Flüssiges Gold

25.09.2013

Stellen Sie sich vor, ein Konzern baut in Ihrer Nachbarschaft einen Brunnen und beginnt, große Mengen Grundwasser abzupumpen. Anschließend bietet er das in Plastikflaschen abgefüllte Wasser zum Kauf an, zu einem stolzen Preis. Wem gehört das Wasser? Eine Antwort versucht der sehenswerte Dokumentarfilm „Bottled Life“ zu finden.

Journalist Res Gehringer reist unter anderem nach Pakistan und begibt sich auf die Spuren des milliardenschweren Geschäfts mit Trinkwasser. Dabei erhebt er schwere Vorwürfe gegen Nestlé, den größten Nahrungsmittelkonzern der Welt. In Megastädten wie Lahore ist Wasser ein knappes Gut, die Trinkwasserversorgung steht vor dem Kollaps. Das Versagen der Politik nutzt Nestlé: Der Konzern pumpt Grundwasser aus tiefen Brunnen an die Oberfläche und verkauft es in Plastikflaschen als „Pure Life“ an die Bevölkerung. Einige können sich dieses Wasser leisten, viele nicht. Für Journalist Gehringer ist klar: Die Wasserversorgung verschlechtert sich zunehmend, wenn Nestlé Grundwasser abpumpt und in Flaschen teuer weiterverkauft. Denn der Grundwasserspiegel sinkt dadurch weiter. Für alle, die sich „Pure Life“ nicht leisten können, eine lebensbedrohliche Situation. Denn die Haupttodesursache von Kindern, so der Film, sind nicht Malaria, HIV oder Krieg – sondern verschmutztes Wasser.

Der Film ist seit dem 12. September im Kino zu sehen - aktuelle Spieltermine finden Sie hier

foodwatch erhält für diese Rezension kein Geld und ist an den Erlösen des Films in keiner Weise beteiligt. 

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