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Monte Drink: Windbeutel-Gewinner Zott mogelt erneut

21.01.2011

Zott hat seiner Zuckerbombe Monte – Gewinner des Goldenen Windbeutels 2010 – einen neuen Werbeauftritt verpasst. Angeblich, um künftig „Produktaussagen transparent und unmissverständlich an den Verbraucher zu kommunizieren“. Also ist nun alles gut? Leider nein. Denn wie sich zeigt, ist Monte ein besonders dreister Wiederholungstäter.

Nachdem der Monte Drink letztes Jahr von mehr als 30.000 Verbrauchern zur Werbelüge des Jahres gekürt wurde, gelobte Hersteller Zott Besserung und versprach im April 2010 „Verbesserungen in der Darstellung gegenüber den Verbrauchern wie in der Rezeptur“. Ein halbes Jahr nach diesen vollmundigen Versprechen setzte die „Genuss-Molkerei“ (Zott über Zott) noch eins drauf: In einer Pressemitteilung sprach das Unternehmen von der „wegweisenden Entscheidung, Produktaussagen transparent und unmissverständlich (…) zu kommunizieren“. Die Monte-Familie – zu der neben dem Drink auch Becher in verschiedenen Größen gehören – solle nicht mehr als „Zwischenmahlzeit“ bezeichnet und nicht mehr als gesund beworben werden. Weiterhin spreche die neue Kampagne „junge Erwachsene“ an – Kinder sind also nicht mehr die Zielgruppe. Und von einer „Zuckerreduzierung“ für den Monte Drink war außerdem auch noch die Rede. Klingt erst einmal gut, doch entpuppt sich das Ganze bei genauem Hinsehen als neue Täuschungsoffensive. Getreu dem Motto: Neuer Auftritt, alte Botschaft…

Torhüter René Adler als Zugpferd

Fußballnationaltorwart René Adler und sein Bruder sind die neuen Werbefiguren der Marke. Im aktuellen Spot erzählen sie die Geschichte, wie René Adler durch seinen Bruder – und Monte, versteht sich – zum Fußball gekommen ist. Die „Senior Product Managerin“ von Monte erklärt in einem Interview zum Werbefilm: “Wir haben die beiden als Botschafter für die Marke ausgewählt, (...) weil sie sind halt attraktiv, jung, sportlich, lebendig (...)  und wir möchten auch, dass unsere Konsumenten diese Marke so erleben.” Wir übersetzen:

Weil der öffentliche Druck nicht mehr erlaubt, die Monte-Zuckerbomben als gesunde „Zwischenmahlzeiten“ zu bewerben, haben wir uns René Adler ins Boot geholt. Er verkörpert genau das, was wir nicht mehr beim Namen nennen sollen: Monte ist eine gesunde und sportliche Zwischenmahlzeit. So sieht zwar alles neu aus, bleibt aber beim Alten.

Nur noch so viel Zucker wie Coca Cola...

Doch Fußball hin oder her: Monte ist und bleibt eine Süßigkeit. Da ändert auch die groß angekündigte „Zuckerreduzierung“ des Drinks nichts dran – aus zuvor 8 Würfeln Zucker pro Monte Drink sollen „bis Frühjahr 2011“ etwa 7 werden. Damit wäre der Drink dann ungefähr gleichauf mit Coca Cola. Herzlichen Glückwunsch!

Zott scheint noch immer nicht zu begreifen, dass Verbraucher sich solche Irreführungen nicht mehr gefallen lassen wollen. Schlimmer noch: Der Hersteller verkauft die neue Kampagne sogar als „wegweisend“. Eine bodenlose Frechheit!

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