Bio-Branche: Zahlen, Daten, Fakten – foodwatch

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Wie groß ist der Anteil von Bio-Produkten am gesamten Lebensmittelhandel? Wie viel Agrarfläche wird in Deutschland ökologisch bewirtschaftet? Zahlen, Daten, Fakten zur Bio-Branche.

Bio ist in aller Munde. Gefühlt eröffnet an jeder Straßenecke ein neuer Bio-Laden. Doch welche Rolle spielt die ökologische Lebensmittelwirtschaft tatsächlich in Deutschland und Europa? Fakten zur Bio-Branche nach Informationen des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW):

  • in Deutschland gab es 2017 insgesamt 29.174 Bio-Höfe. Das sind rund 10 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe.
  • eine Ackerfläche von 1.375.967 Hektar wurde ökologisch bewirtschaftet.
  • der Bio-Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in der Bundesrepublik betrug 7,1 Prozent.
  • 2017 lag der Bio-Umsatz in Deutschland bei 10,04 Milliarden Euro – das ist eine Steigerung um knapp 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Bio-Produkte machen lediglich 5,1 Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes in Deutschland aus (2016). Den höchsten Bio-Anteil gab es in Dänemark mit 9,7 Prozent Umsatzanteil, gefolgt von Luxemburg mit 8,6 Prozent.
  • Bei Fleisch ist der Bio-Anteil noch geringer: 2016 lag er bei Geflügel bei 1,4 Prozent, bei Rotfleisch (Schwein, Rind, Lamm, Schaf und Kalb) bei 1,8 Prozent und bei Fleisch- und Wurstwaren sogar nur bei 1,2 Prozent.
  • 29 Prozent des Bio-Umsatzes erwirtschaften Naturkostfachgeschäfte, 59 Prozent der Lebensmitteleinzelhandel, 12 Prozent Wochenmärkte, Hofläden, Metzgereien etc.
  • pro Kopf gaben deutsche Verbraucher 116 Euro im Jahr 2016 für ökologisch produzierte Lebensmittel aus.
  • In absoluten Zahlen ist Deutschland zwar der größte Bio-Markt in Europa, beim pro-Kopf-Umsatz liegen allerdings andere Länder vorne. Das meiste Geld für Öko-Produkte geben die Schweizer aus (274 Euro). Durchschnittlich kauften die Europäer für rund 40 Euro pro Jahr Bio-Lebensmittel, in der EU waren 60 Euro.
  • 2015 ist der Umsatz mit Bio-Produkten in Europa um rund 11 Prozent gestiegen und liegt jetzt bei 33,5 Milliarden Euro. Davon entfallen 30,6 Milliarden Euro auf Länder der EU.