Bio-Branche: Zahlen, Daten, Fakten – foodwatch

Wie groß ist der Anteil von Bio-Produkten am gesamten Lebensmittelhandel? Wie viel Agrarfläche wird in Deutschland ökologisch bewirtschaftet? Zahlen, Daten, Fakten zur Bio-Branche.

Bio ist in aller Munde. Gefühlt eröffnet an jeder Straßenecke ein neuer Bio-Laden. Doch welche Rolle spielt die ökologische Lebensmittelwirtschaft tatsächlich in Deutschland und Europa? Fakten zur Bio-Branche nach Informationen des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW):

  • in Deutschland gab es 2020 insgesamt 35.413 Bio-Höfe. Das sind rund 13,4 Prozent aller Landwirtschaftsbetriebe.
  • eine Ackerfläche von 1.698.764 Hektar wurde ökologisch bewirtschaftet.
  • der Bio-Anteil an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche in der Bundesrepublik betrug 10,2 Prozent.
  • 2020 lag der Bio-Umsatz in Deutschland bei 14,99 Milliarden Euro – das ist eine Steigerung um knapp 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Bio-Produkte machen lediglich 6,4 Prozent des gesamten Lebensmittelumsatzes in Deutschland aus (2019). Den höchsten Bio-Anteil gab es in Luxemburg mit 18 Prozent Umsatzanteil, gefolgt von Frankreich mit 13 Prozent.
  • Bei Fleisch ist der Bio-Anteil in Deutschland noch geringer: Im vergangenen Jahr lag er bei Bio-Geflügel bei etwa 2,6 Prozent, bei Rotfleisch (Schwein, Rind, Lamm, Schaf und Kalb) bei 3,6 Prozent.
  • 24,7 Prozent des Bio-Umsatzes erwirtschaften Naturkostfachgeschäfte, 60,4 Prozent der Lebensmitteleinzelhandel, 14,9 Prozent Wochenmärkte, Hofläden, Metzgereien etc.
  • pro Kopf gaben deutsche Verbraucher 144 Euro im Jahr 2019 für ökologisch produzierte Lebensmittel aus.
  • In absoluten Zahlen ist Deutschland zwar der größte Bio-Markt in Europa, beim pro-Kopf-Umsatz liegen allerdings andere Länder vorne. Das meiste Geld für Öko-Produkte geben die Dänen aus (344 Euro). Durchschnittlich kauften die Europäer für rund 57 Euro pro Jahr Bio-Lebensmittel, in der EU waren es 81 Euro.
  • 2019 ist der Umsatz mit Bio-Produkten in Europa um 8 Prozent gestiegen und liegt jetzt bei 45 Milliarden Euro. Davon entfallen 41,4 Milliarden Euro auf Länder der EU.