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  • 05.04.2016

    Vitaminwerbung auf unausgewogenen Produkten

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    • Gesundheitsschwindel im großen Stil: foodwatch hat die Nährwertzusammensetzung von mehr als 200 Produkten untersucht, die auf der Verpackungsvorderseite mit Vitaminen beworben werden. Das Ergebnis: Knapp 90 Prozent davon sind zu süß, zu fettig oder zu salzig! Gezielt wird unausgewogenen Lebensmitteln mit Vitaminzusätzen ein gesundes Image verpasst.
    • Zugesetzte Vitamine verleihen vielen Süßigkeiten einen gesunden Anstrich. Und das ganz legal, denn bisher gibt es keine Mindestanforderungen an die Nährwertzusammensetzung der Produkte, die mit Gesundheitsbotschaften beworben werden. Die absurde Folge: Sogar nahezu purer Zucker wie Dextro Energy darf als gesunder Vitaminspender daherkommen.
    • Jede Menge Hals-und Hustenbonbons werden mit zugesetztem Vitamin C beworben. Schließlich soll das Vitamin ja gegen Erkältungen helfen. Dafür gibt es jedoch gar <link https://www.dge.de/presse/pm/vitamin-c-und-zink-tabletten-verhindern-oder-heilen-erkaeltung-nicht/>keinen Beweis</link>. Vielmehr soll darüber hinweg getäuscht werden, dass auch Bonbons nichts weiter sind als eine Süßigkeit.
    • Vitamine machen aus einer Limo keinen gesunden Durstlöscher, sondern einen Gesundheitsschwindel. Schon ein bis zwei Dosen Zuckergetränk am Tag erhöhen das Risiko für Übergewicht um 27 Prozent und das Risiko für Diabetes Typ II um 26 Prozent. Werbung mit zugesetzten Vitaminen verleiht gesüßten Getränken also vollkommen unbegründet ein gesundes Image.
    • Sogar Energy-Drinks werden mit „B-Vitaminen“ beworben. Diese sollen angeblich für Energie sorgen. Doch die Getränke können Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle und Nierenversagen verursachen. Besonders für Kinder kann die aufgenommene Menge Koffein schnell gefährlich werden. Hinzu kommt: Sie enthalten bis zu 15 Prozent Zucker. Damit sind sie alles andere als gesund.
    • Auch viele Säfte oder Smoothies werben mit Vitaminen – <a ></a><a >und nur selten verlassen sich die Hersteller dabei auf den natürlichen Vitamingehalt der Früchte</a>. Ein Glas Saft kann zwar laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung <link https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/smoothies-obst-aus-der-flasche/>eine der empfohlenen fünf Portionen Obst oder Gemüse am Tag ersetzen</link>. Als Durstlöscher ist Saft aber nicht geeignet, denn er enthält etwa so viel Zucker wie Coca-Cola.
    • Im Kühlregal werden unter anderem zuckrige Fruchtzwerge-Joghurts und gesüßte Müller-Milchgetränke mit Vitaminen beworben. Nach dem Nährwertprofilmodell der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Europa, welches eine Einteilung von Lebensmitteln anhand ihrer Nährwertzusammensetzung ermöglicht, sind diese Produkte jedoch unausgewogen.
    • Die Ferdi Fuchs-Würste von Stockmeyer werden mit Onlinespielen und Comics an Kinder vermarktet. Für die Eltern wird auf der Verpackung der Nutzen der zugesetzten Vitamine beworben. So soll die Wurst zu einem normalen Energiestoffwechsel, einer normalen Funktion des Immunsystems und zu einer normalen geistigen Leistung beitragen. Der Haken: Die Würste enthalten allesamt zu viel Fett. Und häufig <link http://www.bfr.bund.de/cm/343/bfr_empfiehlt_massnahmen_zur_verringerung_des_salzgehaltes_in_lebensmitteln.pdf>zu viel Salz</link>.
    • foodwatch fordert: Nur nach dem WHO-Modell ausgewogene Produkte sollten mit Gesundheitsbotschaften beworben werden dürfen. Zum Beispiel: Dieser Salat-Mix mit beworbenen Vitamin A und K. 

Schreiben Sie jetzt an die EU-Parlamentarier und fordern Sie: <link 2391>Irreführende Gesundheitswerbung stoppen!</link>

    Zu süß, zu fettig oder zu salzig – foodwatch hat die Nährwertzusammensetzung von Produkten mit Vitaminwerbung untersucht und festgestellt, dass 90 Prozent der Produkte ungesund sind.

  • 10.12.2015

    Wenn Rewe keinen Rückruf startet - dann machen wir das

    Fotostrecke (7 Bilder)
    • foodwatch-Aktivisten haben&nbsp;in einer symbolischen Aktion sämtliche „Rewe Bio Weichweizengrieß“ und „reis-fit&nbsp;Spitzenlangkornreis“ in einem Berliner Rewe-Markt aufgekauft um zu vermeiden, dass „echte“ Kunden die möglicherweise mineralölbelasteten Produkte kaufen.
    • Stattdessen hinterließen die Aktivisten&nbsp;in den Regalen einen&nbsp;Produktrückruf, sowohl für den Bio-Grieß, eine Rewe-Eigenmarke, ...
    • ... als auch für das reis-fit-Produkt. Im Gegensatz zu Rewe hat real bereits&nbsp;auf die von foodwatch veröffentlichten Messwerte reagiert und&nbsp;den „reis-fit Spitzenlangkornreis“&nbsp;ausgelistet. Real werde „das Produkt erst wieder verkaufen,&nbsp;&nbsp;wenn uns von dem Lieferanten überzeugend nachgewiesen werden konnte, dass Maßnahmen eingeleitet wurden, um Mineralölgehalte auf ein Minimum zu reduzieren“, so Qualitätsmanager von real in einem Schreiben an foodwatch.
    • Rewe dagegen hält am Verkauf der Produkte fest, trotz&nbsp;massenhafter&nbsp;Beschwerden auf der Rewe-Facebookseite.&nbsp;
    • Doch dass es ein Problem gibt, hat auch&nbsp;Rewe inzwischen anerkannt –&nbsp;durch ein Schreiben des Bioverbands Naturland, unter dessen Siegel der „Rewe Bio Weichweizengrieß“ erscheint, erfuhr foodwatch, dass Rewe eine Verpackungsänderung plant, um den Übergang von Mineralölen ins Produkt zu vermeiden.
    • foodwatch begrüßt diesen Schritt, kritisiert aber, dass Rewe die Produkte in der bisherigen Verpackung offenbar&nbsp;nicht aus dem Verkauf nehmen will. Wenn Rewe seine Kunden konsequent vor einem Gesundheitsrisiko schützen will, dann muss das Unternehmen die Produkte jetzt aus den Regalen nehmen – und nicht lediglich ab nächstem&nbsp;Jahr in geänderter Verpackung verkaufen.&nbsp;
    • foodwatch plakatierte daher einen selbst-organisierten „Öffentlichen Produktrückruf“ an den Scheiben der Rewe-Filiale im Berliner Stadteil Prenzlauer Berg und informierte die Kunden mit Handzetteln über das Problem.&nbsp;

<b>Fordern Sie jetzt eine gesetzliche Regelung, die uns effektiv vor den&nbsp;Gesundheitsrisiken durch Mineralöl in Lebensmitteln schützt –&nbsp;unterzeichnen Sie jetzt unsere&nbsp;<link 2211>E-Mail-Aktion</link>!</b>

    Obwohl bei einem foodwatch-Test bereits im Oktober Mineralölrückstände in einem „Rewe Bio Weichweizengrieß“ gefunden wurden, verkauft Rewe das Produkt weiter und behauptet, es sei „gesundheitlich absolut unbedenklich“. Tatsächlich hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit aromatische Mineralöle als potenziell krebserregend und erbgutverändernd eingestuft – und wenn in einer Verpackung Rückstände gefunden werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass andere Chargen auch belastet sind. foodwatch hat das Produkt deshalb stellvertretend für Rewe öffentlich zurückgerufen – und Aktivisten haben heute in einem Rewe-Markt in Berlin symbolisch die Regale leer geräumt.

  • 24.11.2015

    foodwatch räumt krebsverdächtige Lebensmittel aus Kaufland-Regalen

    Fotostrecke (7 Bilder)
    • Wenn Hersteller und Handel belastete Marken einfach weiter verkaufen… dann kümmern eben wir von foodwatch&nbsp;uns selbst um den Rückruf!
    • In der Kaufland-Filiale in Berlin-Wedding hat foodwatch heute einen Öffentlichen Rückruf für drei Produkte ausgehängt, bei denen unser Labortest gefährliche Mineralölrückstände nachgewiesen hatte.
    • Um folgende Produkte geht es: Kellogg’s Cornflakes und zwei Reis-Produkte – von Müller’s Mühle (Minuten Spitzen Langkorn Reis) und reis-fit (Spitzen-Langkorn).&nbsp;
    • Die gibt es – zumindest vorübergehend – in diesem Kaufland-Markt nicht mehr.
    • Wir haben die Regale symbolisch leergekauft, damit der „echten“ Kaufland-Kundschaft keine Gesundheitsrisiken zugemutet werden.
    • Aromatische Mineralöle werden von der EU-Lebensmittelbehörde EFSA als krebserregend und erbgutverändernd beschrieben.&nbsp;
    • Dabei wären sie mit den richtigen Verpackungsmaterialien und sauberen Produktionsprozessen ganz einfach vermeidbar – helfen Sie&nbsp;mit, dass dies endlich politisch festgeschrieben wird! Unterzeichnen jetzt unsere <link 2211>E-Mail-Aktion</link>!

    Weil Kaufland krebsverdächtige Lebensmittel verkauft, haben Aktivistinnen und Aktivisten von foodwatch am Dienstagmittag die Kaufland-Filiale im Berliner Stadtteil Wedding besucht und dort einen „Öffentlichen Produktrückruf“ der Kellogg's Cornflakes sowie zweier Reis-Produkte plakatiert. Gleichzeitig kauften sie symbolisch alle in der Filiale erhältlichen Packungen der drei Artikel auf, damit „echte“ Kaufland-Kundinnen und -Kunden keinem Gesundheitsrisiko ausgesetzt werden.

  • 24.08.2015

    Diese Produkte vermarkten Hersteller an Kinder

    Fotostrecke (15 Bilder)
    • „Wir werden unsere Lebensmittelwerbung an Kinder ändern.“ So lautet das Versprechen des „EU Pledge“, mit dem sich die weltgrößten Lebensmittelunternehmen freiwillig zu einem verantwortungsvolleren Kindermarketing verpflichtet haben. foodwatch hat 281 an Kinder beworbene Produkte dieser Unternehmen identifiziert und mit den Kriterien der Weltgesundheitsorganisation Europa abgeglichen. Das Ergebnis: 90 Prozent der Produkte sind unausgewogen und dürften nach den Empfehlungen der WHO nicht an Kinder vermarktet werden. Das zeigt: Die Selbstverpflichtung EU Pledge ist wirkungslos!
    • Die Unternehmen mit dem höchsten Anteil unausgewogener Lebensmittel sind naturgemäß Süßwaren-, Snacks- und Softdrink-Produzenten. So vermarktet der Süßwarenkonzern Mondelez zu 100 Prozent unausgewogene Produkte an Kinder. Mit quietschbunt animierter TV-Werbung und einem iPhone-Spiel&nbsp; für Oreo-Kekse, einem Plüschkuh-Gewinnspiel für Milka-Schokolade oder der Comicfigur „Bär Berry“ auf Kaba-Verpackungen werden die Kleinen für die Süßigkeiten begeistert. Dabei essen Kinder ohnehin schon doppelt so viele Süßwaren wie empfohlen.
    • Ob Tier-Sammelbildchen im Duplo-Riegel oder Tictacs in „Minions“-Form: Das Marketing von Ferrero spricht eindeutig Kinder an – trotz der Selbstverpflichtung. Kein Wunder, denn Aktionen am Verkaufsort und das Verpackungsdesign sind vom EU Pledge ausgenommen. So vermarktet Ferrero weiterhin ausschließlich unausgewogene Produkte an Kinder – allen Versprechen zum Trotz.
    • Bären, Kängurus und Fische – Chips von Intersnack gibt es in vielen Formen. Zum Teil werden die Verpackungen zudem mit Comicfiguren versehen. Allen gemeinsam ist, dass sie dadurch Kinder ansprechen – und zu viel Salz enthalten. Nach den Empfehlungen der WHO&nbsp;dürfte daher keins der Produkte an Kinder vermarktet werden. Kinder essen ohnehin schon deutlich mehr salzige Knabberartikel als empfohlen.&nbsp;
    • Softdrinks – egal ob mit Zucker oder Süßstoffen gesüßt – dürften nach dem WHO-Modell grundsätzlich nicht an Kinder vermarktet werden. Und genau das hat Coca-Cola auch im EU Pledge versprochen. Da kommt es dem Marktführer für „Erfrischungsgetränke“ offenbar gelegen, dass Sponsoring-Aktivitäten wie die „Fanta-Spielplatzinitiative“ oder Gewinn-Aktionen wie „Freier Eintritt ins Legoland“ auf Mezzo-Mix-Flaschen nach EU Pledge-Definition kein Kindermarketing darstellen.&nbsp;
    • Sämtliche Punica-Produkte im Test enthalten sowohl Zucker als auch zugesetzte Süßstoffe. Gemäß WHO-Kriterien sollten allerdings ausschließlich ungesüßte Getränke an Kinder vermarktet werden. Der Punica-Abenteuerdrink sowie die Punica-Webseite richten sich mit Comicfiguren und Online-Spielen dennoch gezielt an Kinder.
    • Das Unternehmen Danone nutzt viele Methoden, um Kinder für seine überzuckerten Milchprodukte zu gewinnen. Auf den Joghurt-Verpackungen prangen Disneyfiguren, die Fruchtzwerge werben mit dem Markenmaskottchen „Danonino“, der im Internet eine eigene Spielewelt anbietet, und Actimel gibt es in „Team Actimel“-Aktionsflaschen. Alle diese Produkte gelten nach den WHO-Kriterien als unausgewogen, da sie zu viel Zucker enthalten. Nur ein einziges Produkt entspricht den Vorgaben der WHO: Danone Waters vermarktet Volvic-Wasser in einer kleinen kindgerechten Flasche mit Comicfiguren.
    • Bis auf die klassischen Cornflakes mit 8 Prozent Zucker sind alle Frühstücksflocken von Kellogg’s nach den WHO-Kriterien zu stark gesüßt, um an Kinder vermarktet zu werden. Spitzenreiter sind die „Smacks“ mit 43 Prozent Zucker. Die WHO empfiehlt maximal 15 Prozent Zucker. Die Pringles-Chips enthalten allesamt zu viel Salz, um als ausgewogene Snacks zu gelten.
    • Das Unternehmen Lorenz Snack World vermarktet nur einen einzigen seiner salzigen Snacks direkt an Kinder. Dieser enthält aber trotz der Auslobung „25% weniger Salz“ nach den Maßstäben der WHO zu viel davon, um für Kindermarketing geeignet zu sein.
    • Mars verspricht, keine „Werbung“ an Kinder unter 12 Jahre zu richten. Mit der Verpackungsgestaltung aber spricht der Süßwarenkonzern eindeutig und gezielt kleine Kunden an: Für die m&amp;m’s-Schokolinsen kommen eigens kreierte Comicfiguren zum Einsatz, bei dem Kinder-Kaugummi-Klassiker „Hubba Bubba“ („Megafun mit Bubblegum“) setzt Mars auf kindgerechte Comicschrift in grellen Farben. Die Smartphone App „Hubba Bubba Stickers“ tut ihr Übriges.
    • Der Konzern Unilever nutzt den Comic-Löwen von „Max Adventures“, um Kindern sein Langnese-Eis noch schmackhafter zu machen. Nach den Empfehlungen der WHO sollte Eis grundsätzlich nicht an Kinder vermarket werden. Die Rama-Margarine lockt Kinder mit der Aktion „Freier Eintritt in Zoos“. Nur die „Balance“-Variante hält jedoch den WHO-Grenzwert für gesättigte Fette ein.
    • Bis auf die nach WHO-Kriterien ausgewogenen Maggi-Tütensuppen und Dosen-Raviolini hat der Lebensmittelriese Nestlé eine Menge unausgewogene Produkte im Sortiment, die sich im Marketing an Kinder richten: überzuckerte Frühstücksflocken, Kakaopulver, süße Snacks und Eis.
    • In der „Kingbox“ von Burger King gibt es je nach Wahl Softdrinks sowie kalorienreiche Burger und fettig-salzige Pommes. Alle diese Produkte sollten gemäß der WHO-Kriterien nicht mit einer Spielzeugbeigabe an Kinder vermarktet werden. Immerhin: Die Kleinen könnten sich mit den Chicken Nuggets, den Apfel Pommes sowie einem Becher Wasser theoretisch ein Menü aus ausgewogenen Produkten zusammenstellen. Wie viele Kinder das wohl angesichts der anderen Optionen auch tun?
    • Nach der Kritik der letzten Jahre hat auch McDonald’s mit Salat, Biomilch oder Apfelspalten einige ausgewogene Wahlmöglichkeiten in seinem „Happy Meal“ ergänzt. Es überwiegen jedoch nach wie vor unausgewogene Produkte wie Burger, Pommes und Softdrinks sowie Säfte.
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    Die seit 2007 bestehende freiwillige Selbstbeschränkung der Lebensmittelindustrie beim Kindermarketing ist wirkungslos: Die Hersteller bewerben in Deutschland weiterhin fast ausschließlich ungesunde Produkte gezielt an Kinder – obwohl sie sich im sogenannten „EU Pledge“ zu einem verantwortungsvollen Marketing verpflichtet haben. 

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