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Nährwert-Ampel: Damit Lebensmittel Farbe bekennen

Transparenz durch die Nährwert-Ampel – Bild: foodwatch/frankweinert.com

Das ist das Problem

60 Prozent der Erwachsenen und bereits 20 Prozent der Schulkinder in der EU gelten als übergewichtig oder sogar fettleibig. Millionen Menschen leiden zudem an Bluthochdruck (Hypertonie).  Probleme, die Milliarden-Kosten im Gesundheitssystem verursachen – und die zurückgehen auf eine falsche Ernährung. Doch erst wenn die Verbraucher wissen, wie viel Zucker, Fett oder Salz drin steckt, können sie sich eine ausgewogene Ernährung zusammenstellen. Viele Lebensmittelhersteller leben allerdings davon, die Nährwerte ihrer Produkte schönzurechnen: Verwirrende Prozentangaben und irreführende Portionsgrößen sorgen dafür, dass noch die größte Zuckerbombe aussieht wie eine ausgewogene Zwischenmahlzeit.

Das fordert foodwatch

Nährwertangaben müssen klar und verständlich sein – und zwar auf einen Blick auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen. Und sie müssen vergleichbar sein. Mit der in Großbritannien entwickelten Ampelkennzeichnung wird das erreicht: Statt auf unrealistische Portionsgrößen setzt sie auf einheitliche Angaben pro 100 Gramm – und auf Signalfarben, die die Information über die wichtigsten Nährwerte Fett, Zucker und Salz spielend leicht macht. Grün steht dabei für einen geringen, Gelb für einen mittleren und Rot für einen hohen Gehalt am jeweiligen Nährwert. foodwatch fordert die verpflichtende Einführung der Nährwert-Ampel für verpackte Lebensmittel.

Das ist der Stand

Wissenschaftliche Studien belegen es: Die Nährwert-Ampel ist das am besten verständliche System der Nährwert-Information. Ärzteverbände und Krankenkassen haben sich ebenso dafür ausgesprochen wie Patienten- und Verbraucherorganisationen. In Deutschland forderten sieben von zehn Verbrauchern die Ampel. Doch die europäische Politik hat sich unter dem massiven Lobbydruck der Lebensmittelindustrie gegen die rot-gelb-grüne Kennzeichnung ausgesprochen. Die Probleme werden so nicht gelöst. Daher sind wir sicher: Die Ampel wird kommen – früher oder später steht das Thema wieder ganz oben auf der Agenda.

Zuletzt geändert am 04.03.2013

Willi will die Ampel