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Verbraucher kämpfen gemeinsam für ihre Rechte – seien Sie dabei!

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  • 29.04.2014

    70.000 Tonnen Separatorenfleisch unauffindbar

    Fotostrecke (5 Bilder)
    • Separatorenfleisch in Zahlen
    • Produktion von Separatorenfleisch in Deutschland im Jahr 2011. 
    • Anteile von Huhn, Schwein und Pute an der Gesamtproduktion.
    • Anteil des exportierten Separatorenfleischs.
    • Mögliche Produktion von Bock- bzw. Geflügelwürstchen aus dem in Deutschland verbleibenden Separatorenfleisch. 

    Etwa 130.000 Tonnen sogenanntes Separatoren­fleisch werden in Deutschland jährlich produziert – Restfleisch, das mit Maschinen vom Knochen entfernt wird. Etwa 60.000 Tonnen davon werden exportiert, die übrigen rund 70.000 Tonnen bleiben im Land. Doch in welcher Wurst oder welcher Nudelfüllung das Separatorenfleisch landet, erfährt der Verbraucher nicht.

  • 17.03.2014

    „Leitsätze“ zur Lebensmittelkennzeichnung führen Verbraucher in die Irre

    Fotostrecke (8 Bilder)
    • Auch wenn der Name und die Farbe den Anschein erwecken: Der sogenannte Alaska-Seelachs ist kein Lachs und noch nicht einmal damit verwandt. Die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission erlaubt, dass Hersteller die kostengünstigere Fischart Pollack lachsähnlich einfärben und als „Alaska-Seelachs“ verkaufen. 
    • „Geflügelwürstchen“ werden ausschließlich aus Geflügel hergestellt? Mitnichten: Die Deutsche-Lebensmittelbuchkommission erlaubt, Schweinespeck beizumischen, ohne dass das in der Produktbezeichnung oder auf der Schauseite steht. Dass Schweinespeck enthalten ist, kann der Verbraucher also nur im Kleingedruckten nachvollziehen. Doch wer erwartet das schon bei einem „Geflügelwürstchen“?
    • Aromatisierte „Früchte“-Tees werben gern mit vielversprechenden Abbildungen von Früchten auf der Vorderseite der Verpackung. Die Leitsätze der Deutschen-Lebensmittelkommission lassen jedoch zu, dass die angepriesenen Früchte gar nicht oder nur zu einem verschwindend geringen Teil enthalten sind. Nicht einmal die namensgebende Frucht muss sich im Teebeutel wiederfinden. Stattdessen werden oft billigere Alternativen eingesetzt und der Geschmack der beworbenen Früchte durch Aromen imitiert.
    • Für die Bezeichnung „Kalbfleisch-Leberwurst“ reicht gemäß der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission ein Kalbfleischanteil von 15 Prozent aus. Der Rest darf vom Schwein kommen – bis hin zur Leber. Das kommt den Herstellern gelegen: Zutaten vom Schwein sind billiger. Doch welcher Verbraucher erwartet bei einer „Kalbfleisch-Leberwurst“ schon eine Schweineleberwurst mit 15 Prozent Kalbfleischanteil?
    • Der Name Zitronenlimonade, ein Etikett mit vollmundigen Abbildungen von Zitronen – und trotzdem keine Zutat Zitrone in der Limonade. Stattdessen erlaubt die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission den zahnschädigenden Zusatzstoff Citronensäure (E330) und Aromen aus dem Labor, um einen zitronenartigen Geschmack zu imitieren.
    • Bei Sardellenpaste macht die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission besonders vage Vorgaben. So sieht die Kommission vor, dass Sardellenpaste für eine bessere Streichfähigkeit Schweineschmalz beigemischt werden darf, das nicht auf der Schauseite der Verpackung kenntlich gemacht werden muss. Es gibt nicht einmal eine Mindestmenge an Sardellen, die die Paste zur „Sardellenpaste“ macht. 
    • Wer würde vermuten, dass in „Rindfleisch im eigenen Saft“ Scheineschwarten versteckt sind? Wahrscheinlich niemand, denn auf der Vorderseite muss der Schweinebestandteil nicht kenntlich gemacht werden. Der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission reicht es nämlich aus, wenn lediglich im Kleingedruckten ersichtlich wird, dass Schweinfleisch in der Rinderkonserve steckt. 
    • Obwohl es der Name anders vermuten lässt, muss „Kakaocreme“ nur zu einem minimalen Teil aus Kakao bestehen: Die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission befindet einen Anteil von 2,5 Prozent als ausreichend. Das führt dazu, dass Backwarenhersteller mit „Kakaocreme-Füllung“ werben dürfen, der Kakaoanteil im Endprodukt aber zum Teil weniger als 1 Prozent beträgt.

    Alaska-Seelachs aus gefärbtem Lachs-Imitat, Geflügelwürstchen mit Schweine-Speck oder Zitronen-Limo ohne einen Hauch Zitronensaft: Die geltenden „Leitsätze“ zur Kennzeichnung von Lebensmitteln führen Verbraucher oft in die Irre.

  • 24.01.2014

    In diesen Produkten verstecken sich Tiere

    Fotostrecke (8 Bilder)
    • Sei es Kälberlab, Schwein, Wild oder Geflügel. In den salzigen Snacks von funny-frisch sind vielerlei tierische Bestandteile enthalten, wie der Hersteller auf Nachfrage von foodwatch verrät. In den seltensten Fällen ist das auf dem Etikett gekennzeichnet. Die Produkte vom Konkurrenten Lorenz (Crunchips) kommen laut Herstellerangaben ohne „tierische Fleischbestandteile“ daher. Allerdings wird im Produktionsprozess auch tierisches Lab eingesetzt.
    • Frischkäse ist Frischkäse ist Frischkäse ist Frischkäse? Von wegen. Bei einigen kommt als Verdickungsmittel tierische Gelatine zum Einsatz, so bei Bresso und Rotkäppchen. Das muss zwar im Kleingedruckten gekennzeichnet werden. Doch wer erwartet bei Frischkäse schon Schweinehaut im Innern? Dass es auch ohne Gelatine geht, zeigt Konkurrent Philadelphia.
    • Laut Rezeptur ist Ritter Sports Marzipan-Schokolade vegan. Dennoch kann Milchzucker drin sein, weil auf denselben Anlagen auch Milchschokolade produziert wird. Der Hersteller empfahl das Produkt im Firmenblog trotzdem Veganern mit dem Hinweis: enthält „keine Milchbestandteile“ – bis foodwatch das kritisierte. Nun heißt es neuerdings „solange wir das nicht ausschließen können, würden wir auch nie ‚vegan‘ auf eine Sorte schreiben.“
    • <p style="margin-left:0cm">Auch Katjes stellt Fruchtgummis sowohl mit als auch ohne Gelatine her. Letztere bewirbt der Hersteller sogar mit einer groß angelegten „Veggie-Kampagne“ – doch ob und wie Katjes bei den „Veggie“-Yoghurt-Gums Verunreinigungen mit Gelatine wirklich ausschließen kann, ist unklar. Auch auf wiederholte Nachfrage von foodwatch verweigerte das Unternehmen eine schriftliche Auskunft. Verbraucher müssen also davon ausgehen, dass „veggie“ bei Katjes nicht unbedingt rein vegetarisch bedeuten muss.</p>
    • <p style="margin-left:0cm">Zu der Kategorie „steht zwar im Kleingedruckten, hätte aber niemand erwartet“ zählt die Tomatencremesuppe von Maggi (Nestlé). Neben den üblichen Bestandteilen von Tütensuppen (Mehl, Hefeextrakt, Aroma uvm.) steckt auch Speck als Zutat in dem Beutel. Wer bei Tomatencremesuppe ein vegetarisches Gericht erwartet, wird hier enttäuscht.&nbsp;</p>
    • <p style="margin-left:0cm">Die ersten Unternehmen haben bereits auf die Kritik am „Tiere-Verstecken“ reagiert: Bei hohes C kam früher Fischgelatine als Trägerstoff für Vitamine zum Einsatz –&nbsp;neuerdings verwendet der Hersteller eine stärkebasierten und damit veganen Trägerstoff. Auch der Milram Frühlingsquark leicht beinhaltet keine Gelatine mehr – der Hersteller wirbt jetzt sogar mit dem Clean Label „ohne Zusatz von Gelatine“.&nbsp;</p>
    • <p style="margin-left:0cm">Das nächste Unternehmen hat reagiert: Der Valensina Orange-Mango-Ananas Saft wurde bis vor kurzem mit Schweinegelatine von Trübstoffen befreit (Klärung). Beim Multivitaminsaft kam Fischgelatine als Trägerstoff für Provitamin A zum Einsatz. Seit Dezember 2013 hat der Hersteller die Produktionsweise geändert. Die Säfte sind laut Hersteller nun vegan. Ein weiterer Erfolg des Verbraucherprotests.&nbsp;</p>
    • Schluss mit versteckten Tieren! Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion an den Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung Hans-Peter&nbsp;Friedrich&nbsp;(CSU): <link https://www.foodwatch.org/de/informieren/versteckte-tiere/e-mail-aktion/>Fordern Sie eine lückenlose Kennzeichnungspflicht für alle versteckten Tierprodukte und Tierbestandteile!</link>

     

    Gelatine im Frischkäse, Geflügel in Chips. Hätten Sie es gewusst? Klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke, um zu erfahren, wo tierische Bestandteile drin stecken, die sie nicht erwartet hätten. Mehr

  • 17.01.2014

    „Danke Wolfgang!“ – foodwatch-Aktion vor dem Bundesfinanzministerium

    Fotostrecke (9 Bilder)
    • Das Bundesministerium der Finanzen, &quot;eine Filiale der Deutschen Bank&quot; – diese Namensergänzung namen foodwatch-Aktivisten, verkleidet als Deutsche-Bank-Mitarbeiter, am Amtssitz von Wolfgang Schäuble vor...
    • ...und kommentierten damit, wie Schäubles Haltung bei der Regulierung der Nahrungsmittelspekulation zu werten ist: Alles bleibt beim Alten, die Deutsche Bank darf weiter machen wie bisher – und der Minister stimmt zu.
    • &quot;Danke, Wolfgang&quot; lautet daher das ironische Motto der Demonstration...
    • ...die sich am Morgen des 17. Januar 2014 auf den Weg zum Bundesfinanzministerium in Berlin Mitte gemacht hatte.
    • Vor dem mächtigen Gebäude in der Berliner Wilhelmstraße bedankten sich die falschen DeutschBanker für Schäubles Engagement. Denn die Geschäfte mit der Agrarspekulation dürfen weitergehen...
    • ...weshalb die Wahl zum „Mitarbeiter des Monats“ der Deutschen Bank nur auf einen fallen konnte: Finanzminister Wolfgang Schäuble.
    • Dessen Haltung und die Bewertung der europäischen Finanzmarktrichtlinie MiFID muss erklärt werden, wie hier im Interview mit foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode.&nbsp;
    • Aber eigentlich sagen diese Bilder schon alles: Das Bundesfinanzministerium, eine Filiale der Deutschen Bank...
    • ...und Minister Schäuble als Mitarbeiter des Monats.&nbsp; <i>[Alle Fotos: foodwatch/Mike Auerbach]</i>

    „Danke, Wolfgang!“ Mit einer sarkastischen Protestaktion sind foodwatch-Aktivisten, verkleidet als Mitarbeiter der Deutschen Bank, am 17. Januar 2014 vor das Bundesfinanzministerium gezogen. Sie zeichneten Wolfgang Schäuble als Mitarbeiter des Monats der Bank aus – als „Dank“ dafür, dass der Minister eine strenge Regulierung der Agrarspekulation mit verhindert hat.