Nachricht 01.12.2020

foodwatch-Büro in Österreich eröffnet

  • Über foodwatch

Seit heute gibt es foodwatch auch in Österreich. Nach Berlin, Amsterdam und Paris ist Wien der vierte foodwatch-Standort – und ein Meilenstein zum Aufbau eines europaweiten  Netwerks für Verbraucherrechte.

foodwatch hat ein Büro in Wien eröffnet und engagiert sich damit ab sofort auch in Österreich für die Rechte der Verbraucherinnen und Verbraucher im Lebensmittelmarkt. Das österreichische Büro leiten die Ökologin Lisa Kernegger und die Ernährungswissenschaftlerin Heidi Porstner. 

Fast alle wichtigen politischen Entscheidungen zum Lebensmittelsektor werden in Brüssel getroffen – und wirken sich unmittelbar auf die Verbraucherinnen und Verbraucher in jedem einzelnen EU-Mitgliedsstaat aus. Um dem enormen Lobby-Einfluss der Lebensmittelindustrie etwas entgegenzusetzen, arbeitet foodwatch am Aufbau eines europaweiten Netzwerks für Verbraucherrechte.

Wir brauchen eine europaweite Verbraucherbewegung. foodwatch Österreich bringt uns diesem Ziel ein großes Stück näher.
Thilo Bode foodwatch-Gründer

foodwatch Österreich füllt eine Lücke: Bisher gibt es dort keine Nichtregierungsorganisation, die sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Lebensmittel und Verbraucherrechte beschäftigt. Das Wiener Büro wird seinen Schwerpunkt zunächst auf die Themen Täuschung, Nährwertkennzeichnung und Herkunftsangaben legen. Auf der Plattform www.dasregtmichauf.at können Verbraucherinnen und Verbraucher  „billige Werbeschmähs“ hochladen und teilen. 

foodwatch kämpft für Verbraucherrechte und Lebensmittelsicherheit und klärt über Missstände auf – von Verbrauchertäuschung im Supermarkt bis hin zu Recherchen über Lebensmittelskandale. Thilo Bode gründete foodwatch vor dem Hintergrund der BSE-Krise 2002 in Berlin. Seit 2010 gibt es ein Büro in den Niederlanden, seit 2014 in Paris. foodwatch international wurde 2017 gegründet, um die internationalen Aktivitäten und Kampagnen stärker zu verzahnen und zu koordinieren. Als unabhängige Mitgliederorganisation finanziert sich foodwatch zum überwiegenden Teil aus Förderbeiträgen. In Deutschland haben sich foodwatch bereits mehr als 40.000 Verbraucherinnen und Verbraucher angeschlossen.