Finanzen

foodwatch ist ein gemeinnütziger Verein. Um unabhängig agieren zu können, verzichtet foodwatch auf staatliche Gelder und finanziert sich aus den Beiträgen der Fördermitglieder und aus Spenden.

foodwatch will sicherstellen, dass keine anderen Interessen als die der Verbraucherinnen und Verbraucher die Arbeit beeinflussen. Deshalb lehnt foodwatch staatliche Gelder grundsätzlich ab. Auch Spenden aus der Lebensmittelindustrie und von größeren Unternehmen des Lebensmittelhandels lehnt foodwatch ab. Alle Spenden ab einem Betrag von 500 Euro im Jahr, ob von Unternehmen oder Einzelpersonen, werden überprüft, ob ein Zusammenhang zu den genannten Bereichen besteht. Grundsätzlich werden alle Großspender (ab 5.000 Euro) auf der foodwatch-Internetseite namentlich genannt. Wenn ein Spender oder eine Spenderin aus nachvollziehbaren Gründen nicht auf unserer Internetseite genannt werden möchte, veröffentlichen wir den Namen ausnahmsweise nicht unmittelbar auf der Internetseite, sondern erwähnen den Eingang der Spendensumme und nennen den Namen dann auf Nachfrage. 

Einnahmen im Jahr 2018

Vor allem dank der Unterstützung von 39.130 Förderinnen und Förderern (Stand zum Jahresende) erzielte foodwatch 2018 – im 17. Jahr des Bestehens – Einnahmen in Höhe von 3.421.099 Euro. Den überwiegenden Teil davon (87 Prozent, d.h. 2.963.120 Euro) erhielt foodwatch in Form von Mitgliedsbeiträgen und Kleinspenden. Zuwendungen, die 5.000 Euro oder mehr betrugen, bekam foodwatch 2018 von:

  • Christof Huss Verpachtung
  • Gregor Louisoder Umweltstiftung  
  • Hatje, Hannes
  • Jebsen Foundation
  • Schöpflin Stiftung
  • Stiftung Natur im Leben

Die Einnahmen aus Großspenden, Stiftungen und Erbschaften betrugen 2018 insgesamt 376.459 Euro (11 Prozent der Gesamteinnahmen). Die unter „sonstigen Einnahmen“ zusammengefassten restlichen zwei Prozent (81.520 Euro) beinhalten vor allem Kostenerstattungen von foodwatch Niederlande und foodwatch Frankreich an foodwatch Deutschland sowie kleinere Posten wie erstattete Reisekosten für Vorträge und Medienauftritte. Auch Honorare aus Vorträgen, Zinserträge und Zahlungen aus Bußgeldverfahren fließen hier ein.

Ausgaben im Jahr 2018

Im Jahr 2018 konnte foodwatch ein Budget von insgesamt 3.133.565 Euro für die Arbeit einsetzen.

Kampagnen

Kern der foodwatch-Arbeit sind die Kampagnen für das Recht der Verbraucherinnen und Verbraucher auf qualitativ gute, sichere und ehrliche Lebensmittel. Die Kampagnen-Verantwortlichen identifizieren Probleme, analysieren die Ausgangssituation, geben wissenschaftliche Studien sowie Labor-Tests in Auftrag und bestimmen Ziele und Strategien der foodwatch-Aktivitäten. Zu den Elementen einer Kampagne gehören auch die Information und die Mobilisierung der Verbraucherinnen und Verbraucher. Die Ausgaben im Bereich Kampagnen betrugen 2.018.534 Euro, das entspricht 64 Prozent der Jahresausgaben.

Im Jahr 2018 standen die Themen Etikettenschwindel, Zucker in Lebensmitteln, Tierhaltung und die Freihandelsabkommen Mercosur, CETA und JEFTA im Fokus. Zudem haben wir die Arbeit des noch im Aufbau befindlichen foodwatch-Büros in Frankreich unterstützt. Damit verfolgen wir das Ziel, eine größere Wirkung als Verbraucherorganisation in einem EU-weit stark harmonisierten Markt zu entfalten.

Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

foodwatch hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen der Verbraucherinnen und Verbraucher in der Öffentlichkeit zu vertreten. Das geht nicht ohne professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Der Druck der Öffentlichkeit und der Medien ist unverzichtbar, damit Unternehmen verbraucherfreundlicher werden und Politiker im Sinne der Bürgerinnen und Bürger aktiv werden. Eine aktive Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, eine Internetseite, die regelmäßig aktualisiert wird, sowie Online-Aktionen sind deshalb ein wichtiger Teil der Arbeit. Im Jahr 2018 gab foodwatch 249.779 Euro, und damit 8 Prozent der Gesamtausgaben, für diesen Posten aus.

Förderer- und Spendenwerbung

Mitgliederorganisationen müssen „Marketing“, das heißt vor allem Mitgliederwerbung, betreiben. Insbesondere wenn sie – wie foodwatch – unabhängig bleiben wollen und keine staatlichen Fördergelder annehmen. Denn Tatsache ist: Fördermitglieder kommen nicht von allein. Maximal 20 Prozent der Förderinnen und Förderer von Mitgliederorganisationen werden spontan Mitglied – die anderen müssen gefragt beziehungsweise geworben werden. Auf verschiedenen Wegen, zum Beispiel mit Newslettern und am Telefon, informiert foodwatch interessierte Bürgerinnen und Bürger über unsere Arbeit und bemüht sich, sie als Fördermitglieder zu gewinnen. Im Jahr 2018 investierte foodwatch 339.129 Euro (11 Prozent) in die Förderer- und Spendenwerbung.

Diese Ausgaben sind eine Investition in die Zukunft: Fördermitglieder sichern mit ihren Beiträgen die finanzielle Basis der weiteren Arbeit. Und sie verleihen der Stimme von foodwatch in der Öffentlichkeit Gewicht. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die Ausgaben für Spendenwerbung wirtschaftlich sind. Die Wirtschaftlichkeit ist bei foodwatch sehr hoch: In einem Betrachtungszeitraum von zwei Jahren erhalten wir in etwa das Doppelte des eingesetzten Betrages zurück. Das bedeutet: Für jeden Euro, den wir für das Fundraising ausgeben, fließen in zwei Jahren gut zwei Euro auf das foodwatch-Konto – und stärken damit direkt unsere Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit.

Fördererbetreuung und Service

Aus vielen Informationen resultieren auch viele Fragen. Für Nachfragen und Anregungen von Interessierten und Mitgliedern bietet foodwatch ein Informations- und ein Mitglieder-Telefon sowie eine Ernährungsberatung an. Jederzeit können Mitglieder auch telefonisch oder per Mail ihre bei foodwatch hinterlegten Daten aktualisieren lassen, die Zahl der inhaltlichen Anfragen von Verbraucherinnen und Verbrauchern per E-Mail oder Telefon steigt kontinuierlich. Im Jahr 2018 war foodwatch dieser Service 248.555 Euro wert und damit 8 Prozent der Gesamtausgaben.

Verwaltung

Auch bei foodwatch läuft nichts ohne ein gut ausgestattetes Büro und eine fundierte Organisation. Verwaltung, Buchhaltung und Assistenz sowie die externe Datenschutzbeauftragte bilden die Basis für unsere Arbeit und kosteten im Jahr 2018 insgesamt 277.568 Euro, das sind 9 Prozent der Ausgaben.

Wirtschaftsprüfungsbericht

foodwatch lässt den Jahresabschluss jedes Jahr (freiwillig) von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer testieren. Der steuerliche Jahresabschluss 2018 ist geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Entwicklung der Einnahmen

 

2018

2017

2016

Förderbeiträge und Spenden

2.963.120 €

(87%)

 

2.843.156 € 

(90%)

 

2.743.117 €

(88%)

Großspenden, Erbschaften, Stiftungen

376.459 €

 (11%)

259.100 €

(8%) 

261.317 € 

(8%)

Sonstige Einnahmen

81.520  €

(2%)

54.780 €

(2%)

101.251€

(3%)

Gesamt

3.421.099 €

(100%) 

3.157.036 €

(100%) 

3.105.685 €

(100%)

Namen der Großspender und Sponsoren (ab 5.000 €)

Christof Huss Verpachtung

Gregor Louisoder Umweltstiftung  

Hatje, Hannes

Jebsen Foundation

Schöpflin Stiftung

Stiftung Natur im Leben

 

Buch7.de

 

Gerth, Maik

 

Gregor Louisoder Umweltstiftung

 

*Privatspende

 

Schöpflin Stiftung

Gregor Louisoder Umweltstiftung; 


Moll bauökologische Projekte GmbH;

 

Overbeck, Detlef;

 

Schöpflin Stiftung;

 

Steckel, Nathalie

* Wenn ein Spender oder eine Spenderin aus nachvollziehbaren Gründen nicht auf unserer Internetseite genannt werden möchte, veröffentlichen wir den Namen ausnahmsweise nicht unmittelbar auf der Internetseite, sondern erwähnen den Eingang der Spendensumme und nennen den Namen dann auf Nachfrage. Im Jahr 2017 gab es erstmals einen solchen Fall.

Entwicklung der Ausgaben

 

2018

2017

2016

Kampagnen

2.018.534 €

(64%)

2.030.878 €

(67%)

1.943.885 €

(65%)

davon Unterstützung an

 

   

foodwatch Niederlande

-

25.000

115.000

foodwatch Frankreich

650.000 €

600.000

500.000

Medien- und 
Öffentlichkeitsarbeit

249.779 €

(8%)

211.146 €

(7%)

321.135 €

(11%)

Förderer- und 
Spendenwerbung

339.129 €

(11%)

304.512 €

(10%)

224.894 €

(7%)

Fördererbetreuung 
und Service

248.555 €

(8%)

242.053 €

(8%)

258.453 €

(9%)

Verwaltung

277.568 €

(9%)

237.481 €

(8%)

256.072 €

(8%)

Gesamt

3.133.565

(100%)

  3.026.070 €

(100%)

3.004.439 €

(100%)