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Verbraucher kämpfen gemeinsam für ihre Rechte – seien Sie dabei!

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  • 18.05.2015

    foodwatch-Aktion vor dem Amtssitz von Winfried Kretschmann

    Fotostrecke (7 Bilder)
    • Eine wandelnde Alete-Trinkmahlzeit demonstriert vor dem Amtssitz des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg&nbsp;mit einem Schild: „Herr Kretschmann, ich will keine Werbelüge mehr sein!“ Mit dieser Aktion in Stuttgart hat foodwatch gegen ungesunde Alete-Babyprodukte protestiert.&nbsp;<br />
    • Alete war von Nestlé zum Jahreswechsel 2014/2015 verkauft worden –&nbsp;seitdem ist das Land Baden-Württemberg&nbsp;mittelbarer Teilhaber an Alete und damit beteiligt am Geschäft mit verfehlten Babyprodukten.
    • Besonders die Alete „Mahlzeiten zum Trinken ab dem 10. Monat“&nbsp;stehen in krassem Widerspruch zu kinderärztlichen Empfehlungen. Weil Alete sie dennoch als babygerecht vermarktet, wählten die Verbraucher sie im Herbst 2014 zur „dreistesten Werbelüge des Jahres“. Der damalige Alete-Eigentümer Nestlé erhielt dafür den „Goldenen Windbeutel“.
    • Stellvertretend für die neuen Alete-Eigner reichte foodwatch den Negativpreis nun&nbsp;an Baden-Württembergs Ministerpräsidenten weiter. Da Herr Kretschmann leider bei der&nbsp;seit langem angekündigten Aktion nicht anwesend war,&nbsp;stellte foodwatch die Übergabe symbolisch nach.
    • Auch kein Mitarbeiter der Landesregierung stand für das angefragte Gespräch zur Verfügung oder nahm den Goldenen Windbeutel entgegen, die Tore des Staatsministeriums blieben für die foodwatch-Aktivisten zu. Aus der Sprechanlage sagte eine Stimme nur: „Hier haben Sie keinen Zutritt.“&nbsp;
    • Doch auch wenn die Landesregierung&nbsp;sich der Kritik von foodwatch nicht stellen will, Tatsache ist:&nbsp;Baden-Württemberg profitiert davon, dass Alete Babyprodukte verkauft, die für Babys völlig ungeeignet sind –&nbsp;genau die Art Produkte, von&nbsp;denen die Landesregierung Eltern in Broschüren sogar ausdrücklich abrät.
    • foodwatch fordert Winfried Kretschmann auf, Schluss zu machen mit ungesunden Alete-Produkten unter Beteiligung des Landes Baden-Württemberg. Unterstützen Sie jetzt diese Forderung und beteiligen Sie sich an unserer <link 1879>E-Mail-Aktion</link>&nbsp;an Winfried Kretschmann und Alete!

    Mit einer Aktion vor dem Staatsministerium in Stuttgart hat foodwatch gegen Verbrauchertäuschung und ungesunde Babyprodukte von Alete demonstriert. Baden-Württemberg ist seit 2015 mittelbarer Teilhaber von Alete. Für seine Trinkbreie, die Alete als babygerecht vermarktet, obwohl sie in krassem Widerspruch zu kinderärztlichen Empfehlungen stehen, hatte Alete im vergangenen Jahr den Goldenen Windbeutel bekommen, den Preis für die dreisteste Werbelüge. Diesen reichte foodwatch nun an Winfried Kretschmann weiter, Ministerpräsident von Baden-Württemberg.

  • 18.05.2015

    Babyprodukte von Alete, die den Empfehlungen des neuen mittelbaren Teilhabers Baden-Württemberg widersprechen

    Fotostrecke (6 Bilder)
    • In einer Broschüre schreibt das&nbsp;baden-württembergische Verbraucherschutzministerium explizit über Mahlzeiten zum Trinken: „Diese flüssigen Breie eignen sich auf Grund der Vielfalt der Geschmackszutaten und des etwas höheren Energiegehalts weder für Säuglinge noch für das ältere Kind. Milchzahnkaries, aber vor allem schlechtes Essverhalten können die Folge sein.“
    • Zum Thema Kekse heißt es in derselben Broschüre:&nbsp;„Geben Sie ihm bitte nicht ständig etwas zum Beißen und beruhigen Sie es auch nicht mit Knabbersachen. Ihr Kind soll beißen lernen, nicht 'schlecken'. Verzichten Sie deshalb auch auf süße Babykekse.“
    • Alete-Apfelsaft ist laut Etikett&nbsp;ein „lecker-fruchtiger Durstlöscher“. Der neue mittelbare&nbsp;Teilhaber Baden-Württemberg dazu: „Der ideale Durstlöscher ist abgekochtes, körperwarmes Leitungswasser oder Mineralwasser, (...).“ „Lehnt Ihr Baby wirklich jedes Getränk ab, so können Sie größeren Babys sehr stark verdünnte Saftschorle (10 ml Saft auf 100 ml Wasser) aus dem Glas geben.“&nbsp;
    • Das Verbraucherministerium Baden-Württemberg rät: „Breikost mit folgenden Zutaten meiden: Zucker (Saccharose, Glucosesirup, Honig, Dicksäfte) (...); Aromen (...).“ Alete Grießbrei Keks enthält sowohl zugesetzten Zucker (Gesamt-Zuckergehalt 9,5%) als auch Aroma. Beworben wird er jedoch mit Hinweisen auf den Gehalt an Zink („für ein gesundes Wachstum“) und Calcium.
    • „Alete MilchMinis eignen sich ab dem 10. Monat als Nachtisch, leckere Zwischenmahlzeit oder auch ergänzend zum Frühstück“, heißt es auf der Verpackung. Dazu das Verbraucherschutzministerium Baden-Württemberg: „Fruchtzubereitungen mit einem Joghurt- oder Quarkanteil (...)&nbsp;eignen sich weder als Nachtisch noch als Zwischenmahlzeit.“ Denn sie „(...)&nbsp;hemmen die Eisenaufnahme.“
    • Als neuer mittelbarer Alete-Teilhaber profitiert das Land Baden-Württemberg&nbsp;vom Verkauf von Produkten, von denen sie ausdrücklich abraten. <link 1879>Schreiben Sie jetz</link>t an Alete und&nbsp;Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und fordern Sie, unter der Marke Alete nur noch wirklich babygerechte Produkte zu verkaufen! <link 1879>Jetzt mitmachen »</link>

    Alete vertreibt Produkte als babygerecht, vor denen nicht nur Kinderärzte warnen, sondern auch die Landesregierung in Baden-Württemberg – paradox, weil Baden-Württemberg seit Anfang des Jahres mittelbarer Teilhaber des Kindernahrungsherstellers ist. Schreiben Sie jetzt an Alete und Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und fordern Sie, unter der Marke Alete nur noch wirklich babygerechte Produkte zu verkaufen!

  • 23.02.2015

    Schleichwerbung in der Schule: Unterrichtsmaterial der Lebensmittelindustrie

    Fotostrecke (10 Bilder)
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Ritter Sport vertreibt eine Mappe, die etwa für den Biologie- oder Geschichtsunterricht in Grundschulen geeignet sein soll – mit Firmenportrait, Produktabbildungen und Markenlogos…</span>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Auch der Inhalt hat eine eindeutige Botschaft: „Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Schokolade glücklich macht. Vielleicht hast du ja auch schon davon gehört“.</span>
    • <p style="line-height:150%">Für die Lehrer hat Ritter Sport unmissverständliche Hinweise: Den Schülern „bitte in ausreichender Menge“ Schokolade geben.</p>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Auch andere Firmen bieten Unterrichtsmaterialien an, wie der Zwieback-Hersteller Brandt bei seiner Grundschulmappe – inklusive Markenlogos.</span>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Brandt hat eigens die Figur „Zwiebra“ entwickelt, die Kindern „viele lustige Spiele zeigen“ soll: „Ich knabbere am liebsten den ganzen Tag Zwieback von Brandt – das gibt ein Zwiebra!“</span>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Auch der Lobbyverband BLL ist in Schulen aktiv; unter anderem mit der Broschüre „Mit Sicherheit lecker“, die helfen soll, „mit sachlichen Informationen zum Abbau von Ängsten im Bereich der Lebensmittel-Verarbeitung beizutragen“.&nbsp;</span>
    • <p style="line-height:150%">Darin heißt es z.B.: „Durch (…) wissenschaftliche Entwicklungen sind unsere Lebensmittel immer sicher. (…) Die Lebensmittelunternehmen entwickeln immer neue Produktionstechniken, damit unsere Lebensmittel immer die beste Qualität haben.“</p>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Dr.Oetker lädt mit seiner Unterrichtsmappe „Komm, Back mit!“ Kinder zum gemeinsamen Backen ein, damit „Sozialverhalten, Zahlen- und Mengenverständnis, methodisches Vorgehen und Küchenwissen“ vermittelt werden.&nbsp;</span>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Auf den Arbeitsblättern für Erst- und Zweitklässler ist das Marken-Logo aufgedruckt, die abgebildeten Kinder tragen Dr.Oetker-Schürzen, in den Rezeptvorschlägen werden Dr.Oetker-Produkte empfohlen.</span>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Die Firma Kellogg’s präsentiert eine Ernährungspyramide, in der ihre Frühstücksflocken auf eine Stufe mit Brot und Reis gestellt werden – obwohl viele Produkte von Kellogg’s aufgrund des hohen Zuckergehalts von Experten stark kritisiert werden. Kellogg’s empfiehlt das Material sogar „zur Therapie bei übergewichtigen Kindern.“</span>

    Erst Biologiestunde mit Ritter Sport, dann Kochunterricht mit Dr.Oetker: Mit kostenlosen Lehrmaterialien schleichen sich Unternehmen auf dreiste Art in die Klassenzimmer. Schon kleine Kinder werden so in den Schulen direkten oder subtilen Werbe- und Lobbyeinflüssen ausgesetzt.   

  • 01.10.2014

    Goldener Windbeutel 2014: foodwatch-Aktion bei Nestlé

    Fotostrecke (11 Bilder)
    • Vor der Nestlé-Firmenzentrale in Frankfurt: foodwatch-Aktivist Oliver Huizinga erklärt, warum Nestlé den Goldenen Windbeutel mehr als verdient hat...
    • ...Denn Ärzte raten von Trinkmahlzeiten wie denen der Nestlé-Marke Alete wegen des Risikos der Überfütterung und der frühkindlichen Kariesbildung grundsätzlich ab.
    • Und auf geht es zum Haupteingang der Firmenzentrale...
    • Gleich wird das foodwatch-Team einen kurzen Stopp einlegen, um die Leitern zum Einsatz zu bringen.
    • Die Litfaßsäule vor der Konzernzentrale, die gerade noch eine Reminiszenz an den Firmengründer Heinrich Nestlé gezeigt hatte, überkleistern die foodwatch-Aktivisten kurzerhand, um die Gewinner-Botschaft weithin sichtbar zu machen.
    • Während die Konzernspitze für ein Gespräch nicht zur Verfügung steht, erklärt Unternehmenssprecher Achim Drewes vor dem Nestlé- Hochhaus lediglich ...
    • ... Nestlé sei der Kritik von Kinderärzten mit Produktänderungen bereits vor Jahren nachgekommen. Die Alete Trinkmahlzeiten seien „bedenkenlos“ und für „Babys ab dem 10. Monat geeignet“.
    • Der Konzern hat sich offenbar gründlich auf die Übergabe vorbereitet: Ein Aufsteller informiert darüber, was aus Nestlé-Sicht „Fakt ist“. Nestlé lässt sich also nicht im Geringsten davon beeindrucken, dass Ärzte schon seit langem vor den Trinkmahlzeiten warnen.
    • Und der Goldene Windbeutel? „Den können Sie gleich wieder mitnehmen“, so der Unternehmenssprecher.
    • Also kann die Trophäe auch in diesem Jahr nicht übergeben werden und kehrt wieder zurück ins Berliner foodwatch-Büro.
    • Aber die „Sieger-Urkunde“, die ließ foodwatch dennoch da. Und da Nestlé sich bisher kein bisschen einsichtig zeigt, ist jetzt Ihre Unterstützung gefragt: Unterzeichnen Sie unsere <link 1879>E-Mailaktion</link> und fordern Sie den Konzern auf, die Alete Trinkmahlzeiten vom Markt zu nehmen! <link 1879>Jetzt unterzeichnen »</link>

    foodwatch-Aktivisten haben am 1. Oktober 2014 in Frankfurt versucht, Nestlé den Goldenen Windbeutel 2014 zu übergeben, den Negativpreis für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Doch der Konzern lehnte, es ab die Trophäe entgegenzunehmen, mit der Behauptung, von Werbelüge und Gesundheitsgefährdung könne keine Rede sein.