Verbesserung vorgetäuscht

Ein "Powerstoff" dank der "15fachen Menge an Sauerstoff"? Damit ist Schluss: Die Werbung war wissenschaftlich nicht haltbar und ist nun von der Verpackung verschwunden. Die Irreführung geht indes weiter: Adelholzener wirbt jetzt mit Vitaminzusätzen für die "Muscle Function".

 

 

Landliebe-Milch kostet deutlich mehr als andere Milch. Mit Versprechen wie „artgerechter Tierhaltung“ begründet Hersteller Campina den hohen Preis. foodwatch kritisierte, dass Campina diese Versprechen nicht belegen kann. Campina hält die Kritik für unberechtigt, tut sich aber nach wie vor schwer, Mehrpeis und Qualitätsversprechen überzeugend zu erklären.

 

 

Der langjährige Werbespruch "Actimel activiert Abwehrkräfte" ist mittlerweile Geschichte. Doch noch immer suggeriert Danone, der zuckrige Actimel-Trinkjoghurt könne vor Erkältung schützen, weil er zu einer "normalen Funktion des Immumsystems" beitrage. 

 

 

Ein Wunderjoghurt, der mal eben die Verdauung reguliert? Wohl kaum: Activia ist nicht mehr und nicht weniger als ein ganz normaler Naturjoghurt - vom Preis mal abgesehen. Nachdem Werbeversprechen zu "Probiotika" verboten wurden, hat Danone zwar die Werbekampagne geändert - die Botschaft ist heute jedoch dieselbe wie damals.

 

 

Lange Zeit sorgten Sportler in der Werbung für das Image einer "leichten" Zwischenmahlzeit - dabei enthält Milch-Schnitte mehr Fett und Zucker als Schoko-Sahnetorte. Nach Verbraucherprotest hat Ferrero die Werbestrategie geändert: Nun mimt die Milch-Schnitte den sozialen Kitt für den Familienfrieden.

 

 

Eine „leichte“ Schokolade? Von wegen. Yogurette enthält mehr Fett und Kalorien als Vollmilch-Schokolade. Nach Kritik hat Ferrero die Yogurette Werbekampagne zwar geändert, die die Botschaft bleibt jedoch dieselbe: Yogurette soll wirken wie die leichte Alternative zu Schokolade.

 

 

Laut Nestlé ein "leichter Genuss" und ein "wertvoller Beitrag für eine ausgewogene Ernährung". In Wahrheit eine wahre Zuckerbombe. Nach Protest reduzierte Nestlé den Zuckergehalt nur minimal: Aus ehemals 35 Prozent Zucker sind etwa 30 Prozent geworden. 

 

 

„30 % weniger Fett im Vergleich zu gemischtem Hackfleisch“ verspricht Netto. Tatsächlich hat das Netto-Produkt in der Regel sogar mehr Fett als Hackfleisch von der Theke - obwohl es mit Wasser und Weizeneiweiß gestreckt ist. Heute verkauft Netto das gleiche Produkt nicht mehr unter der Eigenmarke "Viva Vital" sondern unter der Herstellermarke "hackplus". 

 

 

Große Abbildungen von Physalis, doch keine Spur Physalis drin. Dafür Aroma und umso mehr Zucker. Nach Verbraucherbeschwerden reagierte Pfanner mit einer Alibi-Änderung: Der Hersteller "reduzierte" den Zuckergehalt von 47 auf 44 Würfelzucker je 2-Liter-Pack und fügte eine homöopatische Menge Physalis hinzu.

 

 

Capri-Sonne enthält mehr Zucker als Fanta orange. Dennoch bewirbt Hersteller Wild die Wasser-Zucker-Aroma-Mixtur als wäre sie ein empfehlenswertes Kinder-Sportgetränk. Auch wenn der Zuckergehalt nun im Kleingedruckten steht: Die Capri-Sonne ist und bleibt ein Etikettenschwindel.

 

 

Ein „gesunder Drink“ mit "wertvollem Traubenzucker" als „Zwischenmahlzeit“ für Kinder? Keinesfalls: Der Monte Drink enthielt mehr Zucker als Coca Cola. Nach Verbraucherprotest hat Zott den Zuckergehalt minimal reduziert und eine neue Werbekampagne gestartet. Die Botschaft blieb jedoch die gleiche: Monte soll wirken wie ein sportlich-gesundes Produkt. 

 

 

 
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