Verbesserung verweigert

300 Jahre Gurken-Erfahrung, aber alles andere als traditionelle Herstellung: Kühnes Realität im Gurkenglas sind neben Gürkchen vor allem Farbstoffe und Aromen. Auf dem „Schlemmertöpfchen Feine Gürkchen“ steht das natürlich nur klein gedruckt, dafür in groß „Sorgfalt“, „Hingabe“ und „höchster Genuss“.

 

 

Clausthaler enthält 0,45 Volumenprozent Alkohol - trotzdem bewirbt Radeberger es als "alkoholfrei". Dabei gibt es das ehrliche Etikett bereits: In Großbritannien wird Clausthaler als "alkoholarm" mit "weniger als 0,5 % Alkohol" beworben. Dasselbe sollte auch in Deutschland gelten!

 

 

Kaum Vollkornflocken, jede Menge Zucker und ein paar Mehlbällchen – das ist Corny. Den daraus gepressten „Müsli“-Riegel versucht Hersteller Schwartau den Verbrauchern als „ausgewogenes Produkt“ mit „Zutaten aus dem vollen Korn“ unterzujubeln.

 

 

„100 Prozent der täglichen Portion Obst“ stecken laut Schwartau in einem Fläschchen. Aber die Rechnung geht nicht ganz auf. 200 Milliliter einer mit Aroma aufgepeppten Mischung aus Fruchtsaftkonzentraten und Püree sind nicht dasselbe wie 200 Gramm unverarbeitetes Obst.

 

 

Das sogenannte Mövenpick Gourmet-Frühstück unterscheidet sich nicht wirklich von anderen Konfitüren – vom Kostenfaktor abgesehen. Die als „Königin der Erdbeeren“ angepriesene Sorte Senga-Sengana ist nichts Besonderes, sondern Standard in der Marmeladen-Industrie. 

 

 

Stockmeyer setzt seinen „Ferdi Fuchs Mini Würstchen“ haufenweise Vitamine zu und verspricht, sie seien ein Beitrag für die gesunde Ernährung. Dabei sind die Miniwürstchen eine wahre Salzattacke: Mit stolzen 2 Gramm pro 100 Gramm sind die „Mini-Würstchen“ alles andere als auf Kinderbedürfnisse zugeschnitten.

 

 

Storck gibt sich große Mühe, Eltern und Kinder einzureden: Wenn schon naschen, dann wenigstens nimm2. Denn immerhin enthalten diese Bonbons „wertvolle“ Vitamine, die den täglichen Vitaminbedarf „wirksam“ ergänzen. Und das seit mittlerweile 50 Jahren. Doch: nimm2 sind Süßigkeiten, nichts weiter.

 

 

„Original italienische Rezeptur“ und „hochwertige Zutaten“? Fehlanzeige! Mit traditionellem Pesto hat das wenig zu tun: Pinienkerne und Olivenöl sind nur in Alibi-Mengen enthalten, Hauptbestandteil ist neben Basilikum ein nicht näher definiertes „pflanzliches Öl“. Cashewnüsse ersetzen die teuren Pinienkerne.

 

 

Echte Pasta "alla Mamma" dank „hochwertiger“ Zutaten? Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt, dass es auch weniger hochwertige Zutaten wie Aroma, Citronensäure E330 und Hefeextrakt in den Saucen-Topf geschafft haben.

 

 

„Rama cremefine zum Schlagen“ soll eine „moderne“ Alternative für die „leichte Küche“ sein – dabei ist das Produkt schlicht ein Sahne-Ersatz aus Pflanzenfett und Milch. Es enthält Zusatzstoffe, undefiniertes Aroma und viele gesättigte Fettsäuren. Und kostet fast doppelt so viel wie herkömmliche Sahne.

 

 

 
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