Schluss mit versteckter Gentechnik!

In Europa lehnen die Menschen gentechnisch veränderte Lebensmittel mehrheitlich ab. Wenn sie wüssten, dass der Joghurt, die Milch oder die Butter von Tieren stammen, die gentechnisch verändertes Futter gefressen haben, dann würden sie diese Produkte wahrscheinlich NICHT kaufen. Trotzdem – oder gerade deshalb – werden diese Produkte NICHT gekennzeichnet. Viele Menschen unterstützen deshalb beim Kauf solcher Produkte unwissentlich und gegen ihren Willen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft. Das ist ein Skandal und das wollen wir uns nicht länger bieten lassen!

Schluss mit versteckter Gentechnik!

In Europa lehnen die Menschen gentechnisch veränderte Lebensmittel mehrheitlich ab. Wenn sie wüssten, dass der Joghurt, die Milch oder die Butter von Tieren stammen, die gentechnisch verändertes Futter gefressen haben, dann würden sie diese Produkte wahrscheinlich NICHT kaufen. Trotzdem – oder gerade deshalb – werden diese Produkte NICHT gekennzeichnet. Viele Menschen unterstützen deshalb beim Kauf solcher Produkte unwissentlich und gegen ihren Willen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft. Das ist ein Skandal und das wollen wir uns nicht länger bieten lassen!

Dear Commissioners,

Consumers have the right to know if their foods were produced using genetically modified plants. The European laws on this are inadequate and do not provide such transparency. This means that while shopping consumers cannot find out whether meat, milk or eggs come from animals that have been fed genetically modified animal feed.

It is a well-known fact that the majority of people in Europe are opposed to genetic engineering in agriculture. Because there is no comprehensive labelling, consumers are unable to make conscious purchasing decisions while shopping to avoid products that have been exposed to genetic engineering in the food chain. As buyers of many animal-derived products, they are essentially forced to support genetic engineering in agriculture – without their knowledge and against their will. The citizens of Europe currently have no option to decide for themselves whether they want to support genetic technology in the field or not.

A mandatory genetic engineering label already exists for plant-derived ingredients – and this also applies to animal feeds. This means that farmers and food manufacturers know exactly whether their products are made using genetically modified animal feeds. The problem is that they do not have to pass on this information to consumers.

We want an end to genetic engineering against our will! We demand that you ensure clear and uniform labelling of genetic engineering. So that we consumers can finally have true freedom of choice, we demand that all animal-derived foods produced using genetically modified animal feeds be labelled as such from now on!

Sincerely,

First name, surname, town and - if given - comment (will be completed automatically)


Sehr geehrte Damen und Herren Kommissare,

Verbraucher haben das Recht zu erfahren, wenn ihre Lebensmittel mit Hilfe von gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt wurden. Die europäischen Gesetze dafür sind unzureichend und bieten diese Transparenz nicht. So erfahren die Verbraucher beim Einkauf nicht, ob Fleisch, Milch oder Eier von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Futterpflanzen gefüttert wurden.

Es ist bekannt, dass die Menschen in Europa Agrargentechnik mehrheitlich ablehnen. Weil eine umfassende Kennzeichnung fehlt, können sie beim Einkauf jedoch der Verwendung in der Lebensmittelkette nicht durch bewusste Kaufentscheidungen ausweichen. Als Käufer vieler tierischer Produkte werden sie so zwangsweise zu Förderern der Agro-Gentechnik – unwissentlich und gegen ihren Willen. Die Bürger Europas haben derzeit keine Möglichkeit, selbst darüber zu entscheiden, ob sie Gentechnik auf dem Acker unterstützen wollen oder nicht.

Für pflanzliche Zutaten gibt es bereits eine verpflichtende Gentechnik-Kennzeichnung – diese gilt auch für Futtermittel. Bauern und Lebensmittelhersteller wissen also genau, wenn ihre Produkte mithilfe genetisch veränderter Futtermittel hergestellt wurden. Das Problem ist aber: Diese Information müssen sie nicht an die Verbraucher weiterreichen.

Wir sagen: Schluss mit Gentechnik wider Willen! Wir fordern Sie auf, für eine klare und einheitliche Kennzeichnung von Gentechnik zu sorgen. Damit wir Verbraucher endlich echte Wahlfreiheit haben, fordern wir: Auch alle tierischen Lebensmittel, die mit Hilfe gentechnisch veränderter Futterpflanzen erzeugt wurden, müssen in Zukunft gekennzeichnet werden!

Mit freundlichen Grüßen

Vorname,  Nachname und Wohnort sowie gf. Kommentar (wird automatisch ergänzt)

Diese E-Mail wird an folgende Empfänger verschickt:

Karmenu Vella (EU-Kommissar für Umwelt)

Věra Jourová (EU-Kommissarin für Verbraucherpolitik)

Vytenis Andriukaitis (EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit)

Phil Hogan (EU-Kommissar für Landwirtschaft)

Die EU-Kommission hat auf unsere Protestaktion bereits verschiedentlich geantwortet. Die Antworten finden Sie hier. Solange Verbraucher beim Kauf von tierischen Lebensmitteln wie Milch oder Fleisch aber noch immer nicht erfahren, ob gentechnisch veränderte Futtermittel verwendet wurden, sind unsere Forderungen nicht erfüllt und wir setzen unsere E-Mail-Aktion fort. 

Antwort der EU-Kommission auf die E-Mail-Aktion (09.12.2013) 

Antwort lesen

In ihrer Antwort geht die Kommission auf die Forderung aus der E-Mail-Aktion gar nicht ein, sondern beschreibt lediglich den Status quo: Vor der Zulassung von Gentechnik-Pflanzen gebe es eine Prüfung und pflanzliche Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Bestandteilen würden schließlich gekennzeichnet – tierische Lebensmittel nicht, weil darin keine gentechnisch veränderten Bestandteile nachweisbar seien. Zudem dürften diese doch als gentechnikfrei gelabelt werden, wenn sie entsprechend erzeugt werden.

Offener Brief von foodwatch in Reaktion auf das Schreiben der EU-Kommission (31.01.2014) 

Brief lesen

foodwatch bekräftigt in einem offenen Brief die Forderung nach einer verpflichtenden Kennzeichnung tierischer Lebensmittel, die mit Hilfe gentechnisch veränderter Futtermittel erzeugt wurden und drückt Bedauern darüber aus, dass die Kommission in ihrer Antwort auf diese Forderung nicht eingegangen ist. Denn wirklich informierte Kaufentscheidungen könnten Verbraucher und Verbraucherinnen nur mit einer solchen Kennzeichnung treffen. 

Antwort der EU-Kommission auf den Offenen Brief (14.04.2014)

Antwort lesen

Die EU-Kommission erklärt, es gebe bereits einen „Level an Informationen“ der als „adäquat“ angesehen wurde um informierte Kaufentscheidungen zu treffen und verweist erneut auf die Möglichkeit einer freiwilligen Kennzeichnung als „gentechnikfrei“. 

Antwort der EU-Kommission auf die E-Mail-Aktion (11.09.2015)

Antwort lesen

Die EU-Kommission verweist in ihrer Antwort lediglich auf die beiden Schreiben von Dezember 2013 und April 2014.

Antwort der EU-Kommission auf die E-Mail-Aktion (21.11.2016)

Antwort lesen

Erneut verweist die Kommission auf die beiden Schreiben von Dezember 2013 und April 2014.

foodwatch hat die Aktion am 22.10.2013 gestartet. Der Zähler beinhaltet die von foodwatch auf verschiedenen Online-Plattformen und Papierlisten gesammelten Unterschriften sowie vom Umweltinstitut München gesammelte Unterschriften.

Eine gemeinsame Aktion von:

Umweltinstitut München

383985

Unterschriften

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