E-Mail-Aktion

Lidl: Keine Energydrinks für Kinder!

istock/Radist [M]

Energydrinks sind übermäßig süß und enthalten sehr viel Koffein – zu viel für unsere Jüngsten. Trotzdem verkauft Lidl die gesundheitsgefährdenden Getränke an Kinder. In Ländern wie Großbritannien, Dänemark oder Schweden aber nicht. Fordern Sie Lidl jetzt auf, Minderjährige auch in Deutschland zu schützen!

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Lidl: Keine Energydrinks für Kinder!

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Energydrinks sind übermäßig süß und enthalten sehr viel Koffein – zu viel für unsere Jüngsten. Trotzdem verkauft Lidl die gesundheitsgefährdenden Getränke an Kinder. In Ländern wie Großbritannien, Dänemark oder Schweden aber nicht. Fordern Sie Lidl jetzt auf, Minderjährige auch in Deutschland zu schützen!

Sehr geehrter Herr Fuchs, 

Energydrinks bergen für Kinder und Jugendliche erhebliche Gesundheitsgefahren. Das haben Sie erkannt und in Großbritannien, Dänemark, Schweden und den Niederlanden freiwillig den Verkauf von Energydrinks eingeschränkt.  

Die Gefahren von Energydrinks bestehen jedoch auch in Deutschland. Ich fordere Sie auf, Kinder und Jugendliche auch in Deutschland zu schützen und keine Energydrinks mehr an Minderjährige zu verkaufen! 


Mit freundlichen Grüßen 

(Unterschrift wird automatisch eingefügt) 

  • Friedrich Fuchs, Geschäftsführer Lidl Deutschland

Hintergrundinformationen

Es gibt in Deutschland keine gesetzliche Regelung zum Verkauf von Energydrinks. Deshalb verkaufen nahezu alle Händler Energydrinks ohne Altersbeschränkung. [1] 

Der Verkauf von Energydrinks ist in folgenden Ländern erst ab einem bestimmten Alter erlaubt: in Polen, Lettland, Litauen und kürzlich Rumänien ab 18 Jahren, in Estland ab 16 Jahren, in Norwegen ab 15 Jahren. [2,3,4] 

Wir wollen alle Minderjährigen in Deutschland schützen. Energydrinks sind insbesondere in Kombination mit Sport und Alkohol auch für ältere Jugendliche eine Gesundheitsgefahr. [5] 

Zu viel Koffein führt zu Nebenwirkungen wie Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Problemen aber auch Herz-Rhythmusstörungen oder erhöhtem Blutdruck. Besonders gefährlich wird es, wenn Energydrinks beim Sport getrunken oder mit Alkohol konsumiert werden. Hier besteht der Verdacht, dass dies zu Krampfanfällen und Nierenversagen führen kann. [5] Energydrinks enthalten oft weitere Inhaltsstoffe wie Taurin und Guarana, über deren langfristige Wirkung in Kombination mit einer hohen Koffeinaufnahme wenig bekannt ist. 

Lidl hat in Großbritannien, Niederlande, Dänemark und Schweden in den letzten Jahren Altersgrenzen für den Verkauf von Energydrinks eingeführt. [5] In Deutschland hat Lidl sich 2023 medienwirksam verpflichtet, keine ungesunden Lebensmittel mehr an Kinder zu vermarkten [7] – verkauft aber trotzdem weiterhin die süßen Koffeinbomben an Kinder. Wenn wir Lidl überzeugen, keine Energydrinks mehr an Kinder zu verkaufen, geraten auch andere Handelsketten unter Druck und eine gesetzliche Regelung ist dann einfacher zu erreichen.

Am 20.3.2024 haben Toby (11) und Luca (12) in Lidl-Filialen in Berlin Mitte, Kreuzberg und Schöneberg unbegleitet Energydrinks gekauft. Mia und Laura (beide 11) testeten Lidl in drei Filialen in Lichtenberg und Friedrichshain am 11.4.2024. Die Campaignerin und der Kameramann warteten immer unauffällig draußen. In fünf von sechs Filialen haben die Kinder Energydrinks bekommen. In der Filiale in Mitte hat im ersten Anlauf eine Mitarbeiterin nach dem Alter der Jungen gefragt und die Abgabe verweigert. Wenige Minuten später hat ein anderer Mitarbeiter der gleichen Filiale ihnen die Energydrinks jedoch ohne Probleme verkauft. In der zweiten Filiale in Friedrichshain hat ein Mitarbeiter den Mädchen den Verkauf verweigert.  

Händler können selbst entscheiden, ob sie Energydrinks erst ab einem bestimmten Alter verkaufen. Es besteht keine Abgabepflicht. Nur Rossmann hat seit Jahren ein Mindestalter für die Abgabe von 16 Jahren festgelegt. In den Filialen ist der Hinweis deutlich am Regal oder am Kühlschrank angebracht. [8] 

Zettel mit Hinweis auf Altersbeschränkung ab 16 Jahre auf einem Kühlregal mit Energydrinks

„Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir an einer persönlichen Übergabe nicht interessiert sind“ – so lapidar hat Lidl unsere Terminanfrage zur Unterschriftenübergabe abgelehnt [9]. Öffentlich tut der Konzern zwar so, als wolle Lidl die Kindergesundheit schützen. Die Sorgen von zehntausenden Menschen um die gesundheitsschädigende Wirkung von Energydrinks, die Lidl Woche für Woche zu Cent-Preisen an Kinder verkauft, sind der Führungsetage aber nicht einmal einen kurzen Termin wert. Deshalb geht unser Protest weiter: Bitte unterzeichnen Sie unsere Aktion! Ab heute wird Lidl über jede einzelne Unterschrift direkt benachrichtigt und so daran erinnert, dass immer mehr Menschen Lidl auffordern, seine Geschäftspraxis zu ändern - und darauf eine inhaltliche Antwort erwarten.

  • [1] Eigenauskunft per Mail von Lidl, Kaufland, Rewe, Edeka, Aldi, Penny, Norma, Famila, Budni, Globus Shell, Tank & Rast, an foodwatch zwischen 20.2.-28.2.2024 
  • [2] verbraucherzentrale.de, " Energy Drinks: Gesundheitsrisiko für Vieltrinker",  31.12.2023 (abgerufen am 9.4.2024) 
  • [3] stuttgarter-nachrichten.de, "Energydrinks die Flügel gestutzt", 22.2.2024 (abgerufen am 9.4.2024)
  • [4] Lithuanian National Radio and Television, "Lithuania bans sale of energy drinks to minors", 8.9.2015 (abgerufen am 18.4.2024)
  • [5] mobil.bfr.bund.de, "Kinder und Jugendliche: Übermäßiger Konsum von Energy Drinks erhöht Gesundheitsrisiko für Herz und Kreislauf",  DOI 10.17590/20190527-103615, 27.5.2019 (abgerufen am 9.4.2024)
  • [6] Eigenauskunft Lidl Mail an foodwatch am 28.2.2024 
  • [7] lidl.de, "Neue Standards im Kindermarketing", abgerufen am 9.4.2024
  • [8] Eigenauskunft an foodwatch von Rossmann per Mail am 20.2.2024 und von Edeka Mail 23.2.2024 + Vorort-Recherche von foodwatch 15.02.2024 
  • [9] Antwort von Lidl auf unsere Anfrage für einen Termin für Unterschriftenübergabe und Gespräch (21. und 24.5.2024)

foodwatch hat die Aktion am 15.04.2024 gestartet. 

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