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Dioxine und PCB: Giftstoffe in Lebensmitteln

Eier im Karton, © PictureP. - Fotolia.com

Das ist das Problem

Dioxine und die dioxinähnlichen polychlorierten Biphenyle (PCB) sind giftig und zum Teil krebserregend. Menschen nehmen zu viel Dioxine auf – und 80 Prozent der Gesamtaufnahme stammt aus Lebensmitteln. Wo Grenzwerte existieren, werden diese bei Fleisch, Fisch, Eiern oder Milch regelmäßig überschritten. Bekannt werden die Fälle oft gar nicht. Oder erst dann, wenn die belasteten Produkte bereits verzehrt sind.

Das ist der Stand

Die Grenzwerte für Dioxine orientieren sich nicht an der Gesundheit der Menschen, sondern sie werden nach der tatsächlichen Belastung der Produkte festgelegt. Ein Fehler im System: Je höher zum Beispiel Fisch belastet ist, desto höher darf er es auch sein – wie gut das für die Verbraucher ist, spielt keine Rolle. Zudem hat das Kontrollsystem viele Schwachstellen. Weil zum Beispiel Futtermittel nicht konsequent auf Dioxin getestet werden müssen, gelangt immer wieder Gift über Futter in Milch, Eier oder Fleisch.

Das fordert foodwatch

Die Grenzwerte müssen mehr Schutz bieten: Sie müssen sich strikt am Gesundheitsschutz ausrichten und nicht an dem Ziel, möglichst viele Produkte trotz hoher Belastungen für den Handel zuzulassen. Außerdem müssen die bestehenden Grenzwerte auch durchgesetzt werden: Futtermittelhersteller müssen verpflichtet werden, jede Charge jeder Futtermittelzutat vor der Verarbeitung auf Dioxine zu testen. So wird ein Haupteintragspfad für Dioxine in Lebensmittel geschlossen. Die Kosten für den Endverbraucher erhöht dies kaum – die Lebensmittelsicherheit aber erheblich.

© fotolia.com

Gegen Dioxin auf dem Teller – für Pflicht-Tests!

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Zuletzt geändert am 20.09.2012