Sprudelndes Glas gefüllt mit zuckriger Limonade und Eiswürfeln

Zucker und Getränke

Wenn Limonade krank macht

Das ist das Problem

Deutschland ist Spitzenreiter im Zuckerkonsum über Getränke: Mit 26 Gramm pro Kopf und Tag schlagen wir alle anderen westeuropäischen Länder. Über süße Getränke nehmen Deutsche sogar mehr Zucker auf als über Süßigkeiten. Zuckergesüßte Getränke gelten laut Weltgesundheitsorganisation als “zentraler Treiber” für Adipositas. Cola, Limo und Co tragen massiv dazu bei, dass jede:r vierte Erwachsene hierzulande an Adipositas erkrankt und bereits jeder siebte Todesfall auf ungesunde Ernährung zurückzuführen ist. Der regelmäßige Konsum fördert zudem weitere Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Fettleber und Gicht. 

Das ist der Stand 

Über 100 Länder weltweit erheben bereits Steuern auf zuckergesüßte Getränke. Sämtliche Fachorganisationen – von der Bundesärztekammer bis zur Weltgesundheitsorganisation – empfehlen, eine solche Abgabe einzuführen. Ein Vorbild ist Großbritannien: Die Herstellerabgabe hat dort dazu geführt, dass der Zuckeranteil in Getränken um 35 Prozent gesunken und damit der Zuckerkonsum über Getränke deutlich zurück gegangen ist. 

Das fordert foodwatch

Statt freiwilliger Selbstverpflichtungen der Industrie brauchen wir verbindliche gesetzliche Vorgaben: Die Bundesregierung muss stark gezuckerte Getränke nach dem Vorbild Großbritanniens mit einer nach Zuckergehalt gestaffelten Sonderabgabe belegen, damit die Hersteller den Zuckergehalt reduzieren. Süßstoffe sollten ebenfalls einbezogen werden.