foodwatch-Forderungen: Geheimniskrämerei beenden, Kontrollen öffentlich machen!

Jede Woche stellen amtliche Lebensmittelkontrolleure unzählige Verstöße gegen Hygiene-, Gesundheits- oder Deklarationsvorschriften fest – etwa jede vierte Kontrolle führt zu einer Beanstandung. Doch in welchen Betrieben, geschmuddelt und betrogen wird, erfahren die Verbraucher nicht. 

foodwatch-Forderungen

Mit der Geheimniskrämerei in den Behörden muss Schluss sein. Hygienesünder und Betrüger müssen genannt werden, damit Verbraucher eine Wahl haben und geschützt sind. Und damit die guten Betriebe nicht länger im Nachteil gegenüber den schlechten sind. Die foodwatch-Forderungen im Einzelnen:

  • Die Ergebnisse aller amtlichen Lebensmittelkontrollen müssen für alle Verbraucher zugänglich veröffentlicht werden. Wir brauchen eine Kultur der Offenheit bei den zuständigen Behörden.
  • Die Namen der beanstandeten Betriebe und der festgestellten Mängel müssen genannt werden. Das gilt für die Gastronomie ebenso wie für den Handel und Lebensmittelproduzenten.
  • Die Verbraucher müssen in den Geschäften und Gaststätten direkt mit gut sichtbaren Aushängen über die Kontrollergebnisse informiert werden. Dazu muss das bewährte dänische Smiley-System in Deutschland eingeführt werden – eine freiwillige Regelung reicht ebenso wenig aus wie die Vergabe nur von "Positiv"-Smileys. foodwatch hat das dänische Smiley-System in Deutschland bekannt gemacht und fordert seit 2006, es für Deutschland zu übernehmen.