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Verbraucher kämpfen gemeinsam für ihre Rechte – seien Sie dabei!

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  • 05.06.2015

    Kinderprodukte, die mit Maja und Wickie vermarktet werden

    Fotostrecke (14 Bilder)
    • Das belgische Medienunternehmen Studio 100 hält die Rechte an Comicfiguren wie der Biene Maja oder dem Wikingerjungen Wickie – und erlaubt der Lebensmittelindustrie gegen Geld, mit ihnen zu werben. Das Problem: Maja und Wickie prangen fast ausschließlich auf zu süßen, zu fettigen und/oder zu salzigen Lebensmitteln. Das fördert ein ungesundes Ernährungsverhalten von Kindern.
    • Um den weltweiten Anstieg von Fettleibigkeit in den Griff zu bekommen, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), an Kinder gerichtete Werbung für Süßigkeiten einzuschränken. Denn Kinder essen ohnehin schon mehr als doppelt so viele Süßwaren, wie empfohlen wird. Das hindert Katjes nicht daran, Fruchtgummis (Zuckergehalt 57 Prozent) mit Biene Maja zu bewerben.
    • Auch der schlaue Wikingerjunge Wickie wird gezielt genutzt, um den Verkauf von Süßigkeiten anzukurbeln. Mit einem Anteil von 79 Prozent besteht Dextro Energy fast vollständig aus Zucker – und sollte nicht auch noch mithilfe von Comicfiguren an Kinder vermarktet werden, die sowieso schon zu viel Zucker essen.
    • Gleiches gilt für die Wickie Kaubonbons von Hitschler mit 62,5 Prozent Zucker. Neben der beliebten Comicfigur auf der Verpackung werden die Kinder auch mit einer Tattoo-Beigabe gelockt – und liegen dann im Supermarkt ihren Eltern in den Ohren, dass sie die Kaubonbons mit dem coolen Seefahrer-Tattoo haben wollen. Solange Wickie für Süßigkeiten herhalten muss, macht sich Lizenzgeber Studio 100 damit mitverantwortlich für die Fehlernährung von Kindern.
    • Comicfiguren von Studio 100 prangen nicht bloß auf Süßem. Der Hersteller Pluma bewirbt mit der frechen Biene Maja auch Wurstwaren. Dabei essen Kinder schon jetzt deutlich zu viel Fleisch und Wurst – und nehmen dadurch sehr viel Salz auf. Wenn Kinder viel Salz essen, erhöht das deren Risiko auf Bluthochdruck im Alter. Darum hat Maja auf salziger Mortadella nichts zu suchen.
    • Auch für Bio-Produkte der Marke Eden wirbt Biene Maja. Das Knusper-Müsli ist mit 15,8 Prozent Zucker zwar nur einen Tick süßer als es die WHO für Kindermüsli empfiehlt (maximal 15 Prozent Zucker). Doch die „Frucht-Schnitten“ enthalten je nach Sorte zwischen 37,2 und 53,5 Prozent Zucker. Damit gehören sie trotz ihres gesund klingenden Namens schlicht zu den Süßigkeiten und sollten nicht auch noch gezielt an Kinder vermarktet werden.
    • Die salzig-fettigen Chips von Xox sind so unausgewogen wie Chips nun einmal sind – und sollten Kindern nicht noch mit Comics besonders schmackhaft gemacht werden. Kinder essen ohnehin schon mehr als doppelt so viele Knabberartikel, wie empfohlen wird. Studio 100 gibt die Biene Maja trotzdem auch für dieses Produkt her.
    • Der Hersteller Kuchenmeister setzt gleich auf beide Kinderidole: Wickie wirbt für fettig-süße Hörnchen (29 Prozent Fett, 23 Prozent Zucker) und Biene Maja für einen süß-fettigen Waffelsnack (32 Prozent Zucker, 25 Prozent Fett). Studien zeigen, dass diese Strategie funktioniert: Kinder finden Produkte mit so einem beliebten Fürsprecher besser und leckerer.
    • Im 300g-XXL-Eimer verkauft die PCO Group ihr gezuckertes Biene Maja Cinema Popcorn Süß. Die Nährwerte sind auf der Verpackung nicht ausgewiesen, so dass die Eltern noch nicht einmal nachschauen können, was ihre Kinder dort in so großen Mengen angepriesen bekommen.
    • Auch die Schokofiguren, Dragees und Waffeln von Rotstern werden mit der beliebten Biene beworben, obwohl sie zwischen 40 und 55 Prozent Zucker enthalten.
    • Die Molkerei Bauer nutzt Biene Maja und ihre Freunde, um Kinder für zuckrige Joghurts zu begeistern. Nach den Empfehlungen der WHO wäre deren Vermarktung an Kinder jedoch nicht erlaubt. Der Grund: Sie sind mit 11 bis 13 Prozent Zucker etwas zu stark gesüßt – 10 Prozent wären für Joghurts WHO-konform. Wenn Kinder überall mit Werbung für solche Produkte konfrontiert werden, untergräbt das die Bemühungen vieler Eltern, ihre Kinder für eine ausgewogene Ernährung zu begeistern – und ihnen zum Beispiel Naturjoghurt schmackhaft zu machen.
    • Immergut (gehört ebenfalls zur Bauer Gruppe) vermarktet stark gesüßte Milchprodukte mit der frechen Biene. Doch keines der abgebildeten Produkte erfüllt die Kriterien der Weltgesundheitsorganisation: Nur ungesüßte Milchgetränke mit weniger als 2,5 Prozent Fett sind gemäß der WHO für an Kinder gerichtetes Marketing in Ordnung. 
    • Und genau das hat Immergut im Sortiment: fettarme, ungesüßte Milch. Unter allen von foodwatch untersuchten Produkten, die mithilfe von Maja und Wickie beworben werden, erfüllt diese Milch als einziges Produkt (!) die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation.
    • Nehmen&nbsp;Sie nicht länger hin,&nbsp;dass Süßigkeiten und andere ungesunde Lebensmittel&nbsp;mit Comicfiguren wie Biene Maja und Wicki an Kinder vermarktet werden! Fordern Sie Studio 100 auf, Lizenzen künftig nur noch für ausgewogene&nbsp;Produkte zu vergeben:&nbsp;<link 1878>Jetzt E-Mail-Aktion unterzeichnen!</link>

    Das belgische Medienunternehmen Studio 100 hält die Rechte an Comic-Figuren wie Wickie und Biene Maja. Gegen Geld ermöglicht sie der Lebensmittelindustrie mit ihnen zu werben. Und obwohl die WHO empfiehlt, das Marketing an Kinder für Süßigkeiten einzuschränken, wirbt die Industrie hauptsächlich für zu süße, zu salzige und zu fettige Produkte mit den Figuren.

  • 18.05.2015

    foodwatch-Aktion vor dem Amtssitz von Winfried Kretschmann

    Fotostrecke (7 Bilder)
    • Eine wandelnde Alete-Trinkmahlzeit demonstriert vor dem Amtssitz des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg&nbsp;mit einem Schild: „Herr Kretschmann, ich will keine Werbelüge mehr sein!“ Mit dieser Aktion in Stuttgart hat foodwatch gegen ungesunde Alete-Babyprodukte protestiert.&nbsp;<br />
    • Alete war von Nestlé zum Jahreswechsel 2014/2015 verkauft worden –&nbsp;seitdem ist das Land Baden-Württemberg&nbsp;mittelbarer Teilhaber an Alete und damit beteiligt am Geschäft mit verfehlten Babyprodukten.
    • Besonders die Alete „Mahlzeiten zum Trinken ab dem 10. Monat“&nbsp;stehen in krassem Widerspruch zu kinderärztlichen Empfehlungen. Weil Alete sie dennoch als babygerecht vermarktet, wählten die Verbraucher sie im Herbst 2014 zur „dreistesten Werbelüge des Jahres“. Der damalige Alete-Eigentümer Nestlé erhielt dafür den „Goldenen Windbeutel“.
    • Stellvertretend für die neuen Alete-Eigner reichte foodwatch den Negativpreis nun&nbsp;an Baden-Württembergs Ministerpräsidenten weiter. Da Herr Kretschmann leider bei der&nbsp;seit langem angekündigten Aktion nicht anwesend war,&nbsp;stellte foodwatch die Übergabe symbolisch nach.
    • Auch kein Mitarbeiter der Landesregierung stand für das angefragte Gespräch zur Verfügung oder nahm den Goldenen Windbeutel entgegen, die Tore des Staatsministeriums blieben für die foodwatch-Aktivisten zu. Aus der Sprechanlage sagte eine Stimme nur: „Hier haben Sie keinen Zutritt.“&nbsp;
    • Doch auch wenn die Landesregierung&nbsp;sich der Kritik von foodwatch nicht stellen will, Tatsache ist:&nbsp;Baden-Württemberg profitiert davon, dass Alete Babyprodukte verkauft, die für Babys völlig ungeeignet sind –&nbsp;genau die Art Produkte, von&nbsp;denen die Landesregierung Eltern in Broschüren sogar ausdrücklich abrät.
    • foodwatch fordert Winfried Kretschmann auf, Schluss zu machen mit ungesunden Alete-Produkten unter Beteiligung des Landes Baden-Württemberg. Unterstützen Sie jetzt diese Forderung und beteiligen Sie sich an unserer <link 1879>E-Mail-Aktion</link>&nbsp;an Winfried Kretschmann und Alete!

    Mit einer Aktion vor dem Staatsministerium in Stuttgart hat foodwatch gegen Verbrauchertäuschung und ungesunde Babyprodukte von Alete demonstriert. Baden-Württemberg ist seit 2015 mittelbarer Teilhaber von Alete. Für seine Trinkbreie, die Alete als babygerecht vermarktet, obwohl sie in krassem Widerspruch zu kinderärztlichen Empfehlungen stehen, hatte Alete im vergangenen Jahr den Goldenen Windbeutel bekommen, den Preis für die dreisteste Werbelüge. Diesen reichte foodwatch nun an Winfried Kretschmann weiter, Ministerpräsident von Baden-Württemberg.

  • 18.05.2015

    Babyprodukte von Alete, die den Empfehlungen des neuen mittelbaren Teilhabers Baden-Württemberg widersprechen

    Fotostrecke (6 Bilder)
    • In einer Broschüre schreibt das&nbsp;baden-württembergische Verbraucherschutzministerium explizit über Mahlzeiten zum Trinken: „Diese flüssigen Breie eignen sich auf Grund der Vielfalt der Geschmackszutaten und des etwas höheren Energiegehalts weder für Säuglinge noch für das ältere Kind. Milchzahnkaries, aber vor allem schlechtes Essverhalten können die Folge sein.“
    • Zum Thema Kekse heißt es in derselben Broschüre:&nbsp;„Geben Sie ihm bitte nicht ständig etwas zum Beißen und beruhigen Sie es auch nicht mit Knabbersachen. Ihr Kind soll beißen lernen, nicht 'schlecken'. Verzichten Sie deshalb auch auf süße Babykekse.“
    • Alete-Apfelsaft ist laut Etikett&nbsp;ein „lecker-fruchtiger Durstlöscher“. Der neue mittelbare&nbsp;Teilhaber Baden-Württemberg dazu: „Der ideale Durstlöscher ist abgekochtes, körperwarmes Leitungswasser oder Mineralwasser, (...).“ „Lehnt Ihr Baby wirklich jedes Getränk ab, so können Sie größeren Babys sehr stark verdünnte Saftschorle (10 ml Saft auf 100 ml Wasser) aus dem Glas geben.“&nbsp;
    • Das Verbraucherministerium Baden-Württemberg rät: „Breikost mit folgenden Zutaten meiden: Zucker (Saccharose, Glucosesirup, Honig, Dicksäfte) (...); Aromen (...).“ Alete Grießbrei Keks enthält sowohl zugesetzten Zucker (Gesamt-Zuckergehalt 9,5%) als auch Aroma. Beworben wird er jedoch mit Hinweisen auf den Gehalt an Zink („für ein gesundes Wachstum“) und Calcium.
    • „Alete MilchMinis eignen sich ab dem 10. Monat als Nachtisch, leckere Zwischenmahlzeit oder auch ergänzend zum Frühstück“, heißt es auf der Verpackung. Dazu das Verbraucherschutzministerium Baden-Württemberg: „Fruchtzubereitungen mit einem Joghurt- oder Quarkanteil (...)&nbsp;eignen sich weder als Nachtisch noch als Zwischenmahlzeit.“ Denn sie „(...)&nbsp;hemmen die Eisenaufnahme.“
    • Als neuer mittelbarer Alete-Teilhaber profitiert das Land Baden-Württemberg&nbsp;vom Verkauf von Produkten, von denen sie ausdrücklich abraten. <link 1879>Schreiben Sie jetz</link>t an Alete und&nbsp;Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und fordern Sie, unter der Marke Alete nur noch wirklich babygerechte Produkte zu verkaufen! <link 1879>Jetzt mitmachen »</link>

    Alete vertreibt Produkte als babygerecht, vor denen nicht nur Kinderärzte warnen, sondern auch die Landesregierung in Baden-Württemberg – paradox, weil Baden-Württemberg seit Anfang des Jahres mittelbarer Teilhaber des Kindernahrungsherstellers ist. Schreiben Sie jetzt an Alete und Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und fordern Sie, unter der Marke Alete nur noch wirklich babygerechte Produkte zu verkaufen!

  • 23.02.2015

    Schleichwerbung in der Schule: Unterrichtsmaterial der Lebensmittelindustrie

    Fotostrecke (10 Bilder)
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Ritter Sport vertreibt eine Mappe, die etwa für den Biologie- oder Geschichtsunterricht in Grundschulen geeignet sein soll – mit Firmenportrait, Produktabbildungen und Markenlogos…</span>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Auch der Inhalt hat eine eindeutige Botschaft: „Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Schokolade glücklich macht. Vielleicht hast du ja auch schon davon gehört“.</span>
    • <p style="line-height:150%">Für die Lehrer hat Ritter Sport unmissverständliche Hinweise: Den Schülern „bitte in ausreichender Menge“ Schokolade geben.</p>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Auch andere Firmen bieten Unterrichtsmaterialien an, wie der Zwieback-Hersteller Brandt bei seiner Grundschulmappe – inklusive Markenlogos.</span>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Brandt hat eigens die Figur „Zwiebra“ entwickelt, die Kindern „viele lustige Spiele zeigen“ soll: „Ich knabbere am liebsten den ganzen Tag Zwieback von Brandt – das gibt ein Zwiebra!“</span>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Auch der Lobbyverband BLL ist in Schulen aktiv; unter anderem mit der Broschüre „Mit Sicherheit lecker“, die helfen soll, „mit sachlichen Informationen zum Abbau von Ängsten im Bereich der Lebensmittel-Verarbeitung beizutragen“.&nbsp;</span>
    • <p style="line-height:150%">Darin heißt es z.B.: „Durch (…) wissenschaftliche Entwicklungen sind unsere Lebensmittel immer sicher. (…) Die Lebensmittelunternehmen entwickeln immer neue Produktionstechniken, damit unsere Lebensmittel immer die beste Qualität haben.“</p>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Dr.Oetker lädt mit seiner Unterrichtsmappe „Komm, Back mit!“ Kinder zum gemeinsamen Backen ein, damit „Sozialverhalten, Zahlen- und Mengenverständnis, methodisches Vorgehen und Küchenwissen“ vermittelt werden.&nbsp;</span>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Auf den Arbeitsblättern für Erst- und Zweitklässler ist das Marken-Logo aufgedruckt, die abgebildeten Kinder tragen Dr.Oetker-Schürzen, in den Rezeptvorschlägen werden Dr.Oetker-Produkte empfohlen.</span>
    • <span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;News Gothic MT&quot;,&quot;sans-serif&quot;">Die Firma Kellogg’s präsentiert eine Ernährungspyramide, in der ihre Frühstücksflocken auf eine Stufe mit Brot und Reis gestellt werden – obwohl viele Produkte von Kellogg’s aufgrund des hohen Zuckergehalts von Experten stark kritisiert werden. Kellogg’s empfiehlt das Material sogar „zur Therapie bei übergewichtigen Kindern.“</span>

    Erst Biologiestunde mit Ritter Sport, dann Kochunterricht mit Dr.Oetker: Mit kostenlosen Lehrmaterialien schleichen sich Unternehmen auf dreiste Art in die Klassenzimmer. Schon kleine Kinder werden so in den Schulen direkten oder subtilen Werbe- und Lobbyeinflüssen ausgesetzt.