbeutel 2010 zu überreichen. Die Molkerei wies den Preis ab, gelobte jedoch Besserung. Die Bilanz ist ernüchternd: Aus acht Würfelzuckern je Flasche sind sieben geworden. Damit ist der Monte Drink noch immer etwa so zuckrig wie Coca-Cola.
    • Bei der ersten Wahl zum Goldenen Windbeutel <link 1730>2009</link> hatte Danone für seinen Trinkjoghurt <link 1540>Actimel</link> den „Preis“ gewonnen. Weil der, so foodwatch, – anders als in der Werbung suggeriert – nicht vor Erkältungen schützen könne, …
    • … verlieh die Verbraucherorganisation dem Hersteller am 20. März 2009 in Haar bei München den Goldenen Windbeutel 2009. Danone wollte den Preis damals nicht annehmen und wies die Kritik zurück. Mittlerweile sind Werbeaussagen wie „Actimel activiert Abwehrkräfte“ von der Verpackung verschwunden.
    • Der unbegehrte Negativpreis wurde bereits fünf Mal verliehen. Jedes Mal machten sich die foodwatch-Aktivisten auf den Weg zu dem jeweiligen Hersteller, um die Trophäe zu überreichen. Bisher wurde der Preis noch kein einziges Mal angenommen, lediglich Verbesserung wurde gelobt, umgesetzt oder Produkte vom Markt genommen.

    Zum sechsten Mal verleiht foodwatch 2014 den „Goldenen Windbeutel“. Verbraucher können bis zum 30. September 2014 über die dreisteste Werbelüge des Jahres abstimmen und dabei aus fünf Kandidaten wählen.

  • 29.04.2014

    70.000 Tonnen Separatorenfleisch unauffindbar

    Fotostrecke (5 Bilder)
    • Separatorenfleisch in Zahlen
    • Produktion von Separatorenfleisch in Deutschland im Jahr 2011.&nbsp;
    • Anteile von Huhn, Schwein und Pute an der Gesamtproduktion.
    • Anteil des exportierten Separatorenfleischs.
    • Mögliche Produktion von Bock- bzw. Geflügelwürstchen aus dem in Deutschland verbleibenden Separatorenfleisch.&nbsp;

    Etwa 130.000 Tonnen sogenanntes Separatoren­fleisch werden in Deutschland jährlich produziert – Restfleisch, das mit Maschinen vom Knochen entfernt wird. Etwa 60.000 Tonnen davon werden exportiert, die übrigen rund 70.000 Tonnen bleiben im Land. Doch in welcher Wurst oder welcher Nudelfüllung das Separatorenfleisch landet, erfährt der Verbraucher nicht.