Erfolg: Beckers Bester, Lausitzer und Voelkel ändern Etiketten

05.09.2017

Der Protest zeigt Wirkung: Nach Voelkel haben nun auch die Saft-Hersteller Beckers Bester und Lausitzer als Reaktion auf eine foodwatch-E-Mail-Aktion angekündigt, die Etiketten ihrer Saft- und Saftmischgetränke zu verändern und für eine verständlichere Kennzeichnung zu sorgen. Albi, Lidl und Rauch müssen jetzt nachziehen!

Mehr als 18.000 Menschen haben sich an dem E-Mail-Protest von foodwatch beteiligt und eine verbraucherfreundliche Kennzeichnung von Säften gefordert. Im Gegensatz zu den Herstellern Voelkel, Beckers Bester und Lausitzer haben die Unternehmen Albi, Lidl und Rauch bislang keine Änderungen an der Verpackung angekündigt. Lidl erklärte gegenüber foodwatch lediglich, die Kennzeichnung seiner Eigenmarke zu prüfen und „gegebenenfalls Maßnahmen einzuleiten“. 

Hinweise auf Fruchtgehalt fehlen oft

Ende Juli hatte foodwatch die Saftregale in Filialen der drei größten Handelsketten sowie in einem Bio-Supermarkt unter die Lupe genommen. Dabei fielen Produkte von insgesamt sechs Herstellern besonders negativ auf, weil sie auf der Vorderseite keinerlei Hinweise auf den Fruchtgehalt und die Getränkeart trugen. Diese Angaben sind beim Einkauf besonders wichtig, da es zwischen den verschiedenen Getränkearten entscheidende Qualitätsunterschiede gibt: Während ein echter Saft aus 100 Prozent Frucht bestehen muss, darf ein Nektar bis 75 Prozent mit Wasser und Zucker verdünnt sein und kann fruchteigenes Aroma enthalten. Aromatisierte Getränke mit geringerem Fruchtanteil (sechs bis 30 Prozent) müssen als „Fruchtsaftgetränk“ bezeichnet werden. 

„Beckers Bester, Voelkel und Lausitzer nehmen den Wunsch vieler Verbraucherinnen und Verbraucher nach einer verständlicheren Kennzeichnung ernst. Nun müssen Albi, Rauch und Lidl nachziehen und den Saft-Schwindel stoppen.“

Sophie Unger, Mitarbeiterin Recherche und Kampagnen bei foodwatch.

Erste Designänderungen angekündigt

foodwatch hatte sechs Getränkehersteller aufgefordert, über Getränkeart und Fruchtsaftgehalt auf der Vorderseite der Etiketten zu informieren. „Diese Änderungen werden wir nun umsetzen“, erklärte Beckers Bester in einer Stellungnahme auf seiner Homepage und kündigte die neuen Etiketten für Ende dieses Jahres an. Bislang bewirbt Beckers Bester seine Säfte und Nektare mit Bildern von Früchten und der Angabe der Geschmackrichtung. Nach der Kritik von foodwatch hatte Beckers Bester seine Kundinnen und Kunden in einer Online-Umfrage nach ihren Erwartungen an das Etiketten-Design befragt. Nachdem sich die Mehrheit für eine verständlichere Kennzeichnung ausgesprochen hatte, kündigte Beckers Bester eine Umgestaltung an.

Hier das aktuelle Etikett von Beckers Bester Kirsche.
Das geplante Etikett für das gleiche Produkt, wie auf der Webseite von Beckers Bester angekündigt.

Auch der Hersteller Lausitzer will seine Kartonverpackungen zukünftig verständlicher kennzeichnen: „Diese Designänderungen werden aller Voraussicht nach im Frühjahr 2018 in den Markt kommen“, erklärte Lausitzer gegenüber foodwatch. Lausitzer war von foodwatch zuvor sowohl gelobt als auch kritisiert worden, denn der Hersteller hat unter der Marke Lockwitzgrund einen „Kirsch-Bananen“-Nektar in seinem Sortiment, bei dem er den Fruchtgehalt nicht auf der Vorderseite aufführt. Bei seinem „Sauerkirsch-Nektar“ hatte Lausitzer aber bereits gezeigt, dass eine verständlichere Kennzeichnung möglich ist.

Schluss mit dem Saftschwindel!

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Saft-Hersteller müssen aufhören, auf Getränkeverpackungen echten Saft vorzutäuschen. Fordern Sie Albi, Lidl  & Rauch auf, ihre Säfte ehrlich zu kennzeichnen! Mehr erfahren

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