Nährwert-Ampel: Damit Lebensmittel Farbe bekennen

Transparenz durch die Nährwert-Ampel – Bild: foodwatch/frankweinert.com

Das ist das Problem

Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist es im Supermarkt nicht möglich, auf den ersten Blick den Zucker- oder Fettgehalt von Produkten zu vergleichen. Die per Gesetz vorgeschriebenen Nährwerttabellen mit Angaben zu Fett, Salz oder Kohlenhydraten finden sich in der Regel versteckt im Kleingedruckten auf der Rückseite der Verpackung.

Auf der Verpackungsvorderseite dagegen stehen, werblich hervorgehoben, verwirrende Prozentangaben und irreführende Portionsgrößen. Regelmäßig erscheint so noch die größte Zuckerbombe wie eine ausgewogene Zwischenmahlzeit. Irreführende Nährwertangaben tragen damit ihren Teil dazu bei, dass Fehlernährung weit verbreitet ist – und mehr als die Hälfte der Erwachsenen sowie etwa jedes fünfte Schulkind in der EU übergewichtig oder sogar fettleibig sind. 

Das fordert foodwatch

Nährwertangaben müssen klar und verständlich sein – und zwar auf einen Blick auf der Vorderseite von Lebensmittelverpackungen. Und sie müssen vergleichbar sein. Mit der Ampelkennzeichnung wird das erreicht: Statt auf unrealistische Portionsgrößen setzt sie auf einheitliche Angaben pro 100 Gramm – und auf Signalfarben, die die Information über die wichtigsten Nährwerte Fett, Zucker und Salz spielend leicht macht. Grün steht dabei für einen geringen, Gelb für einen mittleren und Rot für einen hohen Gehalt am jeweiligen Nährwert. foodwatch fordert darum eine EU-weit verpflichtende Nährwertkennzeichnung in Ampelfarben auf der Verpackungsvorderseite.

Letzte Nachricht vom 12.07.2017 Alle Nachrichten

Die Nährwertampel in Wahlprogrammen

Das ist der Stand

Wissenschaftliche Studien belegen es: Die Nährwert-Ampel ist das am besten verständliche System der Nährwert-Information. Ärzteverbände und Krankenkassen haben sich ebenso dafür ausgesprochen wie Patienten- und Verbraucherorganisationen. In Deutschland fordert eine große Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher die Ampel. Doch die europäische Politik hat sich unter dem massiven Lobbydruck der Lebensmittelindustrie gegen die rot-gelb-grüne Kennzeichnung ausgesprochen.

Zuletzt geändert am 10.03.2017

Willi will die Ampel

 
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