Bundesregierung will Biosprit-Branche schonen

19.09.2013

Die Bundesregierung will die Agrarbranche stärker vor Einbußen durch eine EU-Reform schützen. Berlin forderte bei Verhandlungen der EU-Staaten, Subventionen an die traditionelle Biosprit-Branche bis 2030 zu ermöglichen. Die EU-Kommission peilt hingegen schon für 2020 ein Ende staatlicher Hilfen für herkömmlichen Biosprit an. Das geht aus einem internen Dokument hervor, über das die Nachrichtenagentur dpa heute berichtet.

 

Mit dem Gesetzesvorhaben will die EU-Kommission den Anbau von Raps oder Mais als Ökotreibstoff begrenzen und damit den Klimaschutz stärken. Der konventionelle Biosprit ist umstritten, weil durch den Anbau der Pflanzen Flächen für Nahrungsmittel wegfallen. Für neue Felder werden vor allem in Entwicklungsländern Wälder gerodet, was schlecht fürs Klima ist. Die Kommission setzt daher auf neuen Ökotreibstoff aus Algen, Klärschlamm oder Stroh. Dessen Klimabilanz ist besser.

Die Bundesregierung argumentierte, dass die Subventionsfrist bis 2030 bereits getätigte Investitionen schützen würde. In der vergangenen Woche hatte das Europaparlament grundsätzlich für die von der Europäischen kommission angestoßenen Reform gestimmt, nun sind die EU-Staaten am Zug.

(dpa; Bild: Fotolia.com/Therina Groenewald)

 
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