Glyphosat: Unkrautvernichter unter Krebsverdacht

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Das ist das Problem

Glyphosat ist das weltweit am häufigsten verwendete Unkrautvernichtungsmittel. Doch die gesundheitlichen Auswirkungen der Chemikalie sind umstritten, es bestehen Zweifel an der bisherigen Bewertung seiner Giftigkeit. Im März 2015 stufte die Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Stoff als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen“ ein. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) teilt diese Bedenken nicht.

Das ist der Stand

Einen Tag bevor die Zulassung für den Wirkstoff Glyphosat am 30. Juni 2016 auslief, hat die Europäische Kommission die Zulassung bis Ende 2017 verlängert. Die Mitgliedsstaaten hatten sich zuvor trotz mehrerer Anläufe nicht auf eine gemeinsame Position einigen können. Die Europäische Chemie-Agentur (ECHA) wurde beauftragt, Glyphosat zu bewerten und dabei auch die Einschätzung der WHO-Krebsforscher einzubeziehen. ECHA kam im März 2017 zu dem Schluss, die verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse erfüllten nicht die Kriterien, um Glyphosat als krebserregend zu bewerten.

Das fordert foodwatch

Bei der Bewertung von Glyphosat sind die Experten uneins: Die WHO-Krebsforschungsagentur (IARC) stuft das Unkrautvernichtungsmittel als „wahrscheinlich krebserregend“ ein, EFSA und ECHA teilen dies nicht. Daher muss die EU-Kommission aus Sicht von foodwatch das im EU-Recht verankerte Vorsorgeprinzip anwenden. Das heißt:

Solange seriöse Hinweise auf gesundheitliche Risiken im Raum stehen, darf Glyphosat nicht weiter auf dem Acker eingesetzt werden! 

Grundsätzlich muss allen potenziell schädlichen Mitteln die Zulassung entzogen werden. Bei künftigen Zulassungsverfahren dürfen nur noch solche Einzelwirkstoffe und Präparate als Pflanzenschutzmittel zugelassen werden, die transparent und unabhängig als unbedenklich bewertet wurden. Aus Sicht von foodwatch muss das Ziel sein, dass die Landwirtschaft ohne chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel oder etwa das Schwermetall Kupfer im Obstbau auskommt. Das gilt für die gesamte Landwirtschaft, egal ob konventionell oder ökologisch.

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Glyphosat nicht neu zulassen!

Unterschriften aus

Krebsforscher der WHO haben Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestuft. Fordern Sie die EU-Kommission auf, den Unkrautvernichter zu verbieten! Mehr erfahren

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Zuletzt geändert am 15.03.2017
 
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