E-Mail-Aktion

Wurst-Skandal: Helfen Sie mit, die Vertuschung zu stoppen!

E-Mail-Aktion

Wurst-Skandal: Helfen Sie mit, die Vertuschung zu stoppen!

+++++Die E-Mail-Aktion ist beendet+++++

Vielen Dank an die 34.977 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner!
Wir haben die Aktion an das Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Hessen und den Landkreis Waldeck-Frankenberg beendet. 

So geht es jetzt weiter
Der Fall Wilke hat gezeigt, dass die Lebensmittelüberwachung einer grundlegenden Reform bedarf. Statt wie bisher die Kontrollen auf Landkreisebene zu organisieren, muss es künftig auf Landesebene eine einzige, eigenständige und politisch unabhängige Lebensmittelbehörde geben – und alle Ergebnisse der Kontrollen, alle Namen und Verkaufsstellen belasteter Produkte müssen vollständig veröffentlicht werden. Das wären wirksame Anreize, um Fälle wie Wilke zu verhindern.

Doch stattdessen will Ernährungsministerin Julia Klöckner die Zahl der Pflicht-Kontrollen in Lebensmittelbetrieben senken, obwohl bereits jetzt schon jede dritte vorgeschriebene Kontrolle ausfällt. Wir haben dazu eine neue E-Mail-Aktion an Julia Klöckner und die Ministerinnen und Minister der Länder gestartet. Hier können Sie teilnehmen.

Sehr geehrte Damen und Herren,


wenn gefährliche, keimbelastete Lebensmittel in Umlauf gekommen sind, muss der Verbraucherschutz an oberster Stelle stehen. Erst Recht, wenn solche Produkte mit Todesfällen und Dutzenden Erkrankungen in Verbindung gebracht werden. Es ist richtig, dass vorsorglich alle Wurstprodukte des Herstellers Wilke zurückgerufen wurden. Wir Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten aber, dass wir auch schnell gewarnt und transparent informiert werden, welche Produkte von diesem Rückruf betroffen sind! 
Ein Rückruf kann nur dann effektiv funktionieren, wenn alle Namen der betroffenen Produkte und die Verkaufsstellen benannt werden. Im Fall der wegen einer möglichen Listerienbelastung zurückgerufenen Wurstprodukte der Firma Wilke enthalten Sie uns diese Informationen vor!
Den hessischen Behörden liegt nach eigenen Angaben eine Liste der Abnehmer der zurückgerufenen Produkte vor. Es ist unverantwortlich , dass Sie diese Liste unter Verschluss halten! Sie lassen uns im Dunkeln tappen, denn wir können nicht erkennen, wo Wilke-Produkte unter anderen Markennamen, als lose Ware an Wursttheken oder in Restaurants und Kantinen verkauft wurden. 
Ich fordere Sie daher auf: Veröffentlichen Sie endlich alle bekannten Produkt- und Markennamen der zurückgerufenen Wurst und benennen Sie alle bekannten Verkaufsstellen!

Mit freundlichen Grüßen

Vorname Nachname, Wohnort und ggf. Kommentar  (wird automatisch eingefügt)

Reinhard Kubat, Landrat des Landkreises Waldeck-Frankenberg

Brigitte Lindscheid, Regierungspräsidentin des Regierungspräsidiums Darmstadt

Priska Hinz, Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Hessen 

foodwatch hat die Aktion am 7. Oktober 2019 gestartet.