„O mega-gesund - Wie Functional Food unser Essen verändert”

11.09.2007

Lebensmittelhersteller, Pharmafirmen und Agrokonzerne versprechen, die Nahrung gesünder zu machen. Sie produzieren probiotische Joghurts mit Turbobazillen, backen Brot mit Omega-3-Fetten und mischen Wellness-Drinks mit der Kraft von grünem Tee und Kombucha. Das Buch „O mega-gesund” will helfen, das Dickicht der Werbeaussagen zu durchdringen und aufdecken, was hinter den vielen Versprechen der Lebensmittelindustrie steckt.

Das sogenannte „Functional Food” soll nicht mehr nur schmecken und satt machen, sondern – quasi en passant – vor Krebs schützen, den Herzinfarkt verhindern und das Immunsystem auf Vordermann bringen. Die Botschaft kommt an: Inzwischen greifen viele Verbraucher in Sorge um ihre Gesundheit zu und geben dafür oft das Vielfache des normalen Preises aus. Ohne eigentlich zu wissen, was sie erwarten können. Denn die vollmundigen Versprechen sind bislang ungeprüft, Verbrauchertäuschung ist Tür und Tor geöffnet.

In dem Buch „O mega-gesund” von Marcus Brian werden angeblich gesunde Produkte einer genaueren Prüfung unterzogen und Geschichten erzählt, die die Ernährungswissenschaft schreibt. So erfährt man beispielsweise, wieso Eskimos trotz fettreicher Ernährung kaum Herzprobleme haben. Oder, ob es wirklich gesünder ist, Margarine zu essen, der Abfallprodukte aus der Papierproduktion beigemischt werden.

Nicht zuletzt klärt das Buch aber auch über den gesundheitlichen Nutzen des alltäglichen Essens auf. Zum Beispiel, ob es tatsächlich stimmt, dass dem Essen durch die moderne Landwirtschaft die Vitamine abhanden gekommen sind. Oder, warum Kohlgeruch ein Zeichen genüsslicher Krebsvorsorge ist. Am Ende soll es auch helfen, eine Menge Geld zu sparen.

O mega-gesund. Wie Functional Food unser Essen verändert

Marcus Brian
S. Hirzel Verlag, Stuttgart 2007
ca. 136 Seiten (kartoniert), 18,00 Euro

foodwatch erhält für diese Rezension kein Geld und ist am Absatz des Buches in keiner Weise beteiligt. 

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