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  • 31.08.2016

    CETA: 125.047 Menschen wenden sich ans Bundesverfassungsgericht

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    • foodwatch, Campact und Mehr Demokratie reichen gemeinsam Verfassungsbeschwerde gegen CETA ein. Ab dem 30. Mai riefen die drei Organisationen dazu auf, sich dieser Beschwerde anzuschließen. 
    • Über eine gemeinsame Internetseite konnte sich jeder ein Vollmachtsformular herunterladen und sich an der Bürgerklage beteiligen.
    • Mehr als 125.000 Menschen folgten der Aufforderung und schickten handschriftlich unterzeichnete Vollmachten – oft versehen mit motivierenden guten Wünschen.
    • Das gemeinnützige Christophoruswerk in Erfurt übernahm es, die Vollmachten zu sortieren, zu erfassen und versandfertig zu machen.  
    • Am gestrigen Dienstag wurden die Vollmachten in Erfurt dann für den Transport nach Karlsruhe in einen Laster verladen.
    • Die exakt 125.047 Vollmachten füllten mehr als 70 Kartons.
    • Die Klageschrift reichten die Organisationen am Dienstag bereits elektronisch beim Bundesverfassungsgericht ein, die Vollmachten wurden parallel nach Karlsruhe transportiert...
    • ... wo etwa 200 Unterstützer der Organisationen sie erwarteten... 
<i>(Bilder aus Karlsruhe:&nbsp;Ferdinando Iannone / Campact)</i>
    • ... und mit Applaus und Jubel empfingen.
    • Dann reichte eine Menschenkette die Kartons mit den Vollmachten bis zum Gerichtsgebäude durch.
    • Dort wurden die Kartons noch einmal aufgestapelt und dem Gericht dann übergeben.
    • Nun bleibt abzuwarten, wie das Gericht entscheidet. Doch parallel zu diesem juristischen Schritt versuche wir weiterhin, CETA politisch zu verhindern – seien Sie dabei und fordern Sie Sigmar Gabriel auf, der „vorläufigen“ Anwendung von CETA nicht zuzustimmen: 
<link 2498>Jetzt E-Mail-Aktion unterzeichnen »</link>&nbsp;

    foodwatch, Mehr Demokratie und Campact haben am 31. August 2016 die Vollmachten von mehr als 125.000 Bürgerinnen und Bürgern beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Sie unterstützen die Verfassungsbeschwerde der drei Organisationen gegen CETA, das Freihandelsabkommen mit Kanada. Mit einem Eilantrag soll verhindert werden, dass Deutschland der Unterzeichnung und vorläufigen Anwendung von CETA zustimmt.

  • 24.08.2016

    Marktstudie: So zuckrig sind „Erfrischungsgetränke“

    Fotostrecke (7 Bilder)
    • foodwatch hat erstmals den Markt der „Erfrischungsgetränke“ umfassend untersucht. Das Ergebnis: 274 von 463 Produkten enthalten mehr als 5 Prozent Zucker – das sind mehr als 4 Würfelzucker je 250ml-Glas. Der Großteil des Angebots ist also so zuckrig, dass Hersteller in Großbritannien dafür Gesundheitsabgaben leisten müssen. Zuckergetränke fördern nachweislich die Entstehung von Fettleibigkeit und Typ-2-Diabetes.
    • Das Produkt mit dem höchsten Zuckergehalt im Test ist der Energy Drink „Rockstar Punched Energy + Guava“ von PepsiCo (16 Prozent). In einer 500ml-Dose stecken 78 Gramm Zucker beziehungsweise 26 Stück Würfelzucker. Das ist drei Mal so viel, wie die WHO pro Tag empfiehlt – und 50 Prozent mehr als in der gleichen Menge Coca-Cola classic.
    • PepsiCo hat nicht bloß das zuckrigste Produkt, sondern – unter allen Herstellern mit mindestens fünf zuckergesüßten Getränken im Test – auch das zuckrigste Sortiment. Die Zuckergetränke von PepsiCo enthalten im Schnitt 11 Prozent Zucker, umgerechnet macht das 9 Stück Würfelzucker je 250ml-Glas.
    • Die zuckrigste Limonade im Test ist „tem’s root beer“ vom Hersteller temetum (13,4 Prozent bzw. 11 Würfelzucker je 250ml-Glas), gefolgt von „Christinen Lemon“ (12,9 Prozent bzw. 11 Würfelzucker je 250ml-Glas), „Freeway Bitter Lemon“ und „Mountain Dew“ (beide 12,2 Prozent bzw. 10 Würfelzucker je 250ml-Glas). Die untersuchten Limonaden und Colas sind so zuckrig, dass es die klassische Coca-Cola nicht einmal in die Top 20 geschafft hat – sie enthält 10,6 Prozent Zucker.
    • Die zuckerärmsten Limonaden ohne Süßstoffe im Test sind die „Bionade“-Limos von der Radeberger-Gruppe. Sie enthalten zwischen 4,3 und 5 Prozent Zucker beziehungsweise 3½ bis 4 Würfelzucker je 250ml-Glas. Das macht sie keinesfalls zu gesunden Durstlöschern. Doch das Beispiel zeigt: Eine Limo kommt auch mit weniger Zucker aus.
    • Wenn wir nicht bloß die Limonaden, sondern alle getesteten Erfrischungsgetränke betrachten, zeigt sich: Es geht auch komplett ohne Zucker. Bad Liebenwerdas „Spritzig + Citro“ sowie Coca-Colas „Appolinaris Lemon“ enthalten weder Zucker noch Süßstoffe – dasselbe gilt für Pfanners „Pure Tea“-Reihe. Leider trifft das nur auf 6 von insgesamt 463 Produkten im Test zu. Die allermeisten Produkte sind überzuckert, andere enthalten Süßstoffe, die unter Medizinern jedoch auch umstritten sind.
    • Auch Saft-Schorlen enthalten mehr Zucker als empfohlen. Spitzenreiter sind hier die „fritz-spritz Bio-Traubensaftschorle“ (7,7 Prozent Zucker) sowie die „Capri Sonne Bio Schorly Rote Früchte“ (7,1 Prozent Zucker). Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, Fruchtsaft und Wasser im Verhältnis 1:3 zu mischen. Die meisten Hersteller mischen ihre Schorlen jedoch im Verhältnis 1:1, Capri-Sonne hat sogar einen Saftanteil von 75 Prozent. Das führt zu einem unnötig hohen Zuckergehalt.

    foodwatch hat erstmals den Markt der „Erfrischungsgetränke“ umfassend untersucht. Das Ergebnis: 274 von 463 Produkten enthalten mehr als 5 Prozent Zucker – das sind mehr als 4 Würfelzucker je 250ml-Glas. Der Großteil des Angebots ist so zuckrig, dass Hersteller in Großbritannien dafür Gesundheitsabgaben leisten müssen. 

  • 12.07.2016

    Was erwarten Verbraucher von „alkoholfreiem“ Bier?

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    • All diese Biere findet man im Supermarkt mit der Etikettierung „alkoholfrei“.
    • Nur diese Biere sind aber wirklich alkoholfrei, enthalten also tatsächlich keinen Restalkohol.
    • Bei diesen vier Bieren steht nicht einmal im Kleingedruckten, wie viel Restalkohol drin steckt – Verbraucherinnen und Verbraucher werden also gänzlich im Unklaren darüber gelassen, dass diese „alkoholfreien“ Biere noch einen gewissen Anteil Alkohol enthalten.
    • Auf diesen Bieren ist der Alkoholgehalt gekennzeichnet, wie es der Deutsche Brauerbund seinen Mitgliedern empfiehlt.&nbsp;
    • Doch diese freiwillige Kennzeichnung verstecken die Brauer im Kleingedruckten, auf der Rückseite oder dem Flaschenhals. Die irreführende Angabe „alkoholfrei“ steht dagegen groß vorn auf dem Etikett.
    • Wenn ein Bier sich „alkoholfrei“ nennt, erwarten Verbraucherinnen und Verbraucher mehrheitlich jedoch, dass tatsächlich kein Alkohol drin steckt – bei einer repräsentativen Emind-Umfrage formulierten fast zwei Drittel der Befragten diese Erwartung.&nbsp;
    • Fast die Hälfte der Befragten fand den Begriff „alkoholarm“ am treffendsten als Bezeichnung für ein Bier mit einem Alkoholgehalt von 0,4 Prozent. Nur 10,6 Prozent hielten „alkoholfrei“ für die richtige Kennzeichnung.
    • 84,5 Prozent der Befragten sprachen sich in der Emind-Umfrage zudem dafür aus, den Alkoholgehalt auch in Prozent auf der Flasche anzugeben. (Quelle: Emnid-Umfrage im Auftrag von foodwatch, 1.000 Befragte, Zeitraum 25.5.-6.6.2016).

    Die meisten „alkoholfreien“ Bieren enthalten einen Restalkohol von bis zu 0,5 Prozent – ein Hinweis dazu versteckt sich, wenn überhaupt, im Kleingedruckten. Die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher erwartet bei der Kennzeichnung „alkoholfrei“ allerdings, dass gar kein Alkohol enthalten ist. Gesetzliche Vorgaben dazu fehlen. 

  • 21.06.2016

    Wie Politik und Wirtschaft uns über TTIP und CETA täuschen

    Fotostrecke (8 Bilder)

    TTIP und CETA hebeln das in der Verträgen der Europäischen Union und stellen so das aktuelle Niveau des Gesundheits- und Verbraucherschutzes in Frage. Das belegt eine Studie internationaler Rechtsexperten, die foodwatch am 21. Juni 2016 in Berlin vorgestellt hat. Politiker in Brüssel und Berlin behaupten hingegen immer wieder, das Vorsorgeprinzip sei nicht in Gefahr – siehe Zitatesammlung in der Fotostrecke. Mehr

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