Betäubungslose Ferkelkastration stoppen - jetzt!

Bild: agrarfoto.com
Unterschriften

20 Millionen Ferkel werden in Deutschland Jahr für Jahr OHNE BETÄUBUNG kastriert. Sie sind wenige Tage alt, wenn sie diese blutige und schmerzhafte Tortur über sich ergehen lassen müssen. Damit soll verhindert werden, dass das Fleisch männlicher Ferkel später den sogenannten „Ebergeruch“ annimmt. Dabei gibt es längst sanftere Alternativen, nämlich einen Impfstoff! Zum ersten Januar 2019 sollte die Kastration ohne Betäubung verboten werden. Das hat der Bundestag vor mehr als fünf Jahren beschlossen. Doch auf Betreiben der Landwirtschaftslobby soll dieses Verbot nun in letzter Minute gestoppt werden. Schreiben Sie jetzt an den Bundestag und fordern Sie die Abgeordneten auf, diese mittelalterliche Praxis auf keinen Fall weiter zuzulassen! 

foodwatch hat die Aktion am 2.10.2018 gestartet.

Petitions-Text lesen

Sehr geehrte Frau Abgeordnete, sehr geehrter Herr Abgeordneter,

Jahr für Jahr werden in Deutschland 20 Millionen männliche Ferkel ohne Betäubung kastriert. Diese brutale Praxis sollte zum 1. Januar 2019 endlich beendet werden. Doch im Koalitionsausschuss vom 1. Oktober 2018 wurde nun vereinbart, das seit dem 13. Juli 2013 im Tierschutzgesetz festgelegte Ende der betäubungslosen Kastration von Ferkeln um zwei Jahre zu verschieben. Konkret bedeutet diese Absicht, dass weiteren 40 Millionen Ferkeln kurz nach ihrer Geburt die qualvolle und schmerzhafte Amputation ihrer Hoden ohne jegliche Betäubung zugemutet werden soll.

Männliche Ferkel werden kastriert um zu verhindern, dass ihr Fleisch den sogenannten „Ebergeruch“ annimmt, einen strengen Geruch und damit auch Beigeschmack. Doch es gibt längst sanftere Mittel. Am schonendsten für die Tiere und ohne Risiken für die Verbraucherinnen und Verbraucher ist eine Impfung, die so genannte Immunokastration. Zwei Injektionen würden jeglichen chirurgischen Eingriff unnötig machen. Aus Verbrauchersicht ist die Immunokastration die Methode der Wahl.

Diese tierschutzgerechte, schonende und zeitgemäße Kastration würde lediglich Kosten in der Größenordnung von fünf Euro je Ferkel verursachen. Die Endverbraucherpreise für Schinken, Steak und Schnitzel würden dadurch lediglich um Cent-Beträge steigen.

Fachlich-wissenschaftlich und auch anwendungspraktisch sind die Immunokastration und andere Alternativen zur geradezu mittelalterlichen Methode der betäubungslosen Ferkelkastration unumstritten. Sie werden einmütig von der Bundestierärztekammer (BTK), der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) und vom Verband „Tierärzte für eine verantwortbare Landwirtschaft“ (tfvl) gefordert.

Ich appelliere an Sie als Abgeordnete bzw. Abgeordneter im Deutschen Bundestag: Bitte widerstehen Sie dem sachlich durch nichts zu rechtfertigenden Versuch, das seit fünf Jahren gesetzlich feststehende Ende der betäubungslosen Kastration um zwei weitere Jahre zu verschieben. Von Ihrer Entscheidung hängt es ab, ob weitere vierzig Millionen Ferkel in den kommenden Jahren die hochgradig schmerzhafte Amputation ihrer Hoden erleiden müssen!

Mit freundlichen Grüßen

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  • Die Abgeordneten des deutschen Bundestages

 

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