WAZ: Giftstoffe kamen wohl über Boden in Bio-Eier

23.04.2012
Bild: fotolia.com/Klaus Eppele

Die Quelle für die Belastung von Bio-Eiern mit dioxinähnlichen PCB auf einem ostwestfälischen Hof ist möglicherweise eine Belastung des Bodens. Die Westfälische Rundschau (WAZ-Gruppe) berichtet, dass bei Bodenproben erhöhte PCB-Werte gemessen wurden.

Nach Informationen des WAZ-Verlages sind im Boden PCB entdeckt worden, die auch in den Bio-Eiern gefunden wurden. Viele Fragen bleiben jedoch weiter offen. So wurden die Belastungen des Bodens in dem Bereich des Hofes festgestellt, in dem Tiere aus konventioneller Haltung Auslauf haben, berichtet die Westfälische Rundschau. Zu hohe Werte dagegen wurden bisher nur in Bio-Eiern gemessen, nicht in konventionellen. Wie genau die Giftstoffe in die Eier gelangten und ob der Boden tatsächlich der Eintragsweg ist bzw. es noch weitere Quellen gab, ist damit weiter offen.

Im Fall der beiden belasteten Hühnerhöfe in Duisburg gibt es noch keine Erkenntnisse über die Ursache. In Niedersachsen werden Untersuchungsergebnisse von Bodenproben im Laufe dieser Woche erwartet.

„Gute fachliche Praxis“

Bei dioxinähnlichen PCB handelt es sich in der Regel um Industriealtlasten. Die Chlorverbindungen dürfen seit vielen Jahren nicht mehr verwendet werden, können sich aber nach wie vor in Böden befinden. Beim Picken werden sie dann von den Hühnern aufgenommen. Der „guten fachlichen Praxis“ entspricht es daher, dass Landwirte Bodenproben nehmen und analysieren lassen, bevor sie Tiere auf diesen Böden halten. Sollte sich die Quelle der Altlasten im Boden bestätigen, wäre zu überprüfen, ob die Betriebe dieser Praxis entsprochen haben.

 
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