Nachrichten zu Danone Activia-Becher

Danone Activia-Becher

Der Becher fällt nicht weit vom Joghurt-Stamm

Danones nachhaltiger Verpackungsschwindel

  • Der Becher fällt nicht weit vom Stamm 26.07.2011 | Spätestens seit Actimel und Activia wissen wir, wie die Damen und Herren von Danone mithilfe wissenschaftlicher Studien Marketing machen: Minimale messbare Effekte werden in der Werbung maximal aufgeblasen, um Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Der jüngste Clou: Activia gibt’s neuerdings im vermeintlich „umweltfreundlicheren“ Becher aus Maisstärke (PLA). Blöd nur, dass der neue Becher gar nicht wirklich „umweltfreundlicher“ ist als der alte, wenn man die Ökobilanz-Maßstäbe vom staatlichen Umweltbundesamt ansetzt. Unser Fazit: Wie der Joghurt, so der Becher - ein dreister Schwindel.

  • Activia activiert Unterlassungserklärung 26.07.2011 | Die Marketing-Menschen bei Danone haben Phantasie, das muss man ihnen lassen. Immer wieder kommen sie mit neuen Ideen daher, wie sie aus schnöden Joghurts angeblich ganz besondere Produkte kreieren können – erst mit Gesundheitsversprechen, jetzt mit dem vermeintlichen Ökobecher. Nur haben die Danones die Rechnung dieses Mal ohne die Umweltorganisation Deutsche Umwelthilfe gemacht. Die hat den Konzern nämlich schon abgemahnt und nun eine Klage angekündigt – Danone soll die irreführenden Öko-Aussagen zum neuen Becher unterlassen. Doch der Konzern weigert sich zu unterzeichnen.

  • Wählerisch wie eine Diva beim Dorftanz 26.07.2011 | Eine von Danone finanzierte Studie des IFEU-Instituts kommt zu dem klaren Ergebnis: Der neue Becher ist insgesamt nicht besser für die Umwelt als der alte. Wählerisch, wie die Danones sind, picken sie sich einzelne Aspekte aus der Studie raus, bei denen der Neue besser abschneidet: Treibhausgase und fossiler Ressourcenverbrauch. Bei Auswirkungen der Herstellung auf z.B. Böden und Gewässer ist der neue Becher aber schlechter als der alte. Darum empfiehlt das Institut, stets auch die Nachteile zu nennen. Das ignoriert Danone gnadenlos, wenn man die Werbetexte auf der Verpackung liest.

  • Das Blaue vom Recycling-Himmel 26.07.2011 | „Den Becher bitte in den gelben Sack entsorgen, damit dieser optimal verwertet bzw. recycelt werden kann.“, so der Werbetext auf der Packung des vermeintlichen Verdauungswunders. Der Haken: Der Activia-Becher wird momentan nicht recycelt, sondern in der Regel verbrannt. Er wird von den Recycling-Anlagen nämlich gar nicht aussortiert. Ein sogenannter geschlossener Kreislauf sei laut Danone zwar geplant, doch das ist – wenn überhaupt – Zukunftsmusik. Trotzdem verspricht der Konzern auf der Verpackung das Blaue vom Recycling-Himmel.

  • Zertifiziert naturferne Intensivlandwirtschaft 26.07.2011 | Auf der Packung fabulieren Danones Werbetexter von nachhaltigem Mais, aus dem der Becher hergestellt werde. Wer sich da einen idyllischen Bio-Bauernhof im Alpenvorland vorstellt, hat weit gefehlt. Für den Maisanbau sind unter anderem Pestizide und Mineraldünger erlaubt. Das führt zu Belastung von Böden und Gewässern – Intensivlandwirtschaft eben. Mit dem, was der Verbraucher unter „nachhaltig“ versteht, hat es also wenig gemein.

  • Drei Schritte voraus 26.07.2011 | Danone weiß sogar selbst, dass der neue Becher nicht der große Wurf ist. Unter anderem, weil er derzeit überhaupt nicht aussortiert und recycelt, sondern in der Regel verbrannt wird. Der Konzern argumentiert damit, dass irgendwann genug PLA im Umlauf sein soll, um ein Recycling zu ermöglichen. Ob das jemals der Fall sein wird, steht in den Sternen. Denn es ist noch völlig unklar, welche Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen sich am besten eignen und am umweltfreundlichsten sind. Im Text auf der Becher-Banderole suggeriert Danone trotzdem schon mal, der Neue sei ökologisch besonders vorteilhaft. Das ist schlichtweg gelogen!

E-Mail-Aktion an Danone eingestellt

Protest wirkt: Nach 8.000 Verbraucherbeschwerden und einer Klage der Deutschen Umwelthilfe behauptet Danone nicht mehr, der neue Becher wäre "umweltfreundlicher".

Stellungnahme des Herstellers

Lesen Sie hier die Stellungnahme von Danone.




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