Testergebnisse: Mineralöl in Lebensmitteln


Einige Hersteller verwenden bereits wirksame Barrieren

Schließlich zeigt der Test, dass manche Hersteller – insbesondere bei einigen getesteten Cornflakes – anscheinend bereits wirksame Barrieren in den Altpapierverpackungen verwenden, die den Übergang von Mineralöl ins Lebensmittel verhindern. Diese Vermutung liegt nahe, wenn sich zwar hohe Mineralöl-Gehalte in der Verpackung nachweisen lassen, der Gehalt im Lebensmittel aber gering ist und auch im Zeitverlauf nicht weiter ansteigt.

Belastung kann bei Lagerung der Produkte weiter steigen

Wichtig: Dieser Test ist eine Momentaufnahme. Wenn die Produkte länger gelagert werden, kann noch mehr Mineralöl aus der Verpackung auf das Lebensmittel übergehen. Da die getesteten Produkte vor dem Test aber nur recht kurz gelagert wurden, lässt sich nicht ausschließen, dass einige Produkte ohne sichere Barriere nach längerer Lagerung noch stärker verunreinigt sein könnten.

Produkte in Frankreich und Niederlanden stärker belastet

Insgesamt enthalten 52 der 120 getesteten Produkte aus Frankreich, den Niederlanden und Deutschland (43 Prozent) krebsverdächtige und möglicherweise erbgutschädigende aromatische Mineralöle (MOAH). Die weniger gefährlichen gesättigten Mineralöle fanden sich in 100 von 120 getesteten Produkten (83 Prozent). Die in Frankreich und den Niederlanden eingekauften Produkte enthalten also Mineralöle deutlich häufiger – und auch in höheren Konzentrationen.

Vermutlich hat die seit Jahren in Deutschland diskutierte „Mineralölverordnung“, die den Übergang von Mineralölen in Lebensmittel beschränken soll, und die öffentliche Debatte nach der Veröffentlichung von Stiftung Warentest zu Mineralöl in Adventskalendern (12/2012) bereits einige deutsche Hersteller veranlasst, ihre Verpackungen entweder auf Frischfasern umzustellen oder für Altpapierverpackungen wirksame Barrieren zu verwenden.