Tierhaltungswende jetzt!

Bild: Fotolia / fotomaster, grafikplusfoto, shishiga, vlad klok
Unterschriften. Sind Sie schon dabei?

Kranke und verhaltensgestörte Tiere sind in deutschen Ställen trauriger Alltag.  Oft werden die Tiere durch schlechte Haltungsbedingungen und eine mangelhafte Betreuung regelrecht krank gemacht. Wie gesund oder krank die Tiere sind, muss noch nicht einmal überprüft werden! Die Verbraucher verzehren regelmäßig Lebensmittel, die von kranken, nicht artgemäß gehaltenen Tieren stammen.

Wir meinen: In Zukunft darf kein Tierprodukt mehr in den Handel kommen, das nicht nachweislich tiergerecht erzeugt wurde! Wir fordern eine echte Wende in der Tierhaltung: Tierschutzgerechte Nutztierhaltung und gesetzliche Zielvorgaben für die Gesundheit der Tiere!

Fordern Sie jetzt Bundesminister Christian Schmidt auf, mit einer EU-Initiative endlich Tiergerechtigkeit durchzusetzen! 

foodwatch hat diese Aktion am 21. Mai 2015 gestartet. Der Zähler beinhaltet alle Unterschriften, die foodwatch auf verschiedenen Online-Plattformen gesammelt hat.

Petitions-Text lesen

Sehr geehrter Herr Bundesminister Schmidt,

die meisten Fachleute sind sich einig: Die Zustände in der Haltung von Nutztieren sind inakzeptabel. Freiwillige Initiativen können nicht die Lösung sein, denn ökonomische Interessen setzen sich immer auf Kosten der Tiere durch, solange diese nicht durch klare und konsequent durchgesetzte gesetzliche Vorgaben vor dem Wettbewerb geschützt werden. Wenn wir sie nutzen, dann schulden wir auch allen Tieren eine tiergerechte Haltung – von der Zucht über die Haltung bis zu Transport und Schlachtung.

Ich fordere Sie auf, sich auf europäischer Ebene für eine konsequente Wende in der Nutztierhaltung einzusetzen. Europas Verbrauchern sollen nur noch solche tierischen Lebensmittelzutaten angeboten werden, die nachweislich von gesunden, tiergerecht gehaltenen Tieren stammen!

Dafür müssen folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  1. Tierschutzgerechte Haltungssysteme müssen ausnahmslos verbindlicher Standard sein: Tiere müssen ihre wesentlichen arteigenen Verhaltensweisen ausüben können und dürfen nicht krank gemacht werden. Die Haltungsbedingungen müssen den Bedürfnissen der Tiere angepasst werden, nicht umgekehrt.
  2. Klare Zielvorgaben für die Tiergesundheit müssen verbindlich vorgeschrieben werden. Dazu werden tierbezogene Indikatoren (z. B. Sterblichkeitsrate, Häufigkeit typischer Erkrankungen) festgelegt und betriebsgenau überprüft. Tierhalter und Tierbetreuer werden geschult, denn ein hoher Gesundheitsstatus ist nur mit optimalem Management zu erreichen.
  3. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben für tiergerechte Haltungsbedingungen und Gesundheitsvorgaben wird konsequent und transparent überwacht. Alle Kontrollergebnisse werden betriebsgenau veröffentlicht.  

Mit freundlichen Grüßen

Vorname Nachname (wird automatisch eingefügt)

Diese E-Mail wird versendet an:

  • Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU)

 

Bild: Fotolia / fotomaster, grafikplusfoto, shishiga, vlad klok