Presse-Statement: foodwatch zu Kinderernährung / Gesundheitsstudie des Robert Koch-Instituts

Zu der heute veröffentlichten Untersuchung des Robert Koch-Instituts, wonach 15,4 Prozent der Kinder und Teenager zwischen 3 und 17 Jahren in Deutschland zu dick und 5,9 Prozent sogar fettleibig sind, erklärt Luise Molling von der Verbraucherorganisation foodwatch:  

„Übergewicht und Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen verharren auf einem traurig hohen Niveau – und die Politik schaut zu. Die Lebensmittelindustrie trägt eine entscheidende Mitverantwortung, denn sie vermarktet fast nur Süßigkeiten und fettig-salzige Snacks an Kinder: 9 von 10 Lebensmitteln, die etwa mit Comicfiguren an Kinder beworben werden, sind zu süß, zu fettig, zu salzig und entsprechen nicht den Vorgaben der Weltgesundheitsorganisation für gesunde Kinderprodukte. Ernährungsbildung, Sportprogramme und wohlmeinende Appelle sind nicht genug – die Bundesregierung muss jetzt wirksame Maßnahmen ergreifen und endlich den Mut haben, sich mit der mächtigen Lebensmittellobby anzulegen: Wir brauchen Werbebeschränkungen für ungesunde Kinderlebensmittel, eine verständliche Nährwertkennzeichnung in Ampelfarben und eine Herstellerabgabe für überzuckerte Getränke.“

Hintergrund: 

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat heute seine neue Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) vorgestellt. Demnach sind 15,4 Prozent der Kinder und Teenager zwischen 3 und 17 Jahren zu dick. 5,9 Prozent sind sogar fettleibig. Die Werte verharren damit seit dem Beginn der ersten RKI-Untersuchung in den Jahren 2003 bis 2006 ungefähr auf dem gleichen Niveau. Im Vergleich zu den 1980er- und 1990er-Jahren hat sich der Anteil der übergewichtigen Jugendlichen um 50 Prozent erhöht, der Anteil fettleibiger Kinder hat sich sogar verdoppelt.

 
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